Alltagsschnipsel

  • Endlich ist das größere Auto gekauft, das alte verkauft, der Papierkram und die Rennerei zum Anmelden erledigt. Jetzt lerne ich langsam damit zu fahren, ist schon eine Umstellung. Und ich merke, dass mir das oft zu viel ist – Alphalama hat sich um das Ummelden gekümmert, ich hab aber das Auto gesucht und gefunden, gehandelt, Versicherungskrams gemacht und muss eben jetzt neu fahren lernen. Ist mir alles grade so vor Weihnachten und im schwangeren Zustand zu viel. Ich bin aber was das Fahren angeht auch eine sehr schwerfällige Person.
  • Die Einliegerwohnung ist nach dem Rohrschaden wieder eingeräumt, umgeräumt und aufgeräumt. Ich habe noch einige Ideen, wie alles praktischer gestaltet werden kann im Eingangsbereich und bin daran tätig.
  • Die obere Küche ist wieder im Urzustand.
  • Ich hatte in den letzten beiden Monaten zwei Putzfrauen, beide angemeldet und direkt nach einer Sitzung wieder abgemeldet, weil sie aus Termin – und Gesundheitsgründen nicht mehr kommen konnten. ein bisschen viel doofer Zufall gerade. Und ich wäre so dankbar, wieder eine regelmäßige Hilfe zu haben.
  • Da mein altes Dumbphone keine SMS mehr verschicken kann und auch sonst unzuverlässig ist, muss ich auf ein anderes umsteigen. Alphalama hat mir bei der Anbietersuche geholfen und ich habe meine alte Prepaidkarte gekündigt, da eine neue SIM über 20 Euro gekostet hätte Da dachten wir, ach ja, dann wechseln wir doch einfach den Anbieter. Das war Mitte November. Seit 1.12 ist die ausgelaufen, nur leider ist die Portierung der Rufnummer insgesamt 3 mal gescheitert, ich habe mich bestimmt 8 mal online bei einem Identifikationsservice identifiziert und soll dann nun ab 19.12 wieder telefonieren können. Dieses Hin und Her, dass man mit großen Firmen hat mag ich nicht und es nervt mich schon immer. Dann klappt irgendwas nicht und man ist dauernd damit beschäftigt. Kann ich nicht abhaben.
  • Ich nutze das Handy allgemein total wenig, nur zum telefonieren, und zu sagen, dass ich irgendwo gut angekommen  bin oder was beim Arztbesuch herausgekommen ist. Als ich zum letzten Arztbesuch unterwegs war und den großen Zuckerbelastungstest hatte war der erste Tag ohne Handy. Das war schon schlimm für mich, nicht Bescheid geben zu können, dass alles ok ist. Auch die nette Angewohnheit wenn ich auf die Kinder warte und dann kurz zuhause anrufe, muss ich mir nun verkneifen. Und ich gebe zu, dass ich so ohne die Möglichkeit, den ADAC zu verständigen nicht mehr ins Schwimmbad gefahren bin. Ich muss schon gut an mir arbeiten, um damit gelassen umzugehen, dass ich so abgeschnitten bin im Notfall – wobei  das da ja auch Unsinn ist, denn Notrufe gehen ja immer.
  • Minilama war auf einem super Kindergeburtstag und hatte viel Spaß. Gemerkt habe ich es natürlich daran, dass es in Tränen ausbrach als ich es abgeholt habe. Die Zwillinge saßen währenddessen im Auto.
  • Minilamas Lieblingserzieherin ist in Ruhestand gegangen und hat einen netten Ausstand gegeben. Mir tut es für Minilama richtig leid, dass es schon zum zweiten Mal sagen muss “ Frau x kommt nie mehr.“ Parallel dazu herrscht grade Scherenverbot fürs Kind, weil es ein Unterhemd (noch getragen) zerschneiden wollte. Wobei: das stimmt gar nicht. Minilama wollte was ganz anderes machen bzw. hat nie versucht, das Unterhemd zu zerschneiden. Im Gegenteil: Minilama war total das Opfer eines anderen kindlichen Aggressors.
  • Zwilling 2 zahnt nochmal. Wir Eltern sind natürlich wieder total überrascht davon und dachten erst sei Scharlach, denn an die Zähne haben wir gar nicht gedacht. Das Kind ist seit einigen Wochen immer wieder mal extrem gebeutelt von den Schmerzen. Das zeigt sich auch im Verhalten. Mal haben wir den knuddeligsten kleinen Schatz hier, der nur auf den Arm will und nachts bei uns im Bett schlafen will, und dann ist wieder  ein kleiner Dickkopf im Haus. Mal darf nur Mama, mal nur Papa irgendwas machen,  mal wird ausdauernd nach der Oma geweint – die vor Tagen zu Besuch war und jetzt 100 km entfernt mit ihrem eigenen eben beschäftigt ist. Manchmal hilft telefonieren ein bisschen. Gestern saß das Kind 15 Minuten unten im Buggy und hat sich geweigert, sich von Mama umziehen zu lassen. Papa sollte das machen. Nur war der noch auf dem Heimweg von der Arbeit. Heim will das Kind auch nicht gehen, sondern noch auf die Oma warten.
  • Gestern dachte ich vor dem Buggyvorfall wirklich, ich muss das Kind in der Kita lassen. Nichts ging, gutes Zureden auch nicht und raustragen darf ich den Brocken ja auch nicht, zu schwer. Ich bin total geduldig und zugewandt geblieben, auch wenn ich das Verhalten nicht so ganz nachvollziehen konnte. Erfahrung mit kleinen Trotzkindern zahlt sich echt aus. Das Ganze schlaucht aber auch richtig, ein totaler Krafträuber dieser Trotz.
  • Minilamas heiß ersehntes Playdate ist diese Woche irgendwie ausgefallen, weil die Mama des Freundes das ganze verschwitzt hatte und nicht daheim war. Da hab ich das Kind mit ins Büro genommen und ihm Kekse gegeben und was zu malen. Ich habe mich total gestresst, um das Kind früher abzuholen und zu bringen usw. gebracht hat es ja spieltechnisch auch nichts. Dann ärgere ich mich doppelt. Zum Glück fand Minilama es bei mir im Büro ganz nett und hat nicht sehr viel geweint.  Nur dass Zwilling 2 dann nicht mit aus der Kita heim wollte, war eher doof. Auch, weil 16.57 Uhr war und die Erzieherinnen echt Feierabend verdient hatten.
  • Ich habe mich auf der Arbeit total über eines meiner liebsten Aufregerthemen aufgeregt. Die Kollegen konnten nicht verstehen, warum ich bei einer eigentlich marginalen Sache so intensiv reagiere. War auch von der Sache her nicht nachvollziehbar.

 

  • Heute als Alphalama dann vom Anmelden des neuen Autos heim kam und wir zusammen was gegessen hatten bevor er dann das neue Auto holen wollte und ich zu dem Kitaumtrunk fahren wollte fiel mir dann auf, dass ich das nicht mit meinem Auto machen kann – das sollte ja jetzt verkauft werden. Und ein funktionierendes Handy hab ich ja auch grade nicht. Und es regnete draußen und leider fehlt  mir die Kraft aktuell mehr als ein Mal in die Kita und zurück zu gehen am Tag (ich mache im Schnitt trotz allem noch 12.000 Schritte am Tag, Tendenz aber fallend, weil ich doch immer so starke Symphysenprobleme habe und keine Motivation zur Linderung dieser temporären Probleme einem Hokuspokus- „Arzt“/Hebamme/Wunderheiler  Geld zu geben. Das spar ich (mir) lieber – fürs Auto oder einen größeren Rohrschaden.) Und außerdem musste Minilama noch zur Musikschule später. Wie ich das machen sollte und noch die anderen abholen und noch was arbeiten wusste ich auf einmal nicht mehr so richtig- da hab ich einmal richtig doll geschimpft und getobt. Von wegen das muss mal alles raus. Und weder Auto noch Handy – das ging dann doch auf einmal zu weit. Obwohl ich es mit dem Handy schon gut aushalte seit Wochen. Direkt hab ich mir total Vorwürfe gemacht, dass ich mich so gehen lasse, schwanger wie ich bin. Das arme Kind. Und das arme Alphalama, das sich extra für mich freigenommen hatte, damit ich mit dem Passierschein A 38 nichts zu tun haben musste, den es bei der Zulassungsstelle braucht. Und dann blöke ich hier so hysterisch rum.
    Die Wellen schlagen echt über mir zusammen, obwohl so viele es so gut mit mir meinen. Ich bin ja auch schnell Land unter, allgemein schon. Fahren ist mir zu viel, Genöle stresst mich schnell, da mir zu viele Geräusche an die Nerven gehen, so ein Hin und Her mit Versicherungen und sonstigen Institutionen mag ich nicht, Unzuverlässigkeit macht mich verrückt, wenn es nicht sauber ist daheim, fühle ich mich nicht wohl und Gerenne ohne großen Sinn kann ich schlecht ertragen. Mal ganz abgesehen von großen Bauschäden und extremen Renovierungen, Handwerkersuche, Versicherungsplausch mal eben so. Das strengt mich echt an – s parallel zur vollen Stelle und den drei Vollzeitkindern Ich bin gern in meiner Komfortzone unterwegs. Aber die ist momentan weit weg für mich in einigen Bereichen. Oder mal ganz ressourcenorientiert: Neue Lernfelder tun sich auf.