Neujahrs-Rezeptidee: Schoko Kirsch Straciatella Schichtdessert aus selbstgemachtem Pudding

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Vor einiger Zeit verriet ich an dieser Stelle eine für mich bahnbrechende Entdeckung, wie man Pudding preiswert selbst machen kann, plastikfrei und mit großer Gelinggarantie. Dieser Artikel ist einer der beliebtesten auf diesem Blog. Viele finden ihren Weg darüber zu uns 5 Lamas.
Daher habe ich mir als Belohnung dafür ein feines Puddingrezept für euch ausgedacht: Ein Kirsch-Schoko-Straciatella-Schichtdessert. Schnell gemacht und eine Augenweide auf jeder Tafel.
Vielleicht ein süßer Einstieg ins neue Jahr? Bei uns kam es zumindest neben Alphalamas Geburtstagsbrunch auch an Weihnachten auf den Tisch. Am besten sieht es natürlich in kleinen Gläschen * aus, eine flache Auflaufform * eignet sich jedoch ebenso gut.

So geht es:
Man braucht für die Kirschschicht

  • 1 Glas Sauerkirschen (Abtropfsaft) behalten!

Für den Schokopudding

  • 2 Löffel Kakaopulver
  • 2 Löffel selbst gemachten Vanillezucker
  • 250 ml Milch
  • 100 ml Kirschsaft (Abtropfsaft)
  • 3-5 Löffel Speisestärke

Milch und Kirschsaft zum Kochen bringen. Kakaopulver, Zucker, Stärke mit 5 Löffeln Milch glatt verrühren und in die kochende Milch einrrühren. Beim Erkalten regelmäßig durchrühren, damit sich keine Haut bildet,

Für den Straciatellapudding

  • 3 Löffel fein geriebene Schokolade
  • 2 Löffel selbst gemachten Vanillezucker
  • 350 ml Milch
  • 3-5 Löffel Speisestärke

Milch zum Kochen bringen. Zucker und Stärke in einem Rest Milch glatt rühren, in die kochende Milch einrühren. Erkalten lassen, rühren, in die kühle Masse die Schokolade einstreuseln.

Und dann auf zum fröhlichen Schichten:

Ein paar Kirschen im Glas verteilen, ein Löffel Schokopudding darüber, dann Straciatellapudding. Am Schluss mit einigen Mandeln garnieren.

Vegane Variante: Hafermilch oder Sojamilch verwenden und natürlich vegane Schokolade.

Guten Appetit!

 

Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegeheit, sich bei allen treuen und sporadischen LeserInnen zu bedanken.

Unser Blog sind schon 1,5 Jahre alt und macht uns nach wie vor viel Freude. Aber war wäre er ohne LeserInnen und Menschen, die ihre Meinung dalassen? Der jährliche Rückblick von Jetpack hat uns umgehauen – ein Wahnsinnsergebnis dafür, dass wir das Blog so nebenbei betreiben, es auf unserer Diskstation hosten und einfach das schreiben, was uns beschäftigt – kein Schreibeplan, keine Sponsoren, keine Designer, keine gekauften Werbeposts – reines Hobby.
Danke. So macht das echt Spaß!

Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr!, reines
Die fünf kleinen Lamas

 

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Und was essen Sie? – Mit Lamasus beim Fleisch verarbeitenden Gewerbe

Ich stamme ja aus einer Bauernfamilie, die neben Feldfrüchten auch Tierhaltung betrieben hat – Schweine, früher auch Kühe, Hühner, Puten. Meine Wurzeln ist demnach tendenziell fleischaffin. Aber anders als einige meiner Cousinen, die noch mit dem Teelöffel den Rest Bratensoße aufaßen, mochte ich weder Braten noch Steak so richtig gern. Das kam natürlich alles andere als gut an. Auf Familienfeiern hielt ich mich bis weit über die Volljährigkeit hinaus bei Gemüse in Sahnesoße und Kroketten auf und verweigerte sogar explizit die „delikate“ Zunge, die bei meiner Erstkommunion gereicht wurde.
Fleischbällchen, Würstchen und paniertes Huhn hingegen ging immer ganz gut rein, wahrscheinlich weil das Ganze ja wenig fleischig schmeckt und man auch die Herkunft nicht so genau erkennen kann, wenn man nicht will.
Was in der Pubertät als rebellische Phase abgetan wurde und auch tatsächlich bei den meisten meiner damals ebenfalls Fleisch kritischen Freundinnen eine Phase war, blieb bei mir aber zumindest in Ansätzen, zumindest latent, immer erhalten.
In der Studienzeit wagte ich mich nicht an die fleischlichen Komponenten der Mensakost, bereitete mir auch kein Schnitzel aus der Metzgerei zu – und wenn wir im Wohnheim ein Flurkochen veranstalteten gab es höchstens Geschnetzeltes, wenn ich die Organisation hatte, eigentlich aber eher Gerichte wie mit Gemüse gefüllter Pfannkuchen.
Da ich jedoch den Nährstoffmangel durch Fleischverzicht fürchtete und damals auch wenig Ahnung hatte, was dagegen wirksam zu tun ist, gab es unregelmäßig ein Stück Vernunftfleisch.

Zu frühen Zeiten meiner Beziehung mit Alphalama fand ich mich öfters beim Metzger wieder, nach Zubereitungstips für Fleischgerichte fragend – so als ob das rechte Zubereiten von Fleisch ein Qualitätsmerkmal für meine Fähigkeiten als Frau seien. Rollbraten gab es da und auch fertige Sachen in Garschalen, lecker mariniert. Das alles mundete Alphalama schon, aber sein Verlangen, dass ich all das in den täglichen Speiseplan integriere (ich habe damals schon meistens gekocht, weil ich einen kürzeren Fahrtweg bzw. sogar teilweise nur einen Fußweg zur Arbeit hatte, während er weit über 100 Kilometer fahren musste) war erstaunlich gering.
Und so gab es wieder längere sehr fleischarme Phasen.
Schwanger mit Minilama fürchtete ich sehr um den Eisenwert im Blut und hatte Sorge, dass das Kleine nicht genug tierisches Eiweiß bekäme. Daher quälte ich mir Fisch und Fleisch rein – und trotzdem ging der Eisenwert stetig runter. Auch rote Säfte blieben sinnlos und im letzten Drittel der Schwangerschaft musste ich Eisentabletten nehmen. Da ich natürlich viel zu spät angefangen hatte, blieb mir keine Wahl als dieses schwere tierische Eisen einzunehmen, von dem manche leichte Verdauungsprobleme bekommen; ich hingegen die schlimmsten Darmkrämpfe meines Lebens, Krämpfe, die mich auf dem Boden liegen ließen, die mich nachts weckten.  – Und dabei nie vergessen, dass ich Zwillinge ohne Schmerzmittel entbunden habe! Dass diese Krämpfe auch durchaus eine Frühgeburt hätten auslösen können wurde mir erst viel später klar.
Seit Minilamas Geburt lebe ich nun wieder vegetarisch – mit einer Ausnahme, denn in den Gemüsemaultaschen von Aldi sind 40 Prozent Schweinefleisch enthalten und damit hat Alphalama nicht gerechnet (und auch echt nicht rechnen können!)  als er sie mir auf den Teller schaufelte.
Ich habe auch die Zwillingsschwangerschaft vegetarisch durchgezogen – mit deutlich besseren hb-Werten als beim ersten Mal. Mein Arzt hat nach der Erfahrung mit den Eisentabletten beim letzten Mal meinen Versuch, das Ganze anderweitig in den Griff zu bekommen, mitgetragen. Seit ich mich mehr mit dem Thema Fleischlosigkeit beschäftigt habe, gibt es nicht einfach alles außer Fleisch, sondern mit Tofu und Getreideprodukten, Linsen und anderen Hülsenfrüchten echte Ersatzstoffe aus der Natur. Und natürlich – zumindest für meine Augen natürlich – täglich Eisentabletten. Allerdings sind die pflanzlich und ich nehme sie immer, sodass meine Eisenspeicher nicht leer werden können. Mit drei davon am Tag (und immer mit O-Saft und 2 Stunden von allen Milchprodukten entfernt) kam ich auch durch die Risikoschwangerschaft gut hindurch.
Letzte Woche stand ich wieder in der Metzgerei, denn ich dachte, mein Alphalama braucht nochmal fleischliche Genüsse, aber bitte schon zubereitungsfertig gewürzt und geschnitten. Und wieder mein fragendes Gesicht, der zeigende Finger „was ist das?“, „wie macht man das genau?“ – und mein erklärendes Outing gegenüber der irritierten Fleischereifachverkäuferin „Ich esse gar kein Fleisch, daher die Fragen“. Dieses Outing irritiert natürlich in einem Laden, in dem lachende Schweine an die Wand gezeichnet sind, die sich selbst als „lecker“ anbieten.
Und dann die ehrlich verwunderte Frage der Dame „Und was essen Sie?“

Alltagsästhetik – Weihnachtsbasteln

Alltägliches kann erstaunlich schön sein, wenn man es aus einem anderen, einem unerwarteten Blickwinkel betrachtet. Die Schönheit des Alltags möchte ich in der Reihe „Alltagsästhetik“ einfangen.
Ein Bild, ein paar Sätze, flüchtig wie der Augenblick.

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So was Schönes habe ich schon lange nicht mehr gesehen: Ein Nikolaus aus einer Christbaumkugel. Selbstgemacht von Minilamas Erzieherinnen unter tätiger Mithilfe meines kleinen Minis. Es ist ganz stolz und ich freue mich mit ihm.
Fröhliche Weihnachten allesamt!

Alltagsästhetik – Wenn das Christkind Plätzchen backt

Alltägliches kann erstaunlich schön sein, wenn man es aus einem anderen, einem unerwarteten Blickwinkel betrachtet. Die Schönheit des Alltags möchte ich in der Reihe „Alltagsästhetik“ einfangen.
Ein Bild, ein paar Sätze, flüchtig wie der Augenblick.

 

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Minilama und ich sitzen am Tisch. Es genießt seinen auf dem Heimweg von der Kita selbst gekauften Joghurt und plaudert vom Kindergartentag. Die Babylamas liegen dösend auf ihrer Krabbeldecke. Wir warten auf Alphalama. Auf einmal wird das Mini ganz still und steht vom Tisch auf, und drückt sich die Nase an der Scheibe platt.
Das Christkind backt nunmal Plätzchen – so wird das winterliche Abendrot zumindest hier erklärt.