Alltagsästhetik: Feine Backwaren

Alltägliches kann erstaunlich schön sein, wenn man es aus einem anderen, einem unerwarteten Blickwinkel betrachtet. Die Schönheit des Alltags möchte ich in der Reihe „Alltagsästhetik“ einfangen.
Ein Bild, ein paar Sätze, flüchtig wie der Augenblick.

 

Das Auge isst mit, nicht wahr? Die Kinder waren außer sich und lecker waren die beiden auch noch.

1000 Fragen an mich selbst #4

Seit ich bei bei Frau Frische Brise die Reihe „1000 Fragen an mich selbst“ gesehen habe, überlege ich, ob ich nicht mitmachen soll. Und ja, ich habe Lust. Daher steige ich jetzt etwas verspätet ein. Wer sich für die Hintergründe usw. interessiert, hier entlang.

  1. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
    Ja.
  2. Auf wen bist du böse?
    Auf keinen. Es gibt niemanden, der es wert wäre, so viel Aufmerksamkeit zu kriegen.
  3. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
    Mittlerweile gar nicht mehr. Zu Studienzeiten und auch lange danach fast ausschließlich. Ich mache vor Ort alles zu Fuß und wenn wir den Ort verlasen müssen, wird es meist das Auto. Aber der Zug und der Bus sind auch viel zu teuer und zu umständlich mit vielen Kindern. Dass ich das mal sagen würde, hätte ich auch nie gedacht. Schade.
  4. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?
    Nichts, was sich nicht hinterher als gut herausgestellt hätte.
  5. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?
    Im Großen und Ganzen ja. Was ich tue, entspricht mir sehr, auch wenn ich genau diesen Beruf früher noch nicht kannte.
  6. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?
    Zu Punk und Grunge. Aber nur, wenn ich alleine bin.
  7. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?
    Loyalität.
  8. Was war deine größte Anschaffung?
    Der halbe Wohnturm.
  9. Gibst du Menschen eine zweite Chance?
    Ich weiß nicht. Kommt auf den Menschen an.
  10. Hast du viele Freunde?
    Nein. Bekannte habe ich viele. Und einige sehr gute Freunde.
  11. Welches Wort bringt dich auf die Palme?
    Wirtschaftsflüchtling. Und so vieles in dem Bereich. Ich finde es zum Kotzen, dass angesichts des Elends so vieler Menschen rechte Parolen wieder hoffähig geworden sind und wir manches schon als normal wahrnehmen, das vor einigen Jahren noch Aufschreie der Entrüstung nach sich gezogen hätte. Diese braune Brühe in der Gesellschaft macht mich krank.
  12. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?
    Nein.
  13. Wann warst du zuletzt nervös?
    Ich bin ständig nervös.
  14. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?
    Meine Sachen. Frei nach dem Motto „home is where my couch is“.
  15. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
    Online, bei Spiegel und TAZ.
  16. Welches Märchen magst du am liebsten?
    Rapunzel
  17. Was für eine Art von Humor hast du?
    Einen eher flachen.
  18. Wie oft treibst du Sport?
    Sooft es geht.
  19. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?
    Oftmals ja. Ich wundere mich dann, wenn Leute mir nach Jahren noch Dinge berichten, die ich mal zu ihnen gesagt habe und die für sie große Bedeutung haben.
  20. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
    Auf meine Familie und eine warme lange Unterhose

Unplugged

Alphalama und ich haben keinen Fernseher im Wohnzimmer. Wir haben einen in der Einliegerwohnung. Der Hintergrund ist es, im Partyraum mal ein Video zu schauen, wenn freunde da sind oder Guitar Hero zu spielen. Aber so wie wir aktuell den Raum nutzen (als Kinderwagenparkplatz, Garderobe, Wäschetrockenraum  und solche Dinge mehr, gibt es keine Couch, die auf diesen mittlerweile alten Fernseher ausgerichtet ist. Und ich glaube auch, so ohne Weiteres bekäme man da auch keinen Sender rein. Wir hatten zwar eine Schüssel am Haus (mitgekauft), aber ich glaube, Alphalama hat die mal abmontiert. Ich weiß es aber nicht so richtig.
Auf dem Speicher haben wir einen Beamer und eine Leinwand. Mittlerweile auch nicht mehr das Neueste vom Neuen. Alphalama spielt da schon mal ein Konsolenspiel, wir haben auch schon mal ein Video dort oben gesehen. Da gibt es auch zwei Erb-Couches. Unsere Großeltern haben die aussortiert und wir haben sie dort hochgebracht. Wir sitzen nur extrem, extrem wenig dort. Ändert sich vielleicht mal.
Der Lebensmittelpunkt im Wohnturm ist aktuell (da die Kinder noch recht wenig in ihren Zimmern alleine spielen und am liebsten etwas zusammen und mit uns Eltern machen), das Wohn-Esszimmer, das offen in die Küche übergeht. Diesen Raum haben wir schon unzählige Male umgestellt, die Möbel aus anderen Etagen hereingebracht, wieder ausgedünnt, verändert. Aktuell ist ein Regal mit Spielzeug für uns alle (vom Legostein bis hin zum Kochbuch oder dem Akku für einen Controller), ein Sideboard mit Spielsachen, die wir nicht täglich brauchen, ein kleines Highboard mit Geschirr und ein Kinderregal mit Bastelsachen hier vorhanden. Alles an einer Stirnwand. Dann der Esstisch, den mal auf 3,60 m erweitern kann und ein Sofa. Der Raum ist üppig bemessen, wir haben richtig Platz zwischen den Möbeln. Eine Wohnwand haben wir keine, also auch keinen Platz für einen Fernseher.
Alphalama und ich schauen abends auf dem Laptop, über Tag eigentlich nicht. Einen klassischen Fernseher kennen die Kinder nicht, wohl aber Alphalamas Gadgets. Aber im Grunde kommen sie über das Anschauen eines Katzenvideos oder das einmalige Anhören eines Kinderliedes auf Französisch, das im Kindergarten gesungen wurde und dass wir nun auch nachsingen wollen, nicht hinaus. So richtig in der Hand haben die drei noch kein Smartphone gehabt, um damit zu spielen oder zu schauen.
Als Minilama vor einigen Jahren regelmäßig für knapp 10 Minuten inhalieren musste, gab der Kinderarzt den Tipp das Kind mit dem Fernseher abzulenken, denn das Inhalieren war wichtig und geht natürlich besser, wenn das Kind ruhig atmet und nicht gegen das Mundstück ankämpft. Da kam die alte Biene Maja oder Heidi zum Einsatz. Doch relativ schnell forderte Minilama den Film gar nicht mehr ein, sondern wollte lieber ein Buch gucken. Heute macht es das Ganze selbstständig während ich z.B. den Tisch abräume. Ich glaube nicht, dass wir insgesamt 10 ganze Folgen angesehen haben. Die Zwillinge haben schon als Säuglinge mit dem Inhalieren beginnen müssen, sodass ihnen das (relative) Stillsitzen auch ohne Ablenkung von Anfang  an kaum Probleme macht. Sie merken auch rasch, wie gut ihnen das Inhalieren tut und bleiben daher auch von sich aus dabei.
Als Minilama letztes Weihnachten einen Magendarmvirus hatte, durfte es auf einem alten Tablet Pippi Langstrumpf gucken, um es vom Bauchweh abzulenken und auch davon abzuhalten ständig ins Wohnzimmer zu laufen und dort die Geschwister anzustecken (hat aber nichts geholfen, da Minilama kaum länger als 10 Minuten wirklich damit ablenkbar ist).
Letzten Sommer haben wir Eltern an einem verregneten Tag in der Ferienwohnung wirklich entkräftet das Fernsehen dort angeschaltet. Wir dachten, damit könnten wir die Kinder etwas ablenken. Bei Minilama hat das auch geklappt, denn es fand den Beitrag über einen Zoo interessant, allerdings wollten die Zwillinge gern die Tiere im TV streicheln und dann auch den Fernseher bewegen. Nun ja, daher haben wir auch rasch abgebrochen, da wir Angst hatten, dass die Zwerge den Fernseher umwerfen. Unsere Kinder können dieses apathische Sitzen vor der Glotze anscheinend nicht. Liegt vielleicht am mangelnden Training.
Wenn wir morgens zu Fuß in die Kita gehen, kommen wir an mehr als einem Haus vorbei, in dem vor 7 Uhr schon das Kinderprogramm flimmert. Eine bekannte Grundschullehrerin rät den Eltern immer explizit, die Kinder vor der Schule nicht fern schauen zu lassen. Warum? Weil es wohl nötig ist. Minilama hat schon mal Freunde besucht, die gemeckert haben, weil durch den Besuch das fernschauen unterbrochen wurde.
Ich selbst bin total fernsehaffin aufgewachsen, habe mehrmals am Tag geschaut, meist während meine Eltern was am Haus gemacht haben oder Essen vorbereitet haben. Fernsehen als Entspannung ist entsprechend auch ein Thema für mich. Fernsehen als Medium, das die Stille einer einsamen Wohnung durchbricht, ist mir im Studium näher gekommen.
Alphalama ist eher der bewusste Seher, ich habe über den Laptop oft beim Kochen oder aufräumen eine DVD im Hintergrund laufen.
Wenn die Kinder da sind, ist das allerdings ausgeschaltet. Ich finde es gut, wenn die Kinder Langeweile haben. Weil sie dann auf neue Ideen kommen. Gerade Minilama mit seinen vier Jahren macht ganz tolle kreative Dinge mit Papier, Stoff, Nadel und Faden, mit Lego oder stöbert auf der Couch in einem Buch oder einem Comic. Die Zwillinge haben ohnehin immer was zu tun, was zu erklettern, was zu bauen oder sonstwie aktiv zu sein. Fernschauen macht ihnen keinen Spaß, da es zu schnell ist, sie noch was dazu sagen wollen, was sie eben gesehen haben und das Neue sie noch nicht tangiert, das auf dem Bildschirm erscheint.
Was das Fernsehen angeht, leben die kleinen Lamas wirklich unplugged. Ich finde es auch richtig gut so, denn ich mag es viel lieber, wenn sie selbst aktiv werden. Es ist natürlich auch manchmal anstrengender, die Kinder bei Laune zu halten ohne den ultimativen Babysitter zu bemühen, aber es ist bei mir ähnlich wie mit den Stoffwindeln: Es ist mehr Arbeit, aber ich bin damit zufriedener als mit dem einfachen Weg. So aufs große Ganze gesehen finde ich diese technikarme Kindheit doch ganz erstrebenswert.

1000 Fragen an mich selbst #3

Seit ich bei bei Frau Frische Brise die Reihe „1000 Fragen an mich selbst“ gesehen habe, überlege ich, ob ich nicht mitmachen soll. Und ja, ich habe Lust. Daher steige ich jetzt etwas verspätet ein. Wer sich für die Hintergründe usw. interessiert, hier entlang.

    1. Trennst du deinen Müll?
      So gut es geht. Finde ich wichtig.
    2. Warst du gut in der Schule?
      Außer in Sport war ich sehr gut in der Schule. Im Sport war ich ok.
    3. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?
      Maximal 1 Minute. ich bin sparsam.
    4. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?
      Ich weiß es nicht. Aber ich denke mir, warum eigentlich nicht?
    5. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?
      Um 5.30 Uhr spätestens.
    6. Feierst du immer deinen Geburtstag?
      Früher immer, mittlerweile seltener. Auch, weil ich so selten zurück eingeladen werde und mich das über die Jahre immer mehr traurig macht.
    7. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?
      Nie, bin seit 5 Jahren abgemeldet. Brauche ich nicht.
    8. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?
      Das Wohnzimmer
    9. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?
      Immer wieder sonntags, denn da treffen wir unseren Leihhund. Die beste Idee des letzten Jahres.
    10. Was kannst du richtig gut?
      Reden und organisieren.
    11. Wen hast du das erste Mal geküsst?
      Einen Schulfreund im ersten Schuljahr. Warum weiß ich auch nicht mehr so recht.
    12. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?
      Durch einen Spiegel in einem dunklen Wort
    13. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?
      Bodenlang, seidig fallend, einfach gehalten. Elfenhaft. In etwa so wie das, das ich auch hatte.
    14. Fürchtest du dich im Dunkeln?
      Eigentlich nicht. Wenn doch, dann ganz schlimm.
    15. Welchen Schmuck trägst du täglich?
      Keinen.
    16. Mögen Kinder dich?
      Im Großen und Ganzen ja. Ich mag aber auch Kinder. Eine Grundvoraussetzung, denke ich.
    17. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?
      Alle mittlerweile. Wir haben ein nettes Heimkino und mit den Kindern ist es praktischer.
    18. Wie mild bist du in deinem Urteil?
      Zu anderen bin ich meist sehr mild, bei den Kindern bin ich in manchen immer wiederkehrenden Sachen oft hart, wenn es um mich selbst geht, bin ich meine schärftste Kritikerin.
    19. Schläfst du in der Regel gut?
      Ja.
    20. Was ist deine neueste Entdeckung?
      Die Zeitschrift Köstlich Vegetarisch. Ich habe die aktuell bestellt. Die Rezepte sind echt lecker.

1000 Fragen an mich selbst #2

Seit ich bei bei Frau Frische Brise die Reihe „1000 Fragen an mich selbst“ gesehen habe, überlege ich, ob ich nicht mitmachen soll. Und ja, ich habe Lust. Daher steige ich jetzt etwas verspätet ein. Wer sich für die Hintergründe usw. interessiert, hier entlang.

  1. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
    Leider ja. Auch wenn ich oft das Gegenteil behaupte. Aber vielleicht glaube ich es ja irgendwann mal.
  2. Welche Tageszeit magst du am liebsten?
    Den Vormittag. Da liegt der Tag noch vor mir.
  3. Kannst du gut kochen?
    Ich kann gut Essen machen. Kochen ist eine andere Sache, das übernimmt Alphalama zu besonderen Anlässen.
  4. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am besten?
    Winter, obwohl ich den Sommer mehr liebe.
  5. Wann hast du zuletzt einen ganzen Tag lang nichts gemacht?
    Einen ganzen Tag? Noch nie. Zwischendurch getrödelt, dauernd.
  6. Warst du ein glückliches Kind?
    Ich war ein glückliches Kita- und Grundschulkind. Auf dem Gymnasium war ich oft unglücklich.
  7. Kaufst du oft Blumen?
    Mittlerweile regelmäßig, früher nie.
  8. Welchen Traum hast du?
    Ich möchte meine Promotion abschließen und in der Promotionsaula eine Lectio daraus geben.
  9. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt?
    Zuhause, Wohnheim, Ausbildungswohnung, erste Wohnung mit Alphalama und Wohnturm. Also in 3, eigene Häuser sind ja keine Wohnung, oder?
  10. Welches Laster hast du?
    Ich kann mich bei Süßem oder Chips so gar nicht beherrschen.
  11. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
    Das Buch heißt „In guter Hoffnung“
    Ich empfand es als einen schönen Schwangerschaftsbegleiter
  12. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?
    Weil wir im Sommer Läuse hatten und ich mich nicht getraut habe, das Läusemittel anzuwenden, da ich schwanger war. Meine dicken Locken ließen sich nicht gut auskämmen, daher habe ich (wie es so meine Art ist) eine eher radikale Kur gemacht.
  13. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?
    Absolut nicht.
  14. Wieviel Geld hast du auf deinem Bankkonto?
    Genug, um mich und die Kinder ernähren zu können.
  15. In welchen Laden gehst du gerne?
    Handarbeitsläden
  16. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?
    Sprudel
  17. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?
    Ja, immer.
  18. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?
    Ein Muffinladen, in dem es auch ein Gesprächsangebot gibt. Seelsorge und Schoki, das ist die perfekte Kombination.
  19. Willst du immer gewinnen?
    Meistens ja. Wenn es sich lohnt, immer. Außer bei den Kindern, da will ich, dass sie ihr Bestes geben.
  20. Gehst du in die Kirche?
    Jap. Nicht nur aus beruflichen Gründen, auch so.