Alltägsästhetik: Mit Volldampf voraus

Alltägliches kann erstaunlich schön sein, wenn man es aus einem anderen, einem unerwarteten Blickwinkel betrachtet. Die Schönheit des Alltags möchte ich in der Reihe „Alltagsästhetik“ einfangen.
Ein Bild, ein paar Sätze, flüchtig wie der Augenblick.

 

Letzte Woche war Minilama zu seinem ersten richtigen Kindergeburtstag eingeladen. Einem mit Motto (Piraten) und einem Formenkuchen (Piratenschiff) und Tischdeko (Peter Pan) und speziellen Mottospielen (dieser Pirat, der aus dem Faß hüpft, wenn man den Säbel richtig in seine Seite pickst). Es gab Schokolade, Saft, Riegel, Muffins und was weiß ich noch. Es wurde Duplo gespielt, Lego, ferngesteuertes Auto wurde gefahren, alle hatten Piratenkopftücher an (also die Mamas und Minilama. Die anderen Kinder hatten keine Lust dazu). Am Ende haben wir noch eine Schatzsuche gemacht und doch tatsächlich auf dem Spielplatz, wo wir alle so oft unterwegs sind ganze vier Schätze gefunden. Es war irre, bombastisch und Minilama war außer sich vor Freude und gleichzeitig ein Vorbild für gutes Benehmen, Fürsorge fürs kleine Geschwisterchen des Gastgebers (die beiden sind ohnehin dicke, da sie tatsächlich geplant den gleichen Vornamen tragen)
Und bevor es los ging saß es zuhause am Tisch und malte schnell was: Sich und das kleine Geschwisterchen des Gastgebers – damit auch das Kleine was bekommt (bekam es auch so, da denke ich ja immer dran, dass auch die Geschwister was Schönes bekommen, wenn Geburtstag ist. Und je nachdem, wie eng wir mit der Familie sind, auch schon was Ordentliches.)
Ich stand und staunte (und wollte anders als Minilama) gar nicht teilen.

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