Das Gegenteil von gut …

Gestern war einer dieser Tage, an denen ich es richtig gut gemeint habe. Und an denen es einfach nicht so gut klappt, wie man es sich wünscht.
Die Kinder brachte ich mit dem Buggy und dem Roller zur Kita, weil sie die Bewegung und die frische Luft einfach mögen. Nur leider hatte Minilama keine Lust, sich anzuziehen und auf die Kita auch nicht und es gab schon Tränen vor 7 Uhr.
In der Kita angekommen hatte es dann keine Lust, sich wieder auszuziehen und war außerdem vor der Kita auf die Hand gefallen und hatte sich einen Splitter gezogen. Schon wieder Tränen. Zwilling 2, der der in der Klinik war, ist gerade ohnehin so anhänglich und nahebedürftig wie schon lange nicht mehr. Da fällt die Trennung morgens öfters mal schwer. Also flossen die Tränen bei der Übergabe.
Für den nachmittag überlegte ich mir, die Kinder früher abzuholen, um gemeinsam mit ihnen zum Spielplatz zu gehen. Das Wetter war nett, die drei sind gern draußen unterwegs.
Ich musste noch ein Geschenk für eine Kollegin besorgen und ging in die Buchhandlung. Dann arbeitete ich die Tagesliste ab und wollte aufbrechen. Als mir auffiel, dass ich meinen Geldbeutel nicht fand. Weder in der Jackentasche noch im Rucksack noch an sonstigen Orten, wo er schonmal ist, lag er.
Ich hatte natürlich alle möglichen Ideen, wo ich ihn verloren haben könnte. Ich ging alle Wege, die ich gemacht hatte ab, gucke nochmal in Ruhe alle Taschen durch, ging ans Auto, um dort nachzusehen, fragte bei der Verwaltung vor Ort nach, überlegte die Karten zu sperren, hatte aber nicht genug Guthaben auf dem Handy usw.
Ich mache es kurz: Ich fand ihn wieder, alles kein Problem. Nur verlegt.
Alles in allem dauerte es eine geraume Zeit und einiges an Herumgelaufe bis ich ihn dann letztlich wieder fand.
Ich kam also später als gedacht los, brauchte erwartungsgemäß 35 Minuten für den Heimweg. Dann traf ich noch einen Handwerker, der mal vorbeikommen sollte – und eben jetzt Zeit hatte. Ich nahm Essen, Trinken, Becher, Ersthilfebox, Regenzeugs, Roller, Helm und noch Sandspielzeug, den Ball und Seifenblasen mit dem Buggy mit in die Kita. Die Stimmung war eher gut, die Kinder hatten auch Lust auf den Spielplatz.
Angekommen durfte Zwilling 1 als erstes los und Minilama erzählte schon, was es jetzt machen will. Dann sah ich, dass Zwilling 1 zum dritten Mal für den Tag ausgelaufen war und entsprechend nass war. Wir packten alles wieder ein und gingen nach hause zum Wickeln und Umziehen. Der Heimweg ist super steil, der Wagen war so voll, dass eine bekannte Mama angeboten hatte, was mit dem Auto mitzunehmen (ich wusste aber nicht, was genau, daher habe ich alles dran gelassen). Ich war tatsächlich kräftemäßig an der Grenze. Die Kinder hatten aber alle drei noch Lust auf den Spielplatz und ich wollte es ihnen nicht verwehren, weil sie ja nichts dafür konnten, dass wir wieder heim gemusst hatten. Zwilling 1 hatte keine Lust aufs Umziehen, es gab Tränen. Also hatten alle mal geweint an dem Tag.
Die Kitasachen ließen wir daheim, Essen, Trinken, Becher, Ersthilfeset, Sandspielzeug und Rollerausrüstung ging wieder mit.
Auf dem Spielplatz war es dann sehr schön, die drei hatten Spaß und wir konnten da wir ein bisschen die Zeit vergessen hatten  Alphalama an der Garage abholen. Ein kluger Schachzug, da wir nun zusammen die Kinder ausziehen konnten und Hände waschen und Abendessen machen und nasse Kitakleidung und Windeln wegschaffen und Brotdosen füllen und was sonst noch so anfällt. Die drei fielen müde und froh in die Betten.

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