Was kommt heute in die Brotdose? Bentobox, Frischkornmüsli und andere Überlegungen

Minilama ist schon seit einiger Zeit im Kindergarten, daher stellt sich mir fast jeden Tag aufs Neue die Frage, welche nahrhaften, leckeren, appetitlichen, gesunden und preiswerten Leckereien ich dieses Mal in die Brotdose füllen soll.
Außerdem ist es nicht ganz so einfach, abzuschätzen, wie viel ein Kleinkind, das den ganzen Tag ausgelassen spielt und tobt, braucht, um ausreichend gesättigt zu sein, denn zuhause führe ich ja kein Buch über die Snacks und Kleinigkeiten, die das kleine Lama neben den Hauptmahlzeiten zu sich nimmt.
Vor allem ist es herausfordernd, abzuschätzen, wie viel Hunger Minilama nach dem Mittagessen noch hat. Liebt es das Mittagessen? Mag es es? Lehnt es es komplett ab? Manchmal reicht dann ein Stück Apfel – und manchmal ist nach dem Schlafen ein riesiges Loch im kleinen Bäuchlein. Da die Reaktion auf das Mittagessen absolut  nicht vorhersehbar ist und ich meistens bei dem ganzen Trubel morgens vergesse, auf den Speiseplan zu schauen, stehe ich zuhause öfters als einmal vor einem Rätsel.
Zudem berichten die Erzieherinnen von einem löwenmäßig hungrigen Minilama, das sich gern die Leckereien der anderen anguckt und wenn keiner guckt, auch mal gern was Feines mopst.
Dazu muss ich noch erwähnen, dass unser Kindergarten die Tradition des bunten Obst- und Gemüsetellers hat: jeden Montag geben wir Eltern Obst oder Gemüse mit, das roh verzehrbar ist und die Erzieherinnen richten daraus zum Frühstück und in kleinerer Form nachmittags nach dem Schläfchen einen großen Teller, an dem sich alle bedienen können.
Das nimmt uns Eltern das Schnippeln und Zerkleinern von kleinen Obst- und Gemüsemengen morgens ab, wobei mancher Rest vom Frühstück, der abends braun und unansehnlich wäre, trotzdem mit in die Box wandert.
Heute möchte ich einige Ideen vorstellen, wie man die Brotdose(n) lecker und sättigend füllen kann, ohne eine extra Einkaufstour machen zu müssen oder eine halbe Stunde früher aufstehen zu müssen. Wir nehmen übrigens alle drei Brotdosen mit zur Arbeit/Kindergarten – und die Großen haben auch ihr Mittagessen in einer Dose dabei, welches dann mittags in der Büroküche erwärmt wird. Meistens ist das das Essen vom Vortrag – in entsprechender Menge zubereitet oder eine eingefrorene Leckerei von vorletzter Woche. Wir haben keine keine Möglichkeit an unseren Arbeitsstellen zeitnah an ordentliches und bezahlbares Essen heranzukommen, daher hat sich das schon seit mehreren Jahren eingestellt.
Zunächst braucht es dazu ausreichendes und passendes  Equipment  – früher hatten wir Plastikdosen und Hülle und Fülle. Die sind aber schon seit unserem Umzug in den Wohnturm nicht mehr Teil unseres Lebens. Natürlich haben wir sie nicht entsorgt, sondern verkauft und gespendet. Vielen macht das Plastik ja nichts aus.
Vom Erlös haben wir für jeden Pausengeschirr aus Edelstahl gekauft – und zwar: für jeden einen großen runden Behälter  einen kleinen runden* Behälter und für jeden eine Brotdose. Daneben gibt es noch eine extra große Brotdose *- für den Fall, dass Kuchen oder Pizza transportiert werden sollen. Die Brotdosen gibt es auch mit Unterteilungen*, je nachdem, was man braucht. Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir meistens Brotscheiben transportieren, die einfach zu groß für eine der Kammern sind.

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Außerdem sind bei uns viele Schraubgläser im Gebrauch – um Eingefrorenes zu transportieren oder auch um Kekse oder Joghurt mitzunehmen. Plastikbehälter brauchen wir tatsächlich keine mehr.

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Jetzt kommt natürlich die alles entscheidende Frage: Was kommt rein in die tollen Dosen, damit das Kind satt wird?
Die Grundzutaten bei Minilamas Kindergartenessen sind seit einigen Monaten konstant 2.5 Scheiben Brot, zwei davon mit Frischkäse und Käse belegt (wahlweise auch dünn mit Obstmus bestrichen) und die halbe wird mit Butter und Streichwurst bestrichen oder auch mit Käse belegt, je nachdem, was der Kühlschrank hergibt bzw., je nachdem, wer die Brote macht. (Da ich ja seit Minilamas Geburt kein Fleisch mehr esse, hantiere ich morgens auch nicht auf nüchternen Magen mit Streichwurst herum.) Alles zusammengeklappt und gut gestapelt ist die Brotdose schon halb voll. Dazu gibt es leckere Hefeteilchen. Ich schreibe das bewusst so allgemein, weil das eine super Vorratsidee ist.
Da wir unser Brot ja selbst machen, ist alle 2 Wochen der Ofen ohnehin an. Ich nutze diese Backtage, um noch eine Pizza dazu zu schieben (zum Mittagessen), um noch rasch Muffins, Kekse, Knäckebrot oder einen Hefezopf zu backen. Dank unserer neuen riesigen Gefriertruhe kann ich gut bevorraten.

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Und aus dieser breiten Auswahl entnehme ich abends zwei Teile, die zu den Broten in die Dose kommen.
Im Moment sind das meistens kleine Rosinenschnecken aus Hefeteig. Die sind schnell geflochten und sehen auch nach dem Auftauen noch aus wie neu. Da ich ja selbst die Kontrolle über den Zuckerlöffel habe, sind sie auch eher neutral – wenn möglich soll es ja für das kleine Lama nicht allzu süß sein. Zumal es ja ein Mal in der Woche Eis zum Nachtisch in der Einrichtung gibt… Montags gibt es auch oft einen Rest vom Sonntagskuchen, Streusel oder Kirschkuchen.
Manchmal schneide ich noch ein halbes Wiener Würstchen dazu (ganz kleine Stücke, damit das kleine Lama sich nicht verschluckt, das passiert bei Würstchen ja mal gern) oder lege ein Stückchen Schokolade (in verschiedenster Form) dabei. Finde ich grundsätzlich doof, aber da ist der Druck der Gruppe in meinem Nacken. Da ich nicht will, dass Minilama noch mal ein Kind beißt, weil es dessen Schokobrötchen haben will, behelfe ich mir so weiter.
Minilama nimmt im Moment zusätzlich zwei kleine Edelstahldosen mit. In eine kommt im Moment Naturjoghurt mit 2 Löffeln Obstmus (da versuche ich Abwechslung rein zu bringen: Erdbeere, Himbeere, Brombeere, Johannnisbeere, Pflaume und Mirabelle – eben was der Garten letztes Jahr hergab), in die andere kommen verschiedene Sachen: wenn wir Pudding hatten, kommt der Rest dazu, manchmal eine halbe Banane, ein paar Haferflockenkekse (je nachdem, welcher Effekt bei der Verdauung erzielt werden soll), ein rasches Rosinen-Haferflocken-Kokos-Müsli mit Milch mische ich manchmal auch dazu, je nachdem, was das kleine Lama an Gelüsten äußert.
Aktuell haben wir einen Apfelüberfluss. Meine Eltern haben uns zu Weihnachten 50 Kilo Äpfel aus dem Schwarzwald geschenkt, die in ihrem und unserem Keller gelagert werden. Allerdings will unser Keller nicht ganz so mitspielen und viele sind schon schrumplig – also zwar noch lecker, aber nicht mehr ansehnlich genug, um herzhaft reinzubeißen.

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In den letzte Wochen gab es immer wieder mal selbstgekochtes Apfelmark (will heißen: Bioäpfel ohne Zusatzstoffe eingekocht). Aber die Menge ist derart groß, dass ich eine Großaktion starten muss. Meine Mutter hat schon 30 Kilo gekocht und eingefroren. Ich werde direkt in einem Schritt einkochen mithilfe des Einkochautomaten, denn Gläser sind genug da und die Truhe fasst diese Menge sicher nicht mehr. Daher ist auch für die Füllung der zweiten Dose im Moment eine gute Varianz gesichert und Minilama liebt Apfelmark.

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4 Kilo Apfelmark fertig.

Wettelsheimer Märzen

Wettelsheimer Märzen
Wettelsheimer Märzen

Am letzten Wochenende hatte ich noch ein mal seit langem die Möglichkeit spontan ein Bier zu probieren, ohne dass ich das gezielt bestellt habe. Ein Freund hatte Bier aus einem Urlaub in Bayern mit gebracht und bot mir ein Bier einem etwas auf alt gemachten Etikett an.

Es schmeckte etwas süßlich, kaum bitter, war aber für den sonnigen Nachmittag im Garten sehr gut geeignet. Der Geschmack war ansonsten unauffällig und eher langweilig. Aber zu einem kostenlosen Bier ohne negativen Geschmack sagt man doch nie nein.

Hopfenstopfer Dark Red Temptation

Das Bier im Glas
Das Bier im Glas
Das Label
Das Label

Dieses Mal gibt es das Bier, das mich ursprünglich zur letztes Mal erwähnten Bestellung verleitet hat. Aufmerksam geworden bin ich darauf durch einen Blog-Post bei ProBierchen.

Im Gegensatz zum recht lange gelagerten Bier im Originalpost habe ich hier ein recht frisches Exemplar, das quasi noch frisch aus der Bestellung getrunken wurde.
Äußerlich ist es recht schön: ein kupferfarbenes Bier, mit halbwegs stabilem Schaum.

Vom Geruch her kommt das Bier ziemlich hopfig und bitter rüber, was sich dann auch im Geschmack nieder schlägt. Für meinen Geschmack kommt der Alkohol zu stark durch, das Bier hat fast etwas von belgischem Starkbier.

Vielleicht habe ich hier ein Montagsbier erwischt, eventuell war es auch einfach nicht kalt genug, aber meins war das Bier jetzt nicht. Schade eigentlich. Die restlichen Biere vom Hopfenstopfer waren sehr gut.

Hopfenstopfer Comet IPA

Flasche mit Label
Flasche mit Label

 

Das erste Bier über das ich hier schreiben möchte ist das Comet IPA der Brauerei Hopfenstopfer.
Ich hatte das IPA mehr oder weniger ohne große Information bestellt, da ein anderes Bier der Brauerei in einem Blog empfohlen wurde und ich die Versandkosten nicht für ein paar Flaschen bezahlen wollte. Als ich dann las, dass die Brauerei den Hopfen für einige Biere direkt hinterm Haus anbaut, habe ich mal den Warenkorb voll gemacht (die restlichen Biere werden auch demnächst noch dokumentiert).

Nun zum Bier: Nach dem Öffnen stellte sich direkt ein extrem fruchtiger Geruch ein. Nachdem ich den Geschmack und Geruch nicht direkt einordnen konnte, habe ich kurz nachgeschlagen, was denn nun dieser Hallertauer Comet Hopfen ist. Es stellt sich heraus, dass hier eine alte Sorte aus den USA in Süddeutschland wiederbelebt wurde und aufgrund der dortigen klimatischen Bedingungen einen Geschmack nach Blaubeeren ausprägt. In der Tat ungewöhnlich für ein Bier, aber sehr lecker.
Die beiden zusätzlich verwendeten Hopfensorten Saphir und Hallertauer Taurus wurden vermutlich hauptsächlich zum Bittern und für ein leicht blumiges Aroma verwendet.
Alles in allem ein sehr gelungenes Bier und nur zu empfehlen!

Hier noch ein paar Eckdaten:
Brauart: IPA
Alkoholgehalt: 6,8%
55 IBU