Alltagsästhetik: Die erste Medaille

Alltägliches kann erstaunlich schön sein, wenn man es aus einem anderen, einem unerwarteten Blickwinkel betrachtet. Die Schönheit des Alltags möchte ich in der Reihe „Alltagsästhetik“ einfangen.
Ein Bild, ein paar Sätze, flüchtig wie der Augenblick.

 

 

Letzte Woche hat Minilama seine erste Medaille errungen. Beim Volkslauf. 400 Meter ohne Zeitnahme. Wer ins Ziel kam, bekam die Medaille. Alle Großeltern waren angereist, um anzufeuern. Minilama, dem die Strecke nichts ausmacht, da es ja ganz andere Entfernungen täglich zurücklegt, teils auch laufend, war aber trotzdem sehr aufgeregt. Das Stadion war voll – zumal kurz drauf die beiden Hauptläufe starteten. Minilama hat sich aber nicht abbringen lassen. Am Ende ein strahlendes Kind, das sich gar nicht mehr erklären konnte, warum es im Vorfeld einen Tag mitmachen wollte und am nächsten keine Lust mehr hatte. „Mama, ich wusste ja gar nicht was eine Medaille ist. Wenn ich das gewusst hätte…“Minilama geht medaillentechnisch gegen mich mit 1:0 in Führung und will den Vorsprung im kommenden Jahr auf jeden Fall vergrößern.
Und die Mama hat sich fast die Hände blutig geklatscht als das Kind durchs Ziel lief. Wunderbar wars.

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