Ende der Auszeit oder: Wieder mehr als Hausfrau und Mutter

Meine Auszeit vom Beruf neigt sich dem Ende zu. Ich war dieses Mal sehr lange zuhause. Es war auch mehr als Elternzeit. In der frühen Schwangerschaft mit den Zwillinge (Babylamas) ging es mir nicht so gut, ich hatte starke Schmerzen und Konzentrationsprobleme. Das war meinem Arzt nicht geheuer, da ich 35 Kilometer fahren und einiges an Höhenmetern zurücklegen muss, um ins Büro zu gelangen. Und da mein Job eigentlich kein Bürojob, sondern ein Job vor Ort ist, kommen am Tag einige weitere Gänge und Fahrten hinzu, erteilte er mir früh ein Beschäftigungsverbot. Hätte ich nicht weiterhin einige Schwierigkeiten und vor allem starke Schmerzen gehabt, wäre das eine lustige Zeit geworden. Die meiste Zeit davon war leider anstrengend und leidvoll. Oft ging es mir nur im Liegen einigermaßen aushaltbar gut. Zwischen der ersten Überkeitswelle (bis 16. SSW) und der Liegephase wegen Frühgeburtsrisiko (31. SSW) gab es einige beschwerdeärmere Wochen, in denen ich Kleidung nähte und meine hausfraulichen Pflichten wie Waschen, Kochen, Bügeln und Putzen auf den ganzen Tag verteilt verrichtete.
Die letzten 7 Wochen lag ich panisch auf der Couch, aus Angst, die Kinder könnten zu früh geboren werden. Ich hatte unsagbare Schmerzen in der Rippengegend, in die die Babies (beide Schädellage) fröhlich kickten. Davon gibt es sogar Ultraschallbilder, da ich mehrmals aus Angst vor Gestose (starke Schmerzen im rechten Oberbauch) den Arzt konsultierte. Der Bauch wurde regelmäßig hart und ich spürte die Wehenaktivität deutlich. Vieles aus diesen schrecklichen Wochen habe ich schon verdrängt, das ist auch gut so. Ich war nicht mehr ich selbst, hatte nur noch das Ziel, dass es den Kindern gutgeht, hatte keine eigenen Wünsche oder Bedürfnisse mehr.
Als die Kinder dann gut und am Termin zur Welt kamen begannen 12 Wochen Mutterschutz (bei Mehrlingen sind es 12 Wochen), in denen ich durch das Engagement meiner Mutter eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse bekam. Die Kasse selbst (bzw. der Sachbearbeiter) stellte sich unheimlich quer. Mein Mann war jedoch 13 Stunden am Tag außer Haus und meine Mutter lebt eine Fahrstunde weg von uns. Die Idee, mir Unterstützung von Wellcome zu suchen, erwies sich ja im Nachhinein als eher abwegig und zudem war direkt nach der Geburt niemand zu finden.
Trotz starker Nachwehen und sekundärem Milcheinschuss ging es rasch aufwärts und ich konnte zunehmend alle Erledigungen an den Kindern alleine bewältigen, Minilama zur Kita bringen und abholen und (Das musste vorher Alphalama tun und dafür täglich ein bisschen, in der Woche dann 1 Tag,  Urlaub nehmen, der ihm dadurch so durch die Finger rann) kleine Einkäufe (wie Milchpulver) machen. Die Haushaltshilfe wusch, bügelte, räumte grob auf, wischte das Haus, wienerte die Bäder (das war mir nach beiden Schwangerschaften sehr wichtig. Gerade im Wochenbett wollte ich ein desinfiziertes Bad haben. Sonst bin ich da eher lax, aber in der Zeit brauchte ich es sauber, sauber, sauber – sonst hätte ich einfach losgeweint.
Darauf folgte eine kurze Zeit, in der ich den Alltag alleine stemmte, die Babylamas wurden getauft dann kam die Wellcome-Episode (könnt ihr an anderer Stelle nachlesen). Dann musste Baby 1 in die Klinik, ich stand wahre Todesängste um meinen Schatz aus, Alphalama musste irgendwie die anderen beiden Kinder betreuen, arbeiten, alles regeln zuhause und ich hatte in der Folge eine allergische Reaktion am ganzen Körper. Kleinstkind im Krankenhaus – der absolute Albtraum. Toll sind dabei auch die Kommentare anderer Leute vorm Aufzug auf dem Weg zum Schweißtest, der Gott sei Dank negativ ausgefallen ist („He, Horst, guck mal das Kind da. So klein und braucht schon Sauerstoff. Tss, tss.“) – aber ich bin ja immer dann wenn die Menschen um mich herum irgendwie durchdrehen die Ruhe selbst und konnte damit klug umgehen. Zuhause dann eben die Reaktion auf was auch immer. Der Hausarzt ist nahezu 100 % sicher, dass es reiner Stress war.
Um Weihnachten herum wurde es schön gemütlich bei uns, unterbrochen von einem Tag nach dem Fest, an dem Minilama eine Kommode auf Baby 1 kippte während ich oben war um Wechselwäsche zu holen und Alphalama in der Küche Snacks richtete – wir wollten zum Indoorspielplatz. Zum Glück war es außer dem Schreck nichts. Danke an die leichten Ikeamöbel (es war übrigens nicht Malm, wenn ihr das denkt), die nun außer Kinderreichweite sind.
Das ist auch ein Thema der Auszeit. Je mobiler die Kinder werden, umso mehr Dinge, die wir Eltern lieben weichen. Deko, Bilder, Möbel, Lautsprecher, Beamer und Leinwand… Das Wohnzimmer, verbarrikadiert mit Hochstühlen ist ein Indoorspielplatz geworden, ein großer Laufstall. Das brauchen wir auch dringend, denn es ist unrealistisch, die Kinder den ganzen Tag im Auge zu haben. Toilettengang, Essen aus dem Keller holen, Waschmaschine anschalten, ein Baby wickeln, umziehen, Wechselkleidung holen, saugen, kochen … all das muss getan werden. Und da meine Kinder über Tag kaum schlafen (maximal 2 Stunden von morgens 5 bis abends 7) – und dann meist unterwegs im Wagen – muss es irgendwie gehen während die beiden spielen. Minilama, das bis 14 Monate nur robbte und zwar sehr langsam und nur wenn mal was interessant war (was es kaum war) und meist mit einem Buch zufrieden war (wie heute auch noch – das Kind ist noch bibliophiler als ich), war immer da, wo ich war. Ich hatte überall Decken liegen und ein Buch dabei und so gingen wir durchs Haus und erledigten alles. Mit meinen beiden Hochleistungskrabbeln ist die Vorstellung, so zu agieren ein schlechter Witz. Daher sind sie immer in einem (sehr großen) Raum, der ein echtes Kinderparadies ist.
In diesem Jahr der Auszeit haben wir 4 neue Fenster bekommen, eine neue Heizung, mehrere neue Heizkörper, haben Rolladen reparieren lassen, die Einliegerwohnung ausgebaut, bauen den Speicher aus, haben den Ravello Steinteppich auf den Müll geworfen, die Schiebetür in der Küche rausgeworfen, eine Wand im Flur rasugeworfen, den Flur renoviert, den Speicher gedämmt, oben ein neues Veluxfenster einbauen lassen, sehr teure (!) edle Buchenkonsolen für die Treppenschutzgitter geordert), den Keller, wo der Tank stand, in einen schönen Raum verwandelt (der Rest ist Chaos, Chaos, Chaos), 2 neue Kleiderschränke beschafft und in den umgestalteten Kinderzimmern aufgebaut, ich habe ein (für mich) neues, aber nach wie vor kleines Auto gekauft – und die Kinder haben massenweise neue (für sie neue) Gefährte bekommen. Ich habe das Treppenhaus eine gefühlte Million mal geputzt (50 Stufen sage ich nur – und das parallel zu Sirenengebrüll der Babylamas – also mit 100 Unterbrechungen zum Trösten und oft mit einem Kind auf dem Arm).
Es war viel los und doch ist noch so viel zu tun. Im letzten Jahr, wo ich dauerhaft zuhause war, kam mehr als einmal die Wehmut hoch, dass unser Haus ist wie es ist. Verbaut an manchen Stellen, eng an vielen Stellen, ohne nennenswertes Draußengelände zum Wäsche trocknen (erst gestern musste ich beim Nachbarn mein Halstuch abholen, das trocken zu ihm wehte), so teuer komplett zu heizen usw. Oft wollte ich den Bau bei der Sparkasse verkaufen und mir was Neues bauen. Aber auch wenn ich das eigentlich gerne will, weiß ich, dass dieser Altbau die klügste Lösung war und unseren Kindern ein gutes Daheim bietet. Und zudem uns den finanziellen Spielraum, den Kindern etwas zu bieten ohne auf 10 Euro gucken zu müssen. Unser Haus ist in 7 Jahren abbezahlt und komplett renoviert. Wenn Minilama in die 4. Klasse kommt, sind wir schuldenfrei und Minilama kann sich jede Schule aussuchen, kann mit Bus, Bahn oder sonstwie dorthin fahren, kann eine Privatschule besuchen (die es hier im Ort gibt, daher der Gedanke),  kann auch neue Schulbücher haben, wenn nötig, kann mehrere Sportarten machen und noch ein Instrument dazu spielen. Es kann in der 11. Klasse ins Ausland, wenn es will und ein Semester im Ausland studieren. Und seine Geschwister ebenso. Diese Möglichkeiten habe ich schmerzlich vermisst – wenngleich es dafür noch andere Gründe gab. Das ist es mir wert. Ganz einfach. Die Kinder sind die Priorität, was sie brauchen bekommen sie. Und witzigerweise haben unsere Kinder im alten Wohnturm mehr Platz als manches im Neubaugebiet, wo die Kinderzimmer alle eng geplant sind und die Häuser auf 2 Kinder ausgelegt sind. Bekannte von uns, die auch Zwillinge haben stehen aktuell vor dem Problem, dass sie 3 Kinder und nur 2 Zimmer für sie haben und dass die Babies schon lange keine Babies mehr sind und langsam aber sicher eine Raumlösung gefunden werden muss. Das war bei uns kein Problem, da wir noch den Speicher als Ausbaupotential hatten. Alphalama und ich haben oben bald (!) ein Schlafzimmer und ein Büro/Spielzimmer für Große (in das übrigens auch keine Kinder dürfen und zwar grundsätzlich erstmal nicht bis sie nicht mehr alles runterwerfen und in den Mund nehmen. Es ist so schön zu wissen, dass es einen Ort gibt, wo das LThK, mein größter Schatz, und meine teure Glasschale stehen und auch einfach stehen bleiben. Nennt mich nun egoistisch oder kinderunfreundlich – aber ich brauche das. So so dringend.)
Dennoch ist es eben alt und eng und außerdem gibt es keinen Draußenraum (wenn man nicht neben den Mülltonnen spielen will.) und das macht es doch manchmal schwer. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, wann ich diesen zusätzlichen Raum pflegen sollte, zumal ich ja bald wieder vollzeit unterwegs bin und auch oft am Wochenende arbeite. Die Wünsche kommen eben oft dann, wenn man den Kopf dafür freier hat.
Dieses Jahr ging rasch vorüber, die Abläufe sind mittlerweile klar zementiert, ich habe den Alltag und den Haushalt im Griff. Die Kinder entwickeln sich rasant und zu meiner großen Freude. Minilama, problemlos trocken seit es 32 Monate alt ist,  spricht wie ein 5jähriges Kind, liebt Bücher und Hörspiele, bastelt und malt mit Hingabe und erstaunlicher Genauigkeit, zählt alles, was es sieht, fährt seit einem halb Jahr Fahrrad, lernt mit Hochdruck schwimmen und hat ohne ein negatives Wort die Nestgruppe verlassen und zählt jetzt zu den Großen, wo es in kürzester Zeit seinen Platz gefunden hat und sich völlig angstfrei bewegt. Es ist nach wie vor fordernd und durch seine Intelligenz oft anstrengend für die übermüdete und ausgepowerte Mutter, die sie oft mehr Geduld, Ruhe und Zeit wünschen würde. Und dennoch ist es das beste Kind, das ich kenne und hat einfach in allem, was es tut, Champions-League-Niveau. Meine hohen Erwartungen übertrifft das Kind problemlos und lässt mich sprachlos und voller Stolz zurück. Erste Sahne eben.
Die Babylamas sind ganz andere Kinder als Mini. Also im Rahmen dessen dass es Geschwister sind und sie daher vieles gleich machen natürlich. Baby 2 und Minilama sind kleine Zwillinge. Auf den Babyfotos kann man die Kinder kaum unterscheiden, also optisch. Vom Wesen her schon eher. Baby 2, von Anfang an der Süße, ist ein kleiner Krawallo. Schlägt alles überall dagegen. Fläschchen gegen Fenster, Bauklotz gegen Tür, Holzkugel gegen Boden. Wirft Sachen um, räumt lautstark aus. Und lacht dabei. Die Geschwister, eher gemütliche Bauer, meckern dann. Es kann aber auch sehr ruhig sein, wenn z.B. Bücher geguckt werden. Dann ist es aufmerksam und betastet andächtig die Zeichnungen. Und er spricht schon richtig viel, Mama und Papa, danke und bitte und auch schon Ball. Und zwar deutlich und am richtigen Moment. Baby 2 und Minilama sind sehr sehr eng und lieben sich innig. Minilama hat auch eine leichte Präferenz für Baby 2. Ich glaube, das liegt an der dichten Zeit, die die beiden verlebt haben als Baby 1 mit mir in der Klinik war.
Baby 1 fällt optisch ein bisschen aus der Reihe, ein bisschen nur. Aber mir als Mama fällt das stark auf. Baby 1 ist unheimlich niedlich, schmust mit Kuscheltieren, greift nach unseren Händen und schmust sich damit, knuddelt auch die Geschwister inniglich. Es ist unser Handwerker. Wenn bei uns Schmierfett an der Tür ist oder ein Körnchen auf dem Boden liegt – Baby 1 findet es und untersucht es ausgiebig, ist allgemein ein sehr haptischer Typ. Es kann schon seit Monaten den Grimms Stapelturm alleine aufbauen und Formen in die dazu gehörigen Löcher legen. Gezeigt habe ich das vielleicht 2 mal. Für mich ein richtiges Schauspiel. Baby 1 räumt gern den Tisch ab und steht schon länger freihändig. Der letzte Kick zum Loslaufen fehlt noch, wird aber sicher in der Kita kommen. Es ist unheimlich zufrieden und ausgeglichen, ruhig und entspannt. Kommt als einziges von unseren Kindern nach dem Papa, die anderen beiden sind ständig unter Volldampf unterwegs. Baby 1 ist furchtlos und krabbelt schon mal über den ganzen Spielplatz, guckt sich kurz um und wetzt dann weiter.
Die Babylamas sind unheimlich interessiert, wach und zufrieden, ja geduldig, wenn es darum geht, Minilamas Eskapaden auszuhalten. Sie warten auch 10 Minuten voll eingemummelt aufs Rausgehen – bis das Mini sich entschieden hat, Schuhe und die Mütze anzuziehen, zum Glück. Sie sind regelrecht kitareif und gucken sich alles interessiert an. Sie sind ja auch von Geburt an täglich 2 mal dort, haben schon Freunde, die auch dort sind (kleine Geschwister von Minilamas Homies (muss man echt so sagen), die öfters zu Gast sind). Die Eingewöhnung wird sicher ähnlich laufen wie bei Minilama, da beide sicher gebunden sind und ziemlich autonom vom Charakter her sind.
Daher gehe ich mit gutem Gewissen wieder arbeiten. Nach der Elternzeit habe ich meinen Resturlaub aus den letzten 3 Jahren verbraucht, um die Lücke bis zum Kitabeginn zu schließen und trotzdem läuft es wackeliger als ich gehofft hatte. Das Chaos zuhause nimmt gegen Ende ziemlich zu, durch Bauarbeiten und häufige Pausen sieht es hier chaotischer aus als es sollte (Bauschutt im Flur, vergessene Leiter auf dem Treppenabsatz, Farbe im Flur, Äpfel in der Einliegewohnung usw.) und ich bin super froh, dass ich bald mal 45 Minuten hier alleine habe um nach der Arbeit fix klar Schiff zu machen und die Kinder danach abzuholen. Ich freue mich auf über mein Gehalt und die Möglichkeiten, die es mir bietet (neue Schuhe wären toll, eine neue Hose aus – das meiste was ich grade habe, ist irgendwie geflickt oder zu groß. Der Sport hinterlässt seine guten Spuren und ich fühle mich endlich wieder richtig attraktiv und ansehnlich, bin glücklich über das Gewicht, die Frau im Spiegel, die Muskeln und die Leistung, die mein Körper vollbringt). In der Elternzeit waren Ausgaben für mich nicht drin, da lief alles in Haus und in die Kinder, jetzt kann ich mir wieder was Kleines erlauben und das macht mich froh. Ich habe auch bald wieder Ausgang, kann das Haus verlassen, kann mit anderen Erwachsenen reden ohne dass die Kinder brüllen oder auf die Straße rennen wollen, kann Themen jenseits der Kinder und meiner Mutterrolle ansprechen, kann das tun, für das ich 5 Jahre studiert habe.
Das heißt natürlich auch, dass ich mich noch besser organisieren muss, den Haushalt noch effektiver gestalten muss, an mehr denken muss (Arbeitsachen, Kitadinge, Erledigungen usw.) und ein noch schlechteres Gewissen den Kindern gegenüber haben werde. Die Kinder werden lange außer Haus sein, sich sicher wohlfühlen, aber dennoch wird es mir schwer fallen nicht bei allem dabei zu sein und auch, auf die herablassenden Kommentare anderer Mütter adäquat zu reagieren, die ihre Kinder ja nie so lange in der Einrichtung lassen würden. Mütter sind oft die größten Feinde untereinander. Ich bin nur meinen und den Bedürfnissen der Familie Rechenschaft schuldig. Und meine Kinder brauchen die außerhäusigen Erfahrungen und besonders  Minilama, das als ältestes Kind natürlich auch eine Lotsenfunktion innehat,  zeigt mir von deutlich, wo es gern alleine wäre. Meine Kinder sind alle drei auf ihre Weise autonome Kinder. Minilama am deutlichsten, denn es sucht sich, was es interessiert und beschäftigt sich damit. Baby 1 entdeckt die Umgebung ohne Mama ohne größere Angst, Baby 2 spielt 30 Minuten mit Dingen, die Krach machen ohne dass es einen anderen als Ansprache  braucht und versinkt ganz in seinen Büchern. Meine Kinder sind alle drei  keine niedlichen Schmusebären, keine kuschligen Affenbabies, die sich ans mütterliche Fell klammern, sondern sie entdecken ihre Umwelt selbstbewusst und wissen, dass ich immer da bin, um sie zu unterstützen. Diese Beobachtung kommt nicht von mir (obgleich ich durchaus die fachliche Kompetenz habe, sowas zu beurteilen, sondern vom Kinderarzt (für die Zwillinge) und von den Erzieherinnen (für Minilama) – und das ist eine Erfahrung, die auch mal weh tun kann. So sehr andere Mamas sich vielleicht wünschen, ihre Kinder wären mal selbstständiger – so sehr tut es eben auch mal weh zu sehen, dass die Kinder vieles alleine können ohne überhaupt mal zu fragen. Meine drei sind im großen und ganzen keine kuscheligen Babies gewesen, am wenigsten Minilama, aber dafür wussten sie von Anfang an, was sie wollen und haben das lautstark kundgetan. Und auch wenn es mir manchmal schwerfällt: Ich gebe ihnen, was sie brauchen, auch wenn das bedeutet, dass sie weniger Mama haben als ich es mir vielleicht wünschen würde. Dafür sind sie aber glücklich und entfalten sich auf erstaunliche Weise. Daher  (unter anderem) auch die Working Mom. Mein Versuch, den Kindern zu zeigen, dass man seine Wünsche erfüllen kann und versuchen kann eine gute Mama zu sein. Mein Versuch ihnen klarzumachen, dass sie gern ihren Weg gehen können. Und wenn immer etwas ist, bin ich da. Auch wenn es leider noch 35 Minuten Wegstrecke sind. Ich habe im letzten Jahr erfolglos es versucht zu verbessern, werde aber nicht aufhören, für uns einzutreten, damit die Ausgangslage sich weiter verbessert.
Froh auf der einen Seite, abwartend und unsicher auf der anderen. Aber egal: Es geht wieder los. Bist die Eingewöhnung abgeschlossen ist, erstmal mit dem Fuß auf der Bremse, danach dann (erstmal) mit Vollgas. Wie es weitergeht wird die Praxis zeigen. Verändern kann man sich ja immer wieder. Dafür ist Alphalama dann mit dem Fuß auf der Bremse (diesmal weniger, aber dafür länger) beruflich unterwegs und ist präsent für die Kinder.
Working Mom – es geht in die zweite Runde,

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