Just for me Moments – Beim Schreiben die Gedanken sortieren

Ich mache diese Woche wieder mit bei den Just for Me Moments von Mamamiez. Weil ich die Idee gut finde. Und weil es viel damit zu tun hat, warum ich mich fürs Bloggen entschieden habe.
Ich lese ja seit der Schwangerschaft viele Blogs, ganz querbeet. Hier einen Mamablog, da den einen oder anderen Fachblog (in meinem Feld gibt es einige richtig gute davon) , Blogs von tollen Menschen, die wie ich was für die Umwelt machen wollen, schöne Erziehungsblogs, Reise- und Bilderblogs, Kreativblogs usw.
Ich hab da viel Freude dran – und irgendwann dann gemerkt, dass mir das nicht reicht. Meine Kommentare sind immer länger geworden, meine Meinung war oft anders und ich wollte auch meinen „Senf“ dazu geben. Die Idee war also geboren. Es hat aber noch ein gutes Jahr bis zur Umsetzung gedauert. Alphalalma und ich haben immer wieder rumgesponnen, wie unser Blog aussehen würde – das Bier- und Gott-und die Welt Blog eben.
Und ganz spontan mitten im Stress der Vorferienzeit, die bei mir immer einen Höhepunkt an Überstundenwochen darstellt, habe ich gesagt: Jetzt hätte ich gern das Blog.
Und Alphalama hat sich ans Backend gesetzt. Erwartungsgemäß bin ich im Moment überwiegend fürs Frontend zuständig, obwohl Alphalama auch einiges auf der Schreibeliste hat. Aber erstmal das Backend, denn die drei kleinen Lamas wollen ja auch ansehnlich sein. Und ich finde, es macht sich wirklich unser kleines Zuhause im Internet.
In der letzten Woche hat sich viel getan hier: Gestern gab es die ersten Fotos für die ich mir richtig Bearbeitungszeit genommen habe. Ich habe angefangen, etwas über eines meiner Lieblingsprojekte zu berichten, das mir sehr am Herzen liegt. Das kann man hier  und da nachlesen und es gab den ersten Rezepttip von mir.
Viele schöne Momente, in denen es mir gelungen ist, meine Gedanken zu sortieren und das, was mir wirklich am Herzen liegt in Wort und Bild zu bringen. Eine gute Woche!
Weitere gute Wochenberichte gibt hier.

Was Leckeres für zwischendurch und (fast) plastikfrei gekocht

Dieses Wochenende war sehr abwechslungsreich. Wir haben viel gemacht, viel geschafft und viel Freude gehabt. Es war aber auch sehr anstrengend und arbeitsam. Wir haben gestern im Obstgarten meiner Eltern knapp 10 Kilo Obst geerntet und haltbar gemacht. Damit das liebe Minilama auch weiterhin sein Bioobst naschen kann.
Und das macht es auch mit Freuden: Heute wurde ein leckerer Kinderapfel weggenascht – frisch vom Baum. Wir haben beim spazieren gehen drei Mundraub Bäume entdeckt – voller Äpfel und Birnen.

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Da konnten wir nicht widerstehen – trotz der Massen, die wir gestern verarbeitet haben. Bilder und Tips rund um das Thema Haltbar machen folgen noch. ** Ich arbeite mich da gerade etwas intensiver rein, denn ich will regional und saisonal kochen und so viel wie möglich aus unseren Gartenerzeugnissen machen –  und will ja auch im Winter was davon auf den Tisch bringen können. Das braucht alles ein bißchen Überlegung und kluge Planung.
So lecker hat es gestern in meinem 10 Liter Topf gebrodelt. Vielleicht nehme ich nächstes Mal den Brautopf vom Alphalama, da gehen 36 Liter rein.

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Wir haben, wie jeden Sonntag Mehl gemahlen und Brot gebacken. Davon muss ich echt mal mehr berichten, denn es ist so einfach und schön sein eigenes Brot zu machen. Und mit ein bißchen Übung schmeckt es auch wie vom Bäcker. Ich werde in einem künftigen Post unsere Kniffe und unser Equipment vorstellen.**

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Heute mittag musste es schnell gehen. Frisch aus dem Schwimmbad waren wir alle sehr hungrig. Ich habe ein neues Rezept versucht. Gestern habe ich neben dem ganzen Obst (wovon tatsächlich zwei Drittel noch zuhause in der Truhe auf die Weiterverarbeitung im Winter warten) ein bisschen Mangold mitgenommen. Mangold ist mir noch ein wenig fremd. Wir bauen ihn in diesem Jahr zum ersten Mal an, glaube ich,  und er wächst wie Schaum. Im Eifer des Gefechts habe ich gestern auch erstmal das Gestrüpp von den Rote Beete für Mangold gehalten und fröhlich geerntet. Das kann man aber leider nicht essen. so das Internet. Ich hoffe, ich habe den kleinen Rote Beete jetzt nicht die Lebensgrundlage genommen. Weiß da jemand was drüber? Können die auch ohne Grüns oben noch dick und rund werden?
Ich wusste nicht so recht, was ich mit dem Mangold anstellen sollte. Da bin ich auf ein interessantes Rezept für Mangoldpesto gestoßen. Das Pesto gab es dann heute auch, abgewandelt. Ich halte mich fast nie an Rezepte, nur so grob. Daher sind auch Keimlinge dabei. Mungbohnenkeimlinge haben wir fast immer auf dem Fensterbrett. So hat man immer was Frisches zuhause. Und es schmeckt zumindest dem Minilama immer und mir meistens sehr gut. Das ist ein Tip aus meinem liebsten Kochbuch *, so einem Uraltschinken aus den ersten Tagen der Ökoernährung. Ich finde es sehr inspirierend und würde es nie, nie aus dem Haus geben. Das gehört einfach in den Wohnturm.
Die gab es dann noch dazu – und Vollkornpenne. Fast plastikfrei gekocht und sehr lecker. Gibts jetzt öfter – der ganze Mangold muss ja irgendwo hin.

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* Die Links, die ihr hier seht, sind Amazon Affiliate Links
** Die Liste ist angelegt und wird ab jetzt fleißig befüllt.

Plastik Planet – mit mir nicht mehr! Plastikfrei die Zweite

Gestern habe ich ja begonnen, darüber zu berichten, wie wir dazu kamen, unseren (Plastik)Konsum kritisch zu hinterfragen. Heute möchte ich gern ein bißchen weitererzählen und euch auch einen Einblick in unsere plastikfreien Errungenschaften geben. Es sind tatsächlich Errungenschaften- und hinter jeder stehen manchmal wochenlange Recherchen und Abwägen und Überlegen.
Aber eins nach dem anderen.
Angefangen hat ja alles, wie schon erzählt, mit unserem Umzug. Allein aus praktischen Überlegungen habe ich begonnen alles einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Und nebenher habe ich mich mit dem Thema plastikfrei beschäftigt. Vielleicht gibt es ja noch jemanden, der den Film Plastik Planet * noch nicht gesehen hat. Der hat mir ziemlich die Augen geöffnet. Natürlich habe ich auch kritische Anfragen an den Film und die Umsetzung. Aber ich habe doch Grundsätzliches darin gesehen und gehört, was mich ans Denken gebracht hat.
Beispielsweise die Aussage der älteren Dame darüber, wie Tupperware erst so hübsch durchsichtig ist und sich dann eintrübt. Das habe ich immer noch im Ohr… Daher hab ich heute auch keine Plastikrührschüssel mehr an der Küchenmaschine (die übrigens mein größter, größter Schatz ist und brav und lieb unser Getreide mahlt und unser Sauerteigbrot knetet. Mehr dazu in einem Extrapost**)
Aus der ursprünglichen Idee, die Küchenausstattung etwas zu reduzieren, um mehr Platz und Übersicht zu haben, war schon die Idee geboren, das überschüssige Zeug über Kleinanzeigen zu versilbern. Wir hatten ja gerade den Wohnturm gekauft und konnten ein bißchen Kleingeld nebenher schon gut brauchen. Ich hatte das nach der Schwangerschaft auch mit meinen Kleidern, die nie getragen wurden, gemacht und ein kleines, feines Sümmchen zusammengebracht.
Und eben daraus ist dann nach dem Filmschauen und einer intensiven Internetrecherche schnell der Wunsch entstanden, auch das Plastik, das dann noch übrig bleiben würde, gar nicht mehr zu benutzen. An diesem Punkt bin ich in gewisser Weise heute noch. Das Umstellen eines kompletten Haushaltes ist nicht so leicht. Wir waren ja komplett eingerichtet – und ich habe leider auf Masse gesetzt und nicht so sehr auf Qualität. Ich wollte beispielsweise viele Schneidebrettchen haben und in die Spülmaschine legen – und daher hatte ich vier aus Plastik, die waren ja billiger…
Heute stelle ich euch nur unsere ersten Anschaffungen und Veränderungen vor, es soll ja spannend bleiben. Wir haben als erstes damit aufgehört, Sprudel in PET-Flaschen zu kaufen. Das hat mich direkt total entlastet. Ich war immer so gestresst am Leergutautomaten und habe mich krumm geschleppt mit den Sixpacks.
Witzigerweise hatte meine Hebamme in der Woche, als ich beim Wasserwerk das OK fürs Kranenberger-Trinken eingeholt habe, ein Shirt an, auf dem sinngemäß stand „Trinke Leitungswasser und vermeide PET-Flaschen“. Alles in coolem Englisch natürlich – aber da ich nicht so auf Anglizismen stehe, seht ihr hier meine freie Ausdeutung dazu.
Soweit so gut: Unser Wasser ist gut trinkbar und ich hab es einfach mal versucht. Wasserkran auf, rein in Glas.
Wunderbarer Geschmack und da ich in der Schwangerschaft ohnehin auf immer stilleres  Wasser umgestiegen war, hat mir auch keine Kohlensäure gefehlt. Das ist immernoch so.
Für unterwegs habe ich dann eine plastikfreie Flasche gesucht. Zum Glück hatte Alphalama bei einem seiner vielen Podcasts einen Tipp gehört: Eine schöne Edelstahlflasche mit Edelstahldeckel, vielen bekannt als Klean Kanteen Flasche. Allerdings ist meine von der Hausmarke Kivanta.
Ich habe dann mein Kleidergeld zusammengenommen (echt wahr) und eine bestellt zum Probieren. Was soll ich sagen: Wir haben mittlerweile drei davon, zwei  für die Großen und eine kleine mit knapp einem halben Liter Fassungsvermögen fürs Minilama. Als Minilama noch ein richtiges Flaschenkind war, habe ich ihm, begeistert wie ich war, sein eigenes kleines Edelstahlfläschchen bestellt.
Ja das gibt es wirklich und ist eine echte Alternative zu den Glasfläschchen, die meine Eltern noch in Gebrauch hatten. Für mein wildes kleines Lama kam Glas leider nicht in Frage und daher war ich so unsagbar glücklich als ich die Edelstahlflaschen entdeckt habe. Heute trinkt das Kleine ja schon bei den Großen mit und braucht keine Extraflasche mehr. Dann ist auch der Rucksack für Alphalama leichter.
So – Das war unser erster konkreter Schritt hin zur Plastikfreiheit. Demnächst mehr. Mal sehen, vielleicht gibts dann auch ein paar Fotos zu bestaunen.

* Die Links, die ihr hier seht, sind Amazon Affiliate Links
** So langsam muss ich mir mal eine Liste anlegen – ich will ja meine Versprechen auch halten.

Ein Leben ohne Plastik – Unser Weg dahin

Als wir diesen Blog angedacht haben, war mir schnell klar, dass ein Thema dort Raum braucht: Die Vermeidung von Plastik aller Art in meinem Leben.
Es gibt ja viele Menschen, die weniger Plastik wollen und auf der Suche sind nach plastikfreien Flaschen und so weiter. Die Zugänge sind ganz individuell. Ich möchte heute berichten, wie wir dazu kamen.
Kurz vor dem Umzug in den Wohnturm habe ich mir ernsthaft Gedanken über unseren Besitzstand gemacht. Spätestens am Umzugstag wird es ja offenbar: 15 Umzugskisten vom Minilama, bestimmt 20 Bücherkisten von mir, viel Technik vom Alphalama, unzählige Kleiderkisten – und noch mehr Küchenkisten.
Und da der Transport mit dem Unternehmen ja teurer wird, je mehr Kubikmeter man umzieht, bin ich in der Vorbereitungszeit nochmal in mich gegangen: Brauchen wir das alles? Benutzen wir das überhaupt?
Wir sind im Oktober in den Wohnturm gezogen. Über den chaotischen Umzugstag berichte ich vielleicht irgendwann nochmal.
Das Minilama war da noch ein kleines Baby. Es war sehr anstrengend und laut, eigenwillig und fordernd. Da Alphalama und ich in Sachen Umzug und Wohnturm klare und unseren Stärken entsprechende Absprachen hatten, war klar, dass ich mich um das Einpacken der Sachen kümmere.
Und ich habe schon im Juni angefangen Dinge in Umzugskisten zu packen, die wir nicht jeden Tag im Gebrauch haben. Das Raclette zum Beispiel, den Blasebalg, Erstausstattung und Umstandssachen. Das ging gut und ich habe Freude dran bekommen. Daher gings dann an die Küche. Unsere Küche war voll, voll, voll. Ich war ständig auf der Suche nach neuem Stauraum. Ich dachte, dass ich eine oder zwei Kisten schon rausnehmen könnte. Plastikschüsselchen und so was.
Es wurden knapp 10 Kisten.
Die Küche war noch immer gut gefüllt und dem Alphalama ist es nicht direkt aufgefallen, das was fehlt.
Das meiste haben wir im Wohnturm gar nicht mehr ausgepackt. Heute haben wir einen Schrank weniger als vorher und unsere Schränke sind (außer der Vorratsschrank) nur locker gefüllt.
Parallel zu diesen Beobachtungen habe ich begonnen, mich mit dem Thema Kunststoff zu beschäftigen. Als nicht stillende Mutter kam ich nahezu unmittelbar auf das Thema BPA. Eines Abends fragte ich das Alphalama „Meinst du, in den PET-Flaschen sind auch Weichmacher oder sowas enthalten?“

Just in diesem Moment habe ich mich gefragt: Wie naiv bist du eigentlich? Und so ist es losgegangen.

Unter der Rubrik Projekt Plastikfrei findet ihr in Zukunft weiteres zu diesem Thema.

Just for me moments – Eintauchen ins kühle Nass

Die liebe Mamamiez hat eine super Aktion gestartet: Sie stellt einmal in der Woche jene Momente vor, in denen sie sich eine kleine Auszeit aus dem Alltag genommen hat und sich trotz Mutterpflichten und vieler Alltagsaufgaben einige entspannende Momente gegönnt hat.
Ein sehr gutes Vorbild für alle von uns wie ich finde. Die Aktion gefällt mir sehr gut und daher habe ich beschlossen mitzumachen: Von Aufgaben und Herausforderungen könnte ich ganz viel berichten, vom Stress der letzten Schultage und von Ferienvorbereitungen, von Kontakten mit Handwerkern und Ämtern.
Aber gab es auch etwas Entspannendes, Entschleunigendes?
Ja, zum Glück. Neben einem schönen Grillfest am Wochenende in der alten Heimat, das mich regelrecht tiefenentspannt hat, habe ich mir in der letzten Woche tatsächlich diese „Just for Me Moments“ gegönnt: Es gibt für mich ja keinen schöneren Ort als das Schwimmbad. Dieses schöne Blau des Wassers, die Kühle, die Ruhe, wenn man morgens als allererstes in den noch unberührten Spiegel springt.
Seit Jahren besitze ich schon eine Jahreskarte – und wenn es ganz dick kommt, mache ich mir eine Stunde frei – und fahre ins Schwimmbad.
Letzte Woche war das am Montag, am Mittwoch, am Freitag und am Sonntag. Eine kleine Stunde im Wasser aalen, plantschen, tauchen und bewegen. Herrlich!
Da macht der Alltag doch gleich doppelt Spaß.
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