1000 Fragen an mich selbst – #29

Seit ich bei bei Frau Frische Brise die Reihe „1000 Fragen an mich selbst“gesehen habe, überlege ich, ob ich nicht mitmachen soll. Und ja, ich habe Lust. Daher steige ich jetzt etwas verspätet ein. Wer sich für die Hintergründe usw. interessiert, hier entlang.
561. Bedauerst du etwas?
Dass ich mich oft zu klein mache.
562. Welchen Zeichentrickfilm magst du am liebsten?
Duck Tales
563. Was würdest du deinem Kind gern fürs Leben mitgeben?
Wurzeln und Flügel
564. Welches Buch hast du in letzter Zeit mit einem tiefen Seufzer zugeklappt?
PS Ich liebe dich
565. Würdest du gern wieder in einer Zeit ohne Internet leben?
Nein. Das war keine schöne Zeit.
566. Wann hast du zuletzt ein Bild ausgemalt?
Letzte Woche mit den Kindern.
567. Wer war deine Jugendliebe?
Wir hier nicht verraten :)
568. Für wen hast du zuletzt Luftballons aufgeblasen?
Für Minilama
569. Wie würden andere Personen deine Wohnung beschreiben?
Familienwohnung
570. Mit wem stöberst du am liebsten in Erinnerungen?
Mit mir selbst
571. Wie viele Stunden am Tag verbringst du vor dem Computer?
1-2
572. Verschweigst du deinem Partner manchmal Sachen, die du gekauft hast?
Nein. Ich hätte aber auch nichts zu beichten, denn ich bezahle meine Dinge von meinem eigenen Geld.
573. Wen oder was benutzt du als Ausrede, um etwas nicht machen zu müssen?
Die Kinder, auch wenn die super lieb sind
574. Gehst du gern ins Kino?
Ja, sehr gerne.
575. Wie grosszügig bist du?
So mittel. Von nichts kommt aber auch nichts.
576. Was versucht du zu vermeiden, weil du Angst hast?
Ich versuche mich meinen Ängsten immer zu stellen.
577. Was ist deine neueste harmlose Leidenschaft?
Den Spiegel lesen
578. Was würdest du auf dem roten Teppich tragen?
Ein maßgeschneidertes Abendkleid.
579. Wie geht es dir wirklich?
Das halte ich zwischen meinem Gott und mir.
580. Worauf hast du zuletzt schweren Herzens mit Nein geantwortet?
Auf die Frage, ob meine Promotion fertig ist.

Frohe Weihnachten

Wir wünschen allen Bloglesern fröhliche Weihnachten und gesegnete Festtage.
Habt es so schön und gemütlich wie wir.

 


   

 

 

 Vier Kerzen im Advent

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte:
Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte:
Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinnmehr, dass ich brenne.“
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort.
„Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und es fing an zu weinen.

Doch da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte:
„Hab keine Angst, den ich heiße Hoffnung. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden!“

Voller Freude nahm das Kind von der Kerze „Hoffnung“ und zündete die anderen Kerzen wieder an.

Alltagsästhetik: Einfach nur schön (auch wenn manche mich für irre halten werden)

Alltägliches kann erstaunlich schön sein, wenn man es aus einem anderen, einem unerwarteten Blickwinkel betrachtet. Die Schönheit des Alltags möchte ich in der Reihe „Alltagsästhetik“ einfangen.
Ein Bild, ein paar Sätze, flüchtig wie der Augenblick.

Ja, ich weiß. Schön ist anders. Aber ich kann nicht umhin diesen Anblick verzückt zu genießen. Seit wir hier leben, machten die Rohre in dieser nun aufgestemmten Wand Probleme. Und das gern, wenn anders dran war. Wie Alphalama im Krankenhaus und Schneetreiben in Flussnähe.
Und dass ich meine Spülmaschine sehr, sehr liebe – ein bisschen weniger als meine Waschmaschine schon, aber dann kommt sie auch schon fast – ist mit 5 Leuten klar. Eigentlich bin ich eher Asketin des Lebens, brauche nichts, will nichts – aber ich will dreckiges Geschirr in eine Maschine stopfen und zwar ungeordnet und nicht vorgespült und dann will ich ein Knöpfchen drücken und weggehen, um was anderes zu machen. Unter meinem nicht sehr hausfraulichen Regiment  kommen auch Töpfe (keine Pfannen) und Pfannenwender in die Spülmaschine, auch Weingläser und so alles, wovon uns gute Hausfrauen dringend abraten. Und ich bin sowas von glücklich dabei.
Seit einiger Zeit hat das Rohr wieder Probleme gemacht, das Wasser stand teils in der unteren Küche, stank, verschmutzte das Becken. Und irgendwann ging es nicht mehr weiter. Ich habe Handwerker bestellt und die haben meine schlimmste Befürchtung Schritt für Schritt bestätigt: Das Rohr ist absolut dicht, das Rohr ist schon beim Hausbau fehlerhaft eingebaut worden, es ist ein Wunder, dass so lange was durch ging und kein noch größerer Wasserschaden entstanden ist. (Und das Beste ist: mein Spülverhalten hat, und das sollte man sich gut klar machen: absolut keinen Einfluss auf den Schaden!)
Es muss gestemmt werden und wahrscheinlich so weit wie das Rohr geht (also vom Keller bis in die 1. Etage).
Wir haben geräumt, Chaos gemacht, Chaos erduldet, Staub (noch immer) im ganzen Haus, wochenlang mit der Hand gespült. Ich war wirklich fertig mit den Nerven und habe gemerkt, dass dieses Neue „on top“ zu neuer (und so viel besserer) Stelle, drei Kindern, Schwangerschaft und dem Alltagsgedöns das Maß voll macht.
An irgendwas muss sich das ja entzünden.
Daher habe ich entschieden, dass dieses Rohr zum letzten Mal auf meinen Nerven rumtrampelt und ich wissen will, dass dies kein Thema mehr in meinem Altbau ist. So wie die Heizung oder die Haustüren. Wir haben es einfach komplett erneuern lassen. Fliesenspiegel hin oder her, Bauschutt und sontwas auch egal. Und hoffen, dass die Versicherung was zuschießt. Aber es geht auch ohne. Wir sind ja verantwortungsvolle Erwachsene und haben immer ein Püfferchen für Notfälle. Wobei das hier jetzt bitte der letzte Notfall für dies nächste Zeit war, denn wir wollen im kommenden Jahr sehr gern mit nur einem Auto ins Schwimmbad oder in den Wald fahren und dieses sollte nach Möglichkeit keines aus der Kategorie „für Bastler“ aus dem Jahr 1998 sein.
Und nun zum schönen Part: Die Leitung ist fertig, es fließt Wasser, unten kommt alles im Abwasser an, die Spülmaschine spült, ich kann Teewasser in der Küche holen, habe wieder die Mülleimer hier. Noch ist alles nicht an seinem Platz, aber das habe ich nach 2 vollen und einer halben Schwangerschaft kapiert: Das muss es auch nicht. Da soll doch 3 Wochen ein Regal vor meinem Regal stehen (so gewesen 8/17 in meinem alten Büro) oder 4 Wochen ein Umzugskarton voller Papiermüll im Büro stehen, unverrückbar doof vor der zweiten Tür (so im neuen Büro 10-11/17), sehr viel saubere Wäsche im ungeputzten alten Babyzimmer auf dem Lattenrost (verstaubt natürlich) liegen oder Kügelchen aus dem neuen Stillkissen (ich bin einfach ein hoffnungsvoller Mensch) unser neues Schlafzimmer verschönern (ja, wir haben zwischenzeitlich auch eine größere Zimmertauschaktion vorgenommen, online und im Nachbardorf  Möbel gekauft, sind im Haus größer umgezogen. Alles die Arbeit von Alphalama vor oder nach dem Spülen von Unmengen versifften Geschirr) – ich kann das mittlerweile mehr als gut sein lassen. Und mich mit einem Biojoghurt mit einem halben Bioapfel drinnen (hätte ich mir früher auch nie gegönnt, kaufe ich heute selbstverständlich. Wozu gehe ich denn arbeiten? Rabenmutter zu sein muss sich doch auch mal auszahlen – und zwar für uns alle) auf die Couch legen, auf die linke Seite wälzen und Yonderland oder sonst was Nettes genießen. Das hoch dosierte Magnesium immer in der Tasche natürlich, Prinzipien müssen trotz allem sein.
Ich bin so froh wie die Zwillinge seit jeder seinen Duplobagger hat und ihn jede Nacht mit ins Bett nehmen kann (nicht mehr abwechselnd) oder Minilama seit es ein Ninjagoheft mit seltenem Ninja dabei sein eigen nennen kann – und es die Zwillinge nicht länger in seinem Zimmer besuchen und alles auseinandernehmen, sondern es nun das gleiche im Zwillingszimmer (früher ausladend großen Elternschlafzimmer, nun bombiges Kinderzimmer) besuchen kann und mal ordentlich loslegen kann mit Unordnung ohne Konsequenzen.
Schön, schön, dieses neue Rohr. Und so teuer war der Spaß auch gar nicht. Nicht billig zwar, nichts, was ich regelmäßig tun will, aber ich habe das Doppelte befürchtet. Von daher: Alle Daumen sind oben und ich genieße das Surren meiner Spülmaschine während ich leckere Actyfrykartoffeln aufgabele.
Minilamas Schuh, sozusagen das pars pro toto für meine Aufgabe gegen die Welt und ihre Anforderungen an mich,  wird auch morgen geflickt. Meine Mama hat das altertümliche Nähset aus 2 dicken Nadeln gefunden und meine Oma ihr Wissen weitergegeben und Kordel bereitgelegt. Wir machen das auf die klassische Art. Die wo hinterher alles besser als als vorher. Die mag ich. Morgen wird also dieses Loch im Pololo Geschichte sein.

Weihnachtsfest, du Konsumfest – oder doch nicht?

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Wir haben so viel Spielzeug. Zu viel für meine Begriffe, denn ich brauche deutlich länger Zeit das Ganze aufzuräumen als ich gewillt bin zu investieren. Und dabei haben wir vergleichsweise noch wenig. Verwandte und Bekannte halten sich mehr als zurück mit dem Zuwerfen mit Konsumgütern. Fragen, was die Kinder brauchen, schenken gerne DM Gutscheine oder Geld fürs Führerschein (oder Auslandsjahr)Konto, oder bringen was mit, das sich verbraucht. Aufkleber für Minilama beispielsweise. Oder sie schenken Bücher und Hörbücher – von denen man meiner Meinung nach nie geng haben kann. Da macht meine Konsumkritik eine Ausnahme.
Wir haben überwiegend ausgesuchtes und besonderes Spielzeug, wie man auf den Schnappschüssen erkennt. Nik oder Grimms und Haba Spiele, Holzsachen allgemein (außer dem Bobby Car, welches ökotest Sehr gut ist) auch keinen Plastikmüll im Kinderzimmer bzw. Wohnzimmer. Und die Babies haben kaum was extra bekommen. Und trotzdem: Die Schränke sind voll, die Spielzeugkisten auch. Wir haben letztens sogar eine neue gekauft.

Die Kinder haben ein unterschiedliches Spielverhalten. Minilama hat lange Zeit nur sehr wenig gespielt, sondern zu 80 Prozent Bücher geguckt und zu 20 Prozent gebastelt mit Scheren, Kleber, Stiften und gepuzzelt.  Klassisches Spielzeug rührt es zuhause wenig an. Ich denke es liegt daran, dass es in der Kita die tollsten Sachen zur Verfügung hat und daher wenig Bedarf hat.
Die Babies sind von Anfang an sehr am Spielen interessiert. Sie spielen schon jetzt mit Küchenzubehör, mit Lego, mit Autos, Kuscheltieren, Motorikspielen. Minilama habe ich dazu als kleineres Kind viel angeleitet, die Babies nehmen sich selbst, was ihnen zusagt und spielen und lernen damit.
Besuchen wir andere Kinder, erkundet besonders Minilama deren Zimmer sehr genau. Es steht auf alles, was Geräusche macht und blinkt. Alles, was es daheim nicht hat. Es spielt mit kleinen Figürchen aus Plastik, mit Miniflitzern, sogar mit Babyhandies. Die Freunde sind oft abgeschrieben, weil deren Sachen so spannend sind. Die Babies stehen natürlich auch auf das Plastikzeugs und noch mehr auf das kleinteilige Spielzeug der Großen, wie Lego oder kleine Bauerhoftiere. Sie sind in einer anderen Kitagruppe als Minilama es war, das zeigt sich am am Spielverhalten. Minilamas Erzieherinnen waren tendenziell meiner Meinung, dass gutes Spielzeug ein offenes Spielangebot macht, Phantasie erfordert und aus natürlichen Materialien ist. Minilama kennt eher die montessoriinspierten Kitaräume, während die Babies im Spielzeugparadies weilen. Dort gibt es alles, was Eltern sich verkneifen und sehr sehr viel buntes Plastik.
Daher sind die Babies bei Weitem nicht so interessiert an diesen Dingen wie Minilama.
Die Kinder zu beschenken finde ich schwierig. Weil sie das, was sie wirklich brauchen sofort bekommen. Dazu zähle ich auch ein Fahrrad oder Möbel. Ich warte nicht auf Geburtstag oder Weihnachten, wenn beispielsweise im Frühjahr das Radfahren ansteht. Das Rad gibt es dann ohne konkreten Anlass, weil Minilama Radfahren lernen will (und es dann auch tut).
Wir sammeln auch keine bestimmte Spielwelt wie Lego oder Briozüge für die man dann Zubehör anschaffen könnte. Minilama hat bisher keine klare Präferenz für ein Spielzeug gezeigt.
Die Babies natürlich auch nicht, wenngleich manches besser ankommt als anderes.
Für die Festtage stehe ich also da: Eigentlich haben wir genug, einen großen Wunsch gibt es nicht, ergänzen können wir auch realiter nichts und trotzdem soll was unter dem Baum liegen und zwar von uns, den Großeltern, den Paten …
Wir haben lange überlegt, ob wir en großes Duploset für die Zwillinge und eine Werkbank oder Spielküche für Minilama kaufen sollen. Und haben uns dagegen entschieden. Weil wir keine teuren Staubfänger wollen.
Minilama bekommt einige Bücher und als Highlight ein kleines (!) Legoset, die Zwillinge das Starterset für die Holzeisenbahn (das Minilama nicht bespielt hat und ich daher rasch eingezogen hatte vor längerer Zeit). Dann haben wir was zu bauen über die Feiertage, aber es ist nicht so groß, dass die Kinder überfordert sind. Ich werde auch vor Weihnachten ein wenig ausdünnen, was im Wohnzimmer frei verfügbar ist. Dann konzentrieren sich die Kinder mehr auf das Neue, so meine Hoffnung. Spielzeug umräumen und das Angebot verändern ist ein regelrechtes Hobby geworden für mich. So komishc es klingt: Es macht aber Sinn, zu schauen, was man rausstellt und was im Moment mal im Schrank liegt. Manches wird dann wieder itnteressant, wenn es länger weg war. Anderes ist aber auch einfach nicht das Richtige für meine Kinder und das sortiere ich dann dauerhaft aus. Wichtig fidne ich, dass die Kinder selbst den Überblick nicht verlieren und noch selbst in der Lage sind, die Sachen einzuräumen.

Alltagsästhetik: Himmlisch

Alltägliches kann erstaunlich schön sein, wenn man es aus einem anderen, einem unerwarteten Blickwinkel betrachtet. Die Schönheit des Alltags möchte ich in der Reihe „Alltagsästhetik“ einfangen.
Ein Bild, ein paar Sätze, flüchtig wie der Augenblick.

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Heißluftballons sind doch was Schönes. Auch wenn ich nie damit fahren würde. Ansehen und bestaunen geht immer. Da stehen fünf kleine Lamas an der Fensterscheibe – morgens um kurz nach 6.