Weihnachtsfest, du Konsumfest – oder doch nicht?

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Wir haben so viel Spielzeug. Zu viel für meine Begriffe, denn ich brauche deutlich länger Zeit das Ganze aufzuräumen als ich gewillt bin zu investieren. Und dabei haben wir vergleichsweise noch wenig. Verwandte und Bekannte halten sich mehr als zurück mit dem Zuwerfen mit Konsumgütern. Fragen, was die Kinder brauchen, schenken gerne DM Gutscheine oder Geld fürs Führerschein (oder Auslandsjahr)Konto, oder bringen was mit, das sich verbraucht. Aufkleber für Minilama beispielsweise. Oder sie schenken Bücher und Hörbücher – von denen man meiner Meinung nach nie geng haben kann. Da macht meine Konsumkritik eine Ausnahme.
Wir haben überwiegend ausgesuchtes und besonderes Spielzeug, wie man auf den Schnappschüssen erkennt. Nik oder Grimms und Haba Spiele, Holzsachen allgemein (außer dem Bobby Car, welches ökotest Sehr gut ist) auch keinen Plastikmüll im Kinderzimmer bzw. Wohnzimmer. Und die Babies haben kaum was extra bekommen. Und trotzdem: Die Schränke sind voll, die Spielzeugkisten auch. Wir haben letztens sogar eine neue gekauft.

Die Kinder haben ein unterschiedliches Spielverhalten. Minilama hat lange Zeit nur sehr wenig gespielt, sondern zu 80 Prozent Bücher geguckt und zu 20 Prozent gebastelt mit Scheren, Kleber, Stiften und gepuzzelt.  Klassisches Spielzeug rührt es zuhause wenig an. Ich denke es liegt daran, dass es in der Kita die tollsten Sachen zur Verfügung hat und daher wenig Bedarf hat.
Die Babies sind von Anfang an sehr am Spielen interessiert. Sie spielen schon jetzt mit Küchenzubehör, mit Lego, mit Autos, Kuscheltieren, Motorikspielen. Minilama habe ich dazu als kleineres Kind viel angeleitet, die Babies nehmen sich selbst, was ihnen zusagt und spielen und lernen damit.
Besuchen wir andere Kinder, erkundet besonders Minilama deren Zimmer sehr genau. Es steht auf alles, was Geräusche macht und blinkt. Alles, was es daheim nicht hat. Es spielt mit kleinen Figürchen aus Plastik, mit Miniflitzern, sogar mit Babyhandies. Die Freunde sind oft abgeschrieben, weil deren Sachen so spannend sind. Die Babies stehen natürlich auch auf das Plastikzeugs und noch mehr auf das kleinteilige Spielzeug der Großen, wie Lego oder kleine Bauerhoftiere. Sie sind in einer anderen Kitagruppe als Minilama es war, das zeigt sich am am Spielverhalten. Minilamas Erzieherinnen waren tendenziell meiner Meinung, dass gutes Spielzeug ein offenes Spielangebot macht, Phantasie erfordert und aus natürlichen Materialien ist. Minilama kennt eher die montessoriinspierten Kitaräume, während die Babies im Spielzeugparadies weilen. Dort gibt es alles, was Eltern sich verkneifen und sehr sehr viel buntes Plastik.
Daher sind die Babies bei Weitem nicht so interessiert an diesen Dingen wie Minilama.
Die Kinder zu beschenken finde ich schwierig. Weil sie das, was sie wirklich brauchen sofort bekommen. Dazu zähle ich auch ein Fahrrad oder Möbel. Ich warte nicht auf Geburtstag oder Weihnachten, wenn beispielsweise im Frühjahr das Radfahren ansteht. Das Rad gibt es dann ohne konkreten Anlass, weil Minilama Radfahren lernen will (und es dann auch tut).
Wir sammeln auch keine bestimmte Spielwelt wie Lego oder Briozüge für die man dann Zubehör anschaffen könnte. Minilama hat bisher keine klare Präferenz für ein Spielzeug gezeigt.
Die Babies natürlich auch nicht, wenngleich manches besser ankommt als anderes.
Für die Festtage stehe ich also da: Eigentlich haben wir genug, einen großen Wunsch gibt es nicht, ergänzen können wir auch realiter nichts und trotzdem soll was unter dem Baum liegen und zwar von uns, den Großeltern, den Paten …
Wir haben lange überlegt, ob wir en großes Duploset für die Zwillinge und eine Werkbank oder Spielküche für Minilama kaufen sollen. Und haben uns dagegen entschieden. Weil wir keine teuren Staubfänger wollen.
Minilama bekommt einige Bücher und als Highlight ein kleines (!) Legoset, die Zwillinge das Starterset für die Holzeisenbahn (das Minilama nicht bespielt hat und ich daher rasch eingezogen hatte vor längerer Zeit). Dann haben wir was zu bauen über die Feiertage, aber es ist nicht so groß, dass die Kinder überfordert sind. Ich werde auch vor Weihnachten ein wenig ausdünnen, was im Wohnzimmer frei verfügbar ist. Dann konzentrieren sich die Kinder mehr auf das Neue, so meine Hoffnung. Spielzeug umräumen und das Angebot verändern ist ein regelrechtes Hobby geworden für mich. So komishc es klingt: Es macht aber Sinn, zu schauen, was man rausstellt und was im Moment mal im Schrank liegt. Manches wird dann wieder itnteressant, wenn es länger weg war. Anderes ist aber auch einfach nicht das Richtige für meine Kinder und das sortiere ich dann dauerhaft aus. Wichtig fidne ich, dass die Kinder selbst den Überblick nicht verlieren und noch selbst in der Lage sind, die Sachen einzuräumen.

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