DIY-Spielideen für kleine Entdecker, die kaum was kosten

Minilama will die Welt entdecken und alles selbst machen. Diesen Impuls unterstütze ich sehr gern und suche mir dazu Unterstützung und Anregungen aus verschiedenen pädagogischen Bereichen.
Einige Ideen zur spielerischen Förderung habe ich ja hier und hier bereits vorgestellt.
Aktuell üben wir die Grundfarben und das Schütten bzw. Eingießen. Da Milch oder anderen Flüssigkeiten noch zu viel Chaos verursachen, sind wir einen Schritt zurückgegangen und schöpfen erstmal Holzkugeln mit dem Soßenlöffel in verschiedene Gefäße, Gläser, Flaschen usw. und gießen dann alles wieder zusammen – am besten in etwas mit einer kleinen Öffnung.
Die Erfolge in beiden Fertigkeiten sind beachtlich und wir sind erstaunt, wie friedfertig das sonst leicht aufbrausende Minilama sich an die Aufgaben begibt.

DSC_1388

DSC_1387

Außerdem wird die Feinmotorik geschult. Puzzles, auch für deutlich Ältere, löst das Kleine wie nichts und es hat Interesse an den handwerklichen Dingen, die es bei uns beobachtet. Schrauben, Bohren, kleine Dinge fixieren findet es spannend. Da wandert auch nichts in den Mund. Zum regelmäßigen Üben ist nun dieses Steckbrett entstanden, in das zwei verschiedene Größen von Holzdübeln hineingesteckt werden können. Damit es hält, am besten in die richtige Öffnung. Mit der passenden Aufbewahrungkiste dazu ein Lieblingsstück.DSC_1384

DSC_1382

Die liebsten Serien der Drei Kleinen Lamas: Serientipps deluxe

Alphalama und ich sind Serienfans. Schon seit unserer Kindheit. Duck Tales, He-Man, Mila Superstar – daran erinnere ich mich gerne zurück. Und an die Curiosity-Show, die kleine Maus Philipp, die Biene Maja und an viele, viele andere. An Heidi sowieso.
Serien begleiten uns nach wie vor, daher ist es super. dass viele schöne Serien von früher mittlerweile auf DVD erhältlich sind und man sich auf diese Weise die Sammlung vervollständigen kann. Abgesehen davon hat man mit Kind kaum Zeit für einen ganzen Film, eine Folge irgendwas kann mal vorm Schlafengehen immer noch ansehen.
Ganz prominent sind in unserem DVD-Schrank folgende Serien, die wir auch sehr auf DVD empfehlen kann.

Lamasus

  • Friends * Meine absolute Lieblingsserie. Kann man in jeder Lebenslage schauen. Die Charaktere sind liebenswürdig, die Story ist nicht zu unerwartet, schön für nebenher. Auch klasse für ein Quiz (Eine Szene zeigen und fragen, wie es weitergeht). Meine Sammlung besteht schon seit Studientagen, sie verlässt das Haus nicht, sie steht auf der Liste, was im Notfall zu retten ist, ziemlich weit oben. Hat mir und meinen Studienfreundinnen über manch schwere, stressige Zeit hinweggeholfen.
  • Die wilden 70er * Eine abolute Kultserie. Allein die Kostüme sind derart super, dass man die Serie allein aus Modegründen ansehen könnte. Meine aktuellen Lieblingsschuhe habe ich hier zum ersten Mal entdeckt und nach einer längeren Suche im Internet entdeckt: Adidas Gazelle, pink*. Bald kann ich sie wieder ausführen, da freue ich mich gleich doppelt auf den Frühling.
    Die Story ist natürlich auch sehenswert, das ging jetzt etwas unter. Schön ist z.B. die Folge, in der Eric zum ersten Mal Star Wars sieht und total begeistert davon ist – da habe ich gleich auch noch mal das Meisterwerk von George Lucas in den Player geworfen. Wahre Filmkunst, sage ich da nur!

Alphalama

  • Dr. House * Die Ironie und die abgefahrenen Charaktere, die medizinischen Hintergründe und die verwobenen Storyfäden reizen Alphalama. Lamasus kann hier nicht mitgucken und daher nicht so viel von der Serie berichten; Blut und mysteriöse Krankheiten machen es nervös. Alphalama schwört auf die Serie und empfiehlt sie zu 100 Prozent.
  • Futurama* Dieses Meisterwerk lieben alle drei Lamas. Futurama ist die einzige Serie, die ein nachts vor Zahnschmerzen das Haus zusammenbrüllendes Minilama ablenkt und wieder beruhigt. Die außerirdischen Figuren, ihre Witze und ihre Wesenart gefallen uns allen dreien gleichermaßen. Wer Freude an scharfsinnigen Kommentaren, irren Zukunftsvisionen, Politszenarien mit R. Nixon und eine kritischen Auseinandersetzung mit den USA der Gegenwart hat, sollte hier unbedingt reinschauen. Läuft leider fast nie in Deutschland, hier sollte man die Originalversion importieren.

Minilama

  • Heidi* Als Tierfan ist das kleine Lama sehr begeistert von den liebevoll gezeichneten Tieren, auch das hysterische Intro findet seine Zustimmung, besonders natürlich wenn die ganze Herde zuhause mitkreischt. Eine zeitlos schöne Kinderserie. Wir haben dazu auch das „Buch zu Film“. Mein altes ist verloren gegangen, gebraucht war es zum Glück noch zu haben, für 50 cent oder so. Schön, um das Gesehene nochmals in Ruhe anzusehen und zu benennen. Im Buch sind die gleichen Zeichnungen wie im Film.
  • Biene Maja* Ähnlich halte ich es bei der kleinen schlauen Biene, die ich allerdings nur im Original zeige. Ja, ich will meine Biene pummlig, denn Bienen sind nunmal so, das ist ihre Erscheinungsform in der Natur.
    So ein Unsinn mit der neuen dünnen Maja und angeblich veränderten Sehgewohnheiten der heutigen Menschen. Size Zero für Bienen. Und dann am besten noch in den „modernen“ Kinderläden skinny jeans kaufen und die Kinder daheim anschnauzen, die seien zu fett für die Kleider. Nee, nee. das mache ich mal lieber nicht.
    Und daher gibt es die 1975er Biene mit Karel Gotts Intro. Das finden wir alle derart schrill, dass es schon wieder schön ist. Zur alten Biene gibt es übrigens auch ausreichend Merchandise zu erwerben, zum Glück jedoch bezahlbar. Hier habe ich wieder ein Buch zum Film angeschafft, das beim Nacherzählen unterstützten kann.
    Minilama sieht nur wenig fern – für alle, die sich jetzt wundern – meist eine halbe Folge am Stück, wenn ich es sonst gar nicht zum Inhalieren motiviert bekomme. Inhalieren ist hier nicht optional und daher muss manchmal ein wenig getrickst werden. Der Tipp kommt witzigerweise vom Kinderarzt; ich wäre selbst tatsächlich nicht drauf gekommen. Aber es macht keinen Spaß mit dem Gerät dem lachenden Kind hinterherzuhechten und es bringt zudem auch nichts außer Stromverschwendung.

Das ist also unser erster Basicbeitrag zum Thema „gute Serien“. Viel Spaß damit. Ich habe noch ein paar unbekanntere Serien in der Hinterhand, die ich nach und nach gern vorstellen möchte. Als erste schwebt mir eine Serie vor, die derart gut ist, dass ich manche Lieder im Radio nicht mehr hören kann ohne gleich youtube zu bemühen – zu witzig sind manche Szenen dort und zu untrennbar mit der Musik verknüpft. Ihr könnt euch also schon drauf freuen!

 

 

* Das sind affiliate Links

Nähen für die Kinderküche: Selbstgenähte und gefütterte Tüten für Obst und Gemüse

In der letzten Woche war ich wieder fleißig. Minilama hat großes Interesse an Lebensmitteln und die Foto-Kärtchen allein reichen nicht immer aus.
Es trifft sich daher gut, dass eine liebe Kollegin ihren Speicher ausgemistet hat und dem Kleinen dieses wundervolle Puzzle aus den 70ern vermacht hat. Ich selbst bin ganz verknallt in die wundervollen Bilder und erstaunt wie schnell das kleine Lama das mit dem Puzzlen raus hatte – insbesondere weil ein gleichaltriger Freund noch 3 teilige Puzzles löst.

DSC_1463
Weil das Interesse auch am Haptischen erwacht ist, gibt es zwischendurch auch die Möglichkeit, einiges an echtem Obst und Gemüse anzufassen und beim Zubereiten zu helfen. Wir wollten immer einen Lernturm * bauen, aber das kleine Lama nimmt mittlerweile selbstständig seinen kleinen Stuhl und trägt ihn in die Küche zum Mithelfen. Das klappt auch erstaunlich sicher, bin schwer begeistert
Wenn es selbst hilft, verlagern wir die Arbeit ohnehin meist auf eine niedrigere Höhe, das klappt auch gut.

DSC_1464

Das freie Spiel mit Speisen erwacht auch und daher haben wir beim Möbelschweden Stoffessen angeschafft. Leider gibt es dort kein Obstkörbchen mehr zu kaufen – die beiden Läden in unserer Nähe haben schon länger keines mehr im Angebot. Daher muss ich für Obst selbst kreativ werden, aber dank Pinterest habe ich tolle Anleitungen für schönes Filzobst gefunden. Wer darauf auch Lust hat, kann gern bei meinen Boards stöbern. Filzplatten sind auch gar nicht so teuer wie befürchtet – daher konnte ich gleich noch etwas Webband mitnehmen im Bastelladen und bin trotzdem im Budget geblieben. Von diesen Sachen zeige ich in den kommenden Wochen die Ergebnisbilder, wenn ich zufrieden bin.
Letzte Woche ging es eher einfach zu. Ich wollte kleine Beutel für die Speisen nähen, die ich schon im Haus habe. Auf dem Markt wird das Gekaufte zumindest bei uns auch in Zeitung oder Papierbeuteln verpackt.
Außerdem schult das die Feinmotorik, das Essen in die kleinen Beutel reinschieben zu müssen – eine kleine Lernaufgabe nebenbei.

DSC_1435

Hier das fertige Ergebnis. Genäht mit Stoffresten und gefüttert ebenfalls mit Stoffresten. Ohne Anleitung, aber mit Hilfe von Alphalamas Vorstellungsvermögen (rechts auf rechts oder andersrum legen?), denn ich habe da oft Schwierigkeiten.

DSC_1436

Kleine Tüten sind es geworden und rechteckige Bonbontüten, kleine Füllhörner – wenn der Stoffrest eine doofe Form hatte.

DSC_1437

Ich bin top zufrieden mit dem Ergebnis und ab damit zum Creadienstag.

Glücksmomente 11/2015: Pläne schmieden und Frühjahrsputz nicht länger aus dem Weg gehen

Bei den drei kleinen Lamas ist im Moment sehr viel los. Wir sind in die erste leise Umbau- und Renovierungsphase gestartet. Die Fensterarbeiten konnten letzte Woche abgeschlossen werden und sehen super aus. Hier einmal in der Gesamtaufnahme – leider kann man durch die Lichtverhältnisse das Kieferholz nicht so gut sehen.DSC_1446

Daher hier in der Nahaufnahme.

DSC_1447

Hier seht ihr die Deckleisten. Die wurden extra noch für uns angefertigt, weil wir ja eine Wand aus dem Raum entfernen werden – damit wir nicht immer auf ein Stück unlackiertes Holz gucken müssen. Sie sind super geworden, bin ganz begeistert.

DSC_1448

 

Hier einmal die Aluseite zum Anschauen. Innen Holz, außen graues Alu, wunderschön – und ich werde niemals Hand an diese Fenster legen müssen, nicht streichen, nicht abhobeln, nichts. Das war den Mehrpreis alle Mal wert. Einmal richtig gemacht, nie wieder Ärger damit. Auch wenn das Renovieren dann etwas länger dauert. Aber ich habe keine Lust, am Anfang wieder zu beginnen, wenn ich fertig bin.DSC_1449

Der neue Rolladen in modernem grau ist auch eingesetzt, die anderen folgen dann im kommenden Jahr. Die Rolladenrenovierung ist nicht nur ein ästhetisches Thema, sondern auch eine sinnvolle Überlegung, wenn man sein Haus gut dämmen möchte – alte Rolläden wickeln oft so dick, dass man nicht mehr nachträglich dämmen kann. Das war bei uns in allen Zimmern der Fall. Daher müssen wir nächstes Jahr nochmal ran, damit nicht weiterhin die Rolladen eine Wärmebrücke bilden und wertvolle Wärme entweicht.
Letztes Jahr also Fenster und Haustüren im großen Stil, in den kommenden beiden Jahren Speicher und EG mit neuen Fenstern ausstatten lassen und im kommenden Jahr zusätzlich alle Rolläden austauschen lassen. Das ist der Plan.
Dieses Jahr, weils so schön ist, noch die neue Heizung – wir wollen den 6000 Liter Öltank loswerden. Außerdem habe ich keine Lust, Ölpreise zu vergleichen und das Ölauto zu bestellen. Dafür habe ich einfach zu viel anderes zu tun. Daher ab Herbst: Gas im Wohnturm – und ein Kellerraum mehr.
Die Kontaktaufnahme mit Handwerkern ist zeitraubend, anstrengend, manchmal zermürbend. Aber ich weiß ja, wofür ich es mache.
Neue Pläne wie neue Brüstungen wie die Balkone sind im Hinterkopf -aber eher auf dem 5-Jahresplan vermerkt.
Aktuell sind Innenrenovierungen angesagt: Am kommenden Wochenende werden 3 Zimmer gestrichen, eins davon zuerst neu tapeziert. Ich nutze Freiräume, um mich bei Pinterest zu inspirieren und neue  Ideen zu finden.
Wie die neue Garderobe von Minilama. Das Kleine soll sich selbstständig anziehen können – die Fähigkeiten sind da, der Platz im schmalen Flur fehlte.
Überall stand Kram herum, Möbel, Schuhschränkchen, Kommode, darüber Garderobenhaken und Hutablage. Ordentlich verstaut hatte ich die Sachen schon, doch warum ich die Gesellschaftspiele in der Sitzbank im Flur hatte, erschloss sich mir nicht mehr. Bis wir wieder das Mad-Spiel * oder Master Mind * spielen können, werden ja noch Jahre vergehen. Minilama zerlegt nach wie vor gern Spielkartons, verteilt alles auf dem Boden und guckt sich alles an. Daher sind die Spiele auch aus dem Wohnzimmer heraus in den Flur gewandert. Jetzt habe ich eingesehen, dass dafür im Moment kein Platz im Wohnbereich ist. Habe eben länger gebraucht.
Jetzt liegen die Sachen im Wintergarten, der demnächst ja umgebaut werden soll (wo die ganzen Sachen zwischenzeitlich hinkommen werden, steht auch noch in den Sternen) – aber wenigstens konnten wir dadurch an die Planung einer ordentlichen Garderobenecke gehen, deren Zweck nur dieses ist: Schuhe anziehen, Jacke und Mütze anziehen, Geldbeutel und sonstiges ablegen.
Wir haben erste Schritte im kleinen Umbau schon getan, Minilama ist schon begeistert und zieht sich vorbildlich selbst an.
Es fehlen noch ein Regalbrett und die ordnende Hand, die Tücher und Schals und Taschenlampen und sonstigen Mist wieder einsortiert oder ihnen das Hausrecht entzieht – das zweite werde ich dieses Mal durchziehen, wir haben zu viele Krimskramsschubladen im Haus, hier ein Imbus, da eine Rolle Tesa, dort ein paar Tempos, hier wiederum Ersatzteile vom Navi, Moseltaler aus der Apotheke (die hiesige Parallelwährung, sieht 50 cent Stücken zum Verwechseln ähnlich), alte Vorhängeschlösser aus Studientagen, Blasenpflaster und, und und.
Ich kann es nicht mehr sehen.
Daher habe ich letzte Woche mit viel Freude den ersten Schritt zu mehr Ordnung unternommen: Der Medizinschrank wurde komplett ausgeräumt, komplett ausgewaschen (da beim Räumen Hustensaft ausgelaufen war und infernalisch gestunken hat) und Abgelaufenes kam in die Apotheke. Der Dauer-Rekord: Hustenbalsam 2006 abgelaufen – und das trotz 3 Umzügen in den letzten 5 Jahren.
Jetzt ist wieder Platz im Schrank und ich bin echt glücklich, wenn ich dort vorbeigehe.
Ähnliches habe ich in der letzten Woche mit unseren Kleiderschränken gemacht (wobei da ja nichts abläuft, sich aber anhäuft), ausgeräumt, gewischt, alles, was kaputt, zu klein oder ungeliebt ist, aussortiert, den Rest wieder ordentlich rein. Wintersachen nach hinten, Frühlingssachen nach vorn.
Die alten Sachen, die uns nicht mehr gefallen, aber noch gut erhalten sind, biete ich mit der Zeit zum Verkauf an.
Ich merke immer wieder: Glücksmomente sind für mich oft keine „chilligen“ Momente, wie meine Schüler sagen würden. Ich bin glücklich, wenn ich mit den Händen etwas tun kann, meine Umgebung verändern, die Welt gestalten kann.
Sei es an der Nähmaschine, von der in Pausen wieder kleine Sächelchen für das kleine Lama gehüpft sind, sei es wenn es um den Frühjahrsputz deluxe geht – eben das Aufräumen in den verborgenen Schichten jener Schränke, die eigentlich noch gut schließen und deren man sich eigentlich nicht widmen braucht (augenscheinlich zumindest). Gerade diese Tätigkeiten lassen mich am Ende des Tages froh zurückblicken.
Ausgiebiges Schwimmen im Sonnenschein ja sowieso. Kochen für die Herde und neue Rezepte und Lesen mit dem kleinen Lama im Moment auch irgendwie.
Weitere Glücksmomente findet ihr hier

Was kommt heute in die Brotdose? Bentobox, Frischkornmüsli und andere Überlegungen

Minilama ist schon seit einiger Zeit im Kindergarten, daher stellt sich mir fast jeden Tag aufs Neue die Frage, welche nahrhaften, leckeren, appetitlichen, gesunden und preiswerten Leckereien ich dieses Mal in die Brotdose füllen soll.
Außerdem ist es nicht ganz so einfach, abzuschätzen, wie viel ein Kleinkind, das den ganzen Tag ausgelassen spielt und tobt, braucht, um ausreichend gesättigt zu sein, denn zuhause führe ich ja kein Buch über die Snacks und Kleinigkeiten, die das kleine Lama neben den Hauptmahlzeiten zu sich nimmt.
Vor allem ist es herausfordernd, abzuschätzen, wie viel Hunger Minilama nach dem Mittagessen noch hat. Liebt es das Mittagessen? Mag es es? Lehnt es es komplett ab? Manchmal reicht dann ein Stück Apfel – und manchmal ist nach dem Schlafen ein riesiges Loch im kleinen Bäuchlein. Da die Reaktion auf das Mittagessen absolut  nicht vorhersehbar ist und ich meistens bei dem ganzen Trubel morgens vergesse, auf den Speiseplan zu schauen, stehe ich zuhause öfters als einmal vor einem Rätsel.
Zudem berichten die Erzieherinnen von einem löwenmäßig hungrigen Minilama, das sich gern die Leckereien der anderen anguckt und wenn keiner guckt, auch mal gern was Feines mopst.
Dazu muss ich noch erwähnen, dass unser Kindergarten die Tradition des bunten Obst- und Gemüsetellers hat: jeden Montag geben wir Eltern Obst oder Gemüse mit, das roh verzehrbar ist und die Erzieherinnen richten daraus zum Frühstück und in kleinerer Form nachmittags nach dem Schläfchen einen großen Teller, an dem sich alle bedienen können.
Das nimmt uns Eltern das Schnippeln und Zerkleinern von kleinen Obst- und Gemüsemengen morgens ab, wobei mancher Rest vom Frühstück, der abends braun und unansehnlich wäre, trotzdem mit in die Box wandert.
Heute möchte ich einige Ideen vorstellen, wie man die Brotdose(n) lecker und sättigend füllen kann, ohne eine extra Einkaufstour machen zu müssen oder eine halbe Stunde früher aufstehen zu müssen. Wir nehmen übrigens alle drei Brotdosen mit zur Arbeit/Kindergarten – und die Großen haben auch ihr Mittagessen in einer Dose dabei, welches dann mittags in der Büroküche erwärmt wird. Meistens ist das das Essen vom Vortrag – in entsprechender Menge zubereitet oder eine eingefrorene Leckerei von vorletzter Woche. Wir haben keine keine Möglichkeit an unseren Arbeitsstellen zeitnah an ordentliches und bezahlbares Essen heranzukommen, daher hat sich das schon seit mehreren Jahren eingestellt.
Zunächst braucht es dazu ausreichendes und passendes  Equipment  – früher hatten wir Plastikdosen und Hülle und Fülle. Die sind aber schon seit unserem Umzug in den Wohnturm nicht mehr Teil unseres Lebens. Natürlich haben wir sie nicht entsorgt, sondern verkauft und gespendet. Vielen macht das Plastik ja nichts aus.
Vom Erlös haben wir für jeden Pausengeschirr aus Edelstahl gekauft – und zwar: für jeden einen großen runden Behälter  einen kleinen runden* Behälter und für jeden eine Brotdose. Daneben gibt es noch eine extra große Brotdose *- für den Fall, dass Kuchen oder Pizza transportiert werden sollen. Die Brotdosen gibt es auch mit Unterteilungen*, je nachdem, was man braucht. Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir meistens Brotscheiben transportieren, die einfach zu groß für eine der Kammern sind.

DSC_1404

DSC_1405

Außerdem sind bei uns viele Schraubgläser im Gebrauch – um Eingefrorenes zu transportieren oder auch um Kekse oder Joghurt mitzunehmen. Plastikbehälter brauchen wir tatsächlich keine mehr.

DSC_1406

Jetzt kommt natürlich die alles entscheidende Frage: Was kommt rein in die tollen Dosen, damit das Kind satt wird?
Die Grundzutaten bei Minilamas Kindergartenessen sind seit einigen Monaten konstant 2.5 Scheiben Brot, zwei davon mit Frischkäse und Käse belegt (wahlweise auch dünn mit Obstmus bestrichen) und die halbe wird mit Butter und Streichwurst bestrichen oder auch mit Käse belegt, je nachdem, was der Kühlschrank hergibt bzw., je nachdem, wer die Brote macht. (Da ich ja seit Minilamas Geburt kein Fleisch mehr esse, hantiere ich morgens auch nicht auf nüchternen Magen mit Streichwurst herum.) Alles zusammengeklappt und gut gestapelt ist die Brotdose schon halb voll. Dazu gibt es leckere Hefeteilchen. Ich schreibe das bewusst so allgemein, weil das eine super Vorratsidee ist.
Da wir unser Brot ja selbst machen, ist alle 2 Wochen der Ofen ohnehin an. Ich nutze diese Backtage, um noch eine Pizza dazu zu schieben (zum Mittagessen), um noch rasch Muffins, Kekse, Knäckebrot oder einen Hefezopf zu backen. Dank unserer neuen riesigen Gefriertruhe kann ich gut bevorraten.

DSC_1411

DSC_1412
Und aus dieser breiten Auswahl entnehme ich abends zwei Teile, die zu den Broten in die Dose kommen.
Im Moment sind das meistens kleine Rosinenschnecken aus Hefeteig. Die sind schnell geflochten und sehen auch nach dem Auftauen noch aus wie neu. Da ich ja selbst die Kontrolle über den Zuckerlöffel habe, sind sie auch eher neutral – wenn möglich soll es ja für das kleine Lama nicht allzu süß sein. Zumal es ja ein Mal in der Woche Eis zum Nachtisch in der Einrichtung gibt… Montags gibt es auch oft einen Rest vom Sonntagskuchen, Streusel oder Kirschkuchen.
Manchmal schneide ich noch ein halbes Wiener Würstchen dazu (ganz kleine Stücke, damit das kleine Lama sich nicht verschluckt, das passiert bei Würstchen ja mal gern) oder lege ein Stückchen Schokolade (in verschiedenster Form) dabei. Finde ich grundsätzlich doof, aber da ist der Druck der Gruppe in meinem Nacken. Da ich nicht will, dass Minilama noch mal ein Kind beißt, weil es dessen Schokobrötchen haben will, behelfe ich mir so weiter.
Minilama nimmt im Moment zusätzlich zwei kleine Edelstahldosen mit. In eine kommt im Moment Naturjoghurt mit 2 Löffeln Obstmus (da versuche ich Abwechslung rein zu bringen: Erdbeere, Himbeere, Brombeere, Johannnisbeere, Pflaume und Mirabelle – eben was der Garten letztes Jahr hergab), in die andere kommen verschiedene Sachen: wenn wir Pudding hatten, kommt der Rest dazu, manchmal eine halbe Banane, ein paar Haferflockenkekse (je nachdem, welcher Effekt bei der Verdauung erzielt werden soll), ein rasches Rosinen-Haferflocken-Kokos-Müsli mit Milch mische ich manchmal auch dazu, je nachdem, was das kleine Lama an Gelüsten äußert.
Aktuell haben wir einen Apfelüberfluss. Meine Eltern haben uns zu Weihnachten 50 Kilo Äpfel aus dem Schwarzwald geschenkt, die in ihrem und unserem Keller gelagert werden. Allerdings will unser Keller nicht ganz so mitspielen und viele sind schon schrumplig – also zwar noch lecker, aber nicht mehr ansehnlich genug, um herzhaft reinzubeißen.

DSC_1399

In den letzte Wochen gab es immer wieder mal selbstgekochtes Apfelmark (will heißen: Bioäpfel ohne Zusatzstoffe eingekocht). Aber die Menge ist derart groß, dass ich eine Großaktion starten muss. Meine Mutter hat schon 30 Kilo gekocht und eingefroren. Ich werde direkt in einem Schritt einkochen mithilfe des Einkochautomaten, denn Gläser sind genug da und die Truhe fasst diese Menge sicher nicht mehr. Daher ist auch für die Füllung der zweiten Dose im Moment eine gute Varianz gesichert und Minilama liebt Apfelmark.

DSC_1407

DSC_1408

DSC_1409

DSC_1410

4 Kilo Apfelmark fertig.