1000 Fragen an mich selbst # 19

Seit ich bei bei Frau Frische Brise die Reihe „1000 Fragen an mich selbst“ gesehen habe, überlege ich, ob ich nicht mitmachen soll. Und ja, ich habe Lust. Daher steige ich jetzt etwas verspätet ein. Wer sich für die Hintergründe usw. interessiert, hier entlang.

361. Was war deine schlimmste Lüge?
Ich weiß es nicht mehr. Eine echt schlimme Sache war, dass ich einmal in ein Vogelnestchen rein gucken wollte und es dabei berührt habe. Es ist runtergefallen und die Vogelmama hat die Küken nicht mehr angenommen. Das ist so mit die schlimmste Erinnerung, die ich an kindliche Missetaten habe, inwieweit ich mich da rauszureden versucht habe, weiß ich nicht mehr.
362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Schon. Wobei meine Grenzen sehr eng sind. Ich fahre beispielsweise ungern Auto und stelle es eigentlich am liebsten so ab, dass ich auch wieder gut weg komme. Die Folge sind längere Fußwege. Das habe ich durch meine letzte Stelle ganz gut in den Griff bekommen und fahre jetzt auch ohne Angst in die Stadt rein. Aber im Grunde sind viele Sachen für mich problematisch, die für andere keinen Gedanken wert sind. Das ist anstrengend, wenn man noch einige kleine Kinder dabei hat.
363. Kannst du gut Witze erzählen?

Das weiß ich gar nicht. Ich bin nicht der Witzetyp. Ich bin also sehr ungeübt.

364. Welches Lied handelt von dir?
Here comes the sun von den Beatles. Das war mein Abilied und es passt auch ganz gut zu mir.
365. Welche kleinen Dinge kannst du geniessen?
Einen klaren, sonnigen Tag, Blumen am Wegesrand und einige Meter unter den Füßen.
366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Außer für die Kinder für nichts. Ich neige dazu, nachts zu schlafen und tagsüber meine Dinge zu tun.
367. Was würdest du gern an deinem Äusseren ändern?
Tatsächlich nichts. Ich habe mich angefreundet mit mir und bin ehrlich und wirklich zufrieden mit dem, was ich im Spiegel sehe. Alles ok.
368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
Dass ich immer versucht habe, für die Menschen, die ich liebe, da zu sein und ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden habe.
369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Ja. Ich habe etwas sehr Wunderliches an mir.
370. Was würdest du gerne einmal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?

In einem Heißluftballon fahren. Das ist sicher total schön.

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Nein. Es gibt Grenzen und zwar die Grenze des anderen. Manches behält man besser für sich.
372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Alphalama. Der kommt oft zu kurz hier.
373. Kannst du gut loslassen?
So mittel. An manchen Sachen knabbere ich noch Jahre später, anderes ist direkt wieder vergessen. Ich kann sehr nachtragend sein.
374. Wofür bist du dankbar?
Für mein Leben.
375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht gut kennst, wichtig für dich?
Sie sind nett und streicheln das Ego. So hier und da mag ich das schon, aber ich suche diese Situationen nicht bewusst.
376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Vor Krebsen und vor Seeschlangen.
377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Im Wochenbett war ich von vielem vollkommen verwirrt, ich denke, das liegt an den Hormonen. Normalerweise behalte ich gut den Überblick.
378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Coolpaks. Die brauchen wir auch nötig bei zwei Rabauken (Zwillingslamas) und zwei Pechvögeln (Alphalama und Minilama)
379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Sagen wir es mal so: meine YouTube Watchlist wird nicht zum Gesprächsthema gemacht und dann lautet die Antwort nein.
380. Wann hattest du die beste Zeit deines Leben?
Im dritten und vierten Semester. Das war 2006. Obwohl ich total viel lernen musste für mein Vordiplom, war das eine sehr bewegte Zeit. Im Studium war ich sehr engagiert, habe noch einen zweiten HiWijob ergattert, die guten Noten sind ins Haus getrudelt. Ich war in Amerika und in Irland, habe mir Gedanken darüber gemacht, wo ich ins Außenstudium hingehe (dass ich dann doch in der ältesten Stadt Deutschlands geblieben bin, ist ja was anderes), war viel in Deutschland unterwegs, auf einigen sehr ausgefallenen Parties zu Gast, habe einige Zeit in einem Verbindungshaus gewohnt, habe „richtige“ Studentenstädte kennengelernt und kam mir sehr häufig wie eine Prinzessin vor, die auf Händen getragen wird. Wenn ich diese Zeit isoliert betrachte, war das wirklich bombastisch. Danach wurde es erst ziemlich traurig, dann kurzzeitig wieder gut und dann gab es eine längere Phase, in der ich besser eine andere Beziehungsentscheidung getroffen hätte. Aber diese Monate waren mein Sommermärchen.