Advent, Advent

 

Endlich ist es soweit. Der Advent ist gekommen. Und wir haben unseren Wohnturm in adventliche Deko gehüllt.
Der Adventskalender hängt schon.
Und ich lese in meinem Adventsbegleiterbuch, das mir meine Mutter vor ein paar Jahren geschenkt hat, in dem schöne Ideen für die Gestaltung der Adventszeit sind und blättere in meinem liebsten Geschichtenbuch für die Adventszeit.

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Neben den mittlerweile schon klassischen kleinen Büchern über Advent und Weihnachten gibt es dieses Jahr einige nette Kleinigkeiten, an denen Minilama sicher Freude haben wird:

Der Nikolaus bringt dieses Jahr ein Buch, das die Nikolauslegende ein wenig in Wort und Bild bringt. Wir haben so viele Weihnachtsgeschichten und Advents- und Engelchengeschichten, aber über Nikolaus war bisher nichts zu erfahren. Das will ich dieses Jahr ändern und habe direkt unseren schönen Nikolausaufhänger an die Wand gebracht.

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Und natürlich haben Minilama und ich die Advetnsschätze angeschaut und das schönste aufgehängt – und einen Plan gemacht, was an den Weihnachtsbaum kommen soll.
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Der Adventskranz steht (dieses Jahr mit LEDLampen, damit hier kein Großbrand ausbricht)  und die Spielkrippe haben wir auch bereit gelegt. Minilama ist begeistert, wie jedes Jahr und ich (die ich die Krippe in kinderlosen Zeiten angeschafft habe) auch, wie jedes Jahr.

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Unser Adventskranz besteht aus Treibholz, das in Israel angeschwemmt wurde. Den Dauerkranz finde ich noch immer richtig schön.

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Zum Schluss habe ich noch einen echten Geheimtipp für euch, den Minilamas Opa entdeckt hat: Ein riesiges Wimmelbuch zum Advent, das man an zwei Seiten ausziehen kann. Minilama ist begeistert.DSC_0608

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Feuertaufe

So richtig gesund ist ja keiner. Aber so richtig krank war ich zum Glück auch noch nie.  Die großen schlimmen Dinge sind mir dann doch erspart geblieben. So war ich bis zu Minilamas Geburt keinen Tag in einem Krankenhaus.
Je länger ich nicht in eins musste, desto mehr Angst hatte ich davor. Vor der Behandlung, vor den Schmerzen, vor dem Zusammenliegen mit Fremden, vor der ewig langen Zeit, die man rumbringen muss und so weiter und so fort.
Ich bin ja auch die, die lieber eine Geburt ohne Schmerzmittel will als sich einen Zugang legen zu lassen und die eine PDA für ein theoretisches Angebot hält.
Als wir dann die Zwillinge erwarteten, bereitete ich mich schon auf das Schlimmste vor, was blieb mir denn auch übrig bei den Horrormeldungen, die man so hört?
Alles lief wunderbar bis in die 36. Woche hinein. Da wütete ein wütender Kitakeim in unserer Stadt und warf alle Kinder, Eltern und (ohne Übertreibung) die meisten Großeltern danieder. Mitten in der Sommerglut waren wir alle zwei Tage lang am Ende unserer Kräfte – eine böse Bauchgrippe ließ die Apotheker nervös werden und rasch einem größeren Vorrat an Vomex anlegen. Minilama hatte in dieser Woche bereits den Mittwoch Abend in einer fremden Kinderarztpraxis verbracht und seinen Kindersitz und Alphalamas Wagen nachhaltig kontaminiert, das Arme.  Auch Alphalama war ein wenig blümerant zumute  zunächst und dann ging es ihm sehr, sehr dreckig.
Nur ich, Dickbauch-und Dickfuß-Lamasus war noch auf dem Damm und desinfizierte fleißig die Orte des Geschehens. In der Nacht zum Samstag bekam ich dann schmerzhafte Wehen und dachte, die Geburt stünde bevor. Wir stoppten die Wehenabstände und eine immer weiter wachsende innere Unruhe und der dringende Wunsch, in die Klinik zu fahren machten sich breit. Beides für mich deutliche Anzeichen dafür, dass es bald losginge. Und daher wurde das Nofallkommando „Entbindung“  aktiviert. Die Schwiegereltern bereiteten sich vor, das klinikfertige Auto machte sich auf den Weg zur Klinik während ich angstvoll die Wehen veratmete.
Dort angekommen entleerte sich meine Bande noch kurz vor dem Eingang und ich lief vor, um an der Kreisssaaltür zu läuten. Ich durfte direkt ans CTG und das Gerät schrieb fleißig hohe Wehen auf während ich vor Schmerzen nicht wusste, wie ich mich drehen oder wenden sollte.
Alphalama hingegen durfte nicht mit in den Kreißsaal – da er ein Kind (Minilama) dabei hatte, das auf die Abholung durch den Opa wartete. Aber auch danach blieb ihm der Einlass verwehrt – er sah, so die Hebamme, ja aus wie „ausgekotzt“ und gehörte in die Notaufnahme und nicht ans Kreißbett. Konnte ich alles verstehen, aber gut fand ich das nicht.
Mit letztem Akku vom Handy (typisch – wenn man es braucht, ist das Ladegerät nicht zur Hand) rief ich meine Mutter zur Hilfe, damit sie bei der Entbindung anwesend wäre. So ganz ohne Unterstützung wollte ich die Kinder dann doch nicht entbinden, zumal die Wehen im Gegensatz zu meiner ersten Geburtserfahrung derart schmerzhaft waren, dass ich sie kaum aushalten konnte und zunehmend doch über eine PDA nachdachte. Meine arme Mutter, völlig überrannt von der Bitte, knapp 100 Kilometer zu fahren und einer Zwillingsgeburt beizuwohnen, muss sich zuhause erstmal eine Tüte gesucht haben, um dort heftig hineinzuatmen, denn mit dieser Anfrage hatte sie, der ein natürliches Geburtserlebnis samt Wehen verwehrt blieb, nicht gerechnet.
Während Alphalama Medikamente bekam, die ihm helfen sollten, sein Innerstes nicht länger nach außen zu kehren, schlug das CTG unbarmherzig in hohen Spitzen aus und ich, ja ich, wartete auf die Hebamme, um mit ihr ernsthaft darüber ins Gespräch zu kommen, wie ich mit diesen schlimmen Schmerzen bei dieser beginnenden Geburt umgehen sollte. Als sich plötzlich alles änderte: Mir wurde ebenso schlecht wie dem Rest der Stadt. So viel zum Thema Wehentätigkeit. Auch als Zweitgebärende ist man nicht immer sicher, ob es nun losgeht oder nicht.
Ich rief noch um Hilfe, aber die Hebammen waren bei einer komplizierten Geburt im Nebenraum und hörten mich nicht. Daher hatte die arme Putzfrau echt viel zu tun. Witzig fand ich übrigens, dass ich dann zwei Wochen später in genau dem gleichen Kreissaal entbunden habe – und zwar ganz ohne das Gefühl, dass ich die Schmerzen nicht aushalten könnte.
Die Geburt war also verschoben und ich schöpfte neuen Mut, bald heim zu kommen zumal die Kunder top fit waren und von meinem Elend zum Glück nichts abbekamen. Ich schlug sogar das Zugangs-Angebot der Ärztin aus und trank mutig Apfelschorle  – wegen der Elektrolyte. Das war natürlich ebenso idiotisch wie das Elektrolytgelaber im gleichnamigen Film und ich brauchte noch knapp 20 Minuten bis auch ich dann einsah, dass es keinen Zweck hatte und um Zugang und Tropf bat.
Meine Mutter, mittlerweile von der Wendung der Dinge informiert, bremste ihre Tätigkeit etwas ab und aß und trank erstmal was zu Hause – um dann später beim Liegen und Tropfbekommen dabei zu sein. Das war  schon nötig und da Alphalama selbst am Ende seiner Fähigkeiten war, war ihre Unterstützung unabdingbar für mich.
Alphalama war mittlerweile nur noch mit seinem eigenen Leiden belastet – da die Geburt verschoben war übernahmen die Schwiegereltern das gut gelaunte Minilama (das den Virus ja schon ausgestanden hatte – das Ganze war ja in 2 Tagen rum – bei allen) und wartete zusammengekauert am Fußende meines Bettes auf Besserung.
Als die Medizin anschlug gab sich die Krankheit nach letztem wildem Aufbäumen geschlagen und ich konnte abends sogar schon wieder selbstständig ins Bad wanken – sodass ich das Einzelzimmer (das gleiche übrigens, das ich bei der Einleitung auch noch mal kurz hatte)  gegen einen Mittelplatz in einem Dreibettzimmer mit zwei anderen schwangeren Frauen tauschen musste.
Als unsere Babylamas dann zur Welt kamen, hatte das Krankenhaus und vor allem das allein dort bleiben müssen (diesmal gab es natürlich kein Familienzimmer), das Zugang legen und das Tropfbekommen seinen Schrecken verloren – und ja, die 6 Stunden intravenöse Einleitung haben mir keine Angst gemacht, sondern mich nur ordentlich genervt. Die Schmerzen, die ich dabei eigentlich haben sollte, habe ich kaum gespürt. Deutlich besser als Angst fand ich das – und weiß die Feuertaufe mehr als zu schätzen.

Jung im Kopf

Minilama erlernt gerade was Relationalität ist. Alter, Gewicht, Größe – all das kann man am besten in Relation zu anderen ermessen. So ist Minilama jung im Verhältnis zu einem Vorschulkind und alt im Verhältnis zu den Babylamas. Auch sind „seine“ Babies älter als die Neugeborenen, die wir auf dem Spielplatz treffen.
Und wir Eltern? Sind wir nun jung oder alt? Meine Mutter meinte „jung im Kopf“ würde bei mir wohl gut passen als wir drüber sprachen. Unrecht hat sie dabei absolut nicht. Alphalama und ich sind so dazwischen – keine Teenieeltern und unser (Erst-)Studium ist auch schon ein paar Jahre erfolgreich abgeschlossen. Wir haben seit mehreren Jahren Wohneigentum, unterhalten Sparverträge, Versicherungen, fahren unsere Autos mittlerweile auf eigene Prozente und die ersten grauen Haare habe ich auch schon – (wobei ich die schon seit 6 Jahren habe; meine Ausbildung war manchmal ein bisschen stressig.) Handwerker sind immer irritiert, dass wir die Besitzer des Wohnturms sein sollen und wenn dann die Herde noch im Sichtfeld ist, sowieso.
Wenn ich auf dem Spielplatz stehe, bin ich oft verwundert, wie alt manche Mütter sind – oder aussehen. So sehe ich doch nicht aus – frage ich mich dann ängstlich. Und beim Taufvorgespräch vor ein paar Wochen war ein super junges Paar dabei, da kam ich mir richtig alt vor als ich mir klar gemacht habe, dass ich die beiden nicht einfach wie im Studium duzen kann.
Jenseits der 30 ist ohnehin jeder alt dachte ich als Jugendliche und dass man als Erwachsener irgendwie anders ist, vom Wesen her, selbstbeherrschter, zurückhaltender, selbstsicherer, im Allgemeinen auch klüger. Und jetzt?
Im Kopf bin ich immer noch (oft) 16, so kommt es mir manchmal vor. Und dieses Mädel wundert sich, wenn auf der Gehaltsabrechnung unter „Kinderfreibetrag“ eine 3 steht. Irre, dass ich drei Kinder haben soll, denkt sie dann einen kurzen Moment lang.
Und dann wieder Szenenwechsel: Zwillingswagen, Buggyboard, drei schreiende Schätze, und nette Gespräche mit Omis über die Erziehung. Diskussion mit den Erzieherinnen darüber, dass Minilama entgegen deren Annahme sehr wohl  Mütze und Tuch dabei hat und auch beides anziehen soll. Telefonat mit dem Kinderarzt wegen Impfterminen. Dann wirds wieder realer. Aber ein Blick an mir runter schürt die Verwirrung: Gestern in der Rückbildung hatte ich Overknees an, die sich bei näherem Überlegen tatsächlich in die frühen 2000er zurückdatieren lassen. Meine Gazelle sind zwar heute pink und waren früher schwarz – aber es sind nach wie vor die gleichen Schuhe, die ich nach wie vor für eine große Designerrungenschaft halte.
Dass Teile von mir noch immer aussehen wie bei einem Teenager hat die Ärztin im Krankenhaus letztens bestätigt – das war ein richtiger Selbstbewusstseinsboost nach der Zwillingsgeburt. Unerwartet war der Satz, aber er kam zur rechten Zeit.
Figur, Frisur, Garderobe und grundsätzliche Haltungen haben sich in den letzten 15 Jahren bei mir nicht mehr wesentlich verändert, wahrscheinlich, weil ich einfach so bin, wie ich mit 15 war und daher auch mit 30 nicht wesentlich anders ticke. Ich scheine Spielzeug zu mögen, liebe Spielplätze und Kleiderbasare, bin an neuen Entwicklungen bei Gesellschaftsspielen interessiert und stehe tatsächlich auf diese Dialoge, die Kinder mit ihren Kuscheltieren führen und erfinde hier nach wie vor gern was Neues, ich prickele gern und basteln liebe ich sowieso. Mit 15 hätte ich mein jetziges Leben mit Sicherheit super gefunden, denn es ist in vielen Bereichen so geworden wie ich mir ein gutes Leben vorstelle und ich hätte wie damals das Abenteuer, den Nervenkitzel vermisst.
Für meine Herde bin ich wohl auch die Erwachsene, denn sie erleben mich in der Öffentlichkeit als klar und selbstsicher. Diese 16jährige im Kopf meldet sich dann in ruhigeren Momenten und hinterfragt das alles nochmal, ob ich so deutlich habe sein müssen, was die anderen darüber gedacht haben mögen als ich so streng zu Minilama war und ob die anderen mich auch nett finden.
Jung im Kopf scheint sie tatsächlich zu sein; diese Frau, die mit 30 noch immer Sneaker und Hoody trägt, auch wenn sie auf die Arbeit geht, die privat lieber Zug als Auto fährt, die ihre Einkäufe nach wie vor zu Fuß erledigt, die auch mit 3 Kindern wieder einen Micra gekauft hat, einfach, weil das Auto zu ihr passt und sie nicht mehr will und braucht als das.

Geburtstagsbrunch mit Kindern

Alphalamas Geburtstag sollte dieses Jahr endlich nochmal gefeiert werden.
Aber wie mit drei kleinen Kindern? Die typischen Grillhütten und Reinfeierparties können wir uns für die nächsten 10 bis 15 Jahre abschminken, das wird nichts mit unserer Kinderschar. Gegen die Elemente wollen wir nicht arbeiten und die armen Kinder völlig aus ihrer Routine reißen.
Aber trotz allem Verzicht, den man mit drei unter drei üben muss – ein bisschen was Schönes brauchen wir schon, um Mut und Moral hochzuhalten. Und die Freunde sieht man auch gern nochmal.
Früher habe ich meinen Geburtstag auch regelmäßig gefeiert, aber vor zwei Jahren diese Tradition offiziell eingestellt. Zum einen, weil ich immer mehr der Gäste nur ein Mal im Jahr zum Geburtstag gesehen habe, zum anderen weil das Einladen von 20 Leuten (Freunde und Familie) auf Dauer echt richtig ins Geld geht, zu guter Letzt, weil ich immer die einzige war, die gefeiert hat und selbst nie auf nette Feste gehen konnte – all das hat mich in den letzten Jahren immer mehr frustriert und geärgert als dass es mir noch wirkliche Freude gemacht hätte. Und dafür ist ein solches Fest zu viel Arbeit.
Dieses Jahr wollte ich nach der richtig großen, schönen und auch sehr anstrengenden Tauffeier (wir mussten ja alles mit drei Kindern, die eigentlich eine Vollzeitbetreuung brauchen kochen, backen, vorbereiten – das geht unheimlich an die Substanz, zumal die Dinge ja nicht irgendwann, sondern zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt fertig werden müssen) eine Party für Alphalama geben, denn er hatte einen runden Geburtstag zu feiern.
Die neu gestaltete Einliegerwohnung eignet sich super zum Feiern – und der Anlass, dort erneut 10 Erwachsene und fast ebenso viele Kinder zu beherbergen, ist auch eine gute Motivation, den Raum wohnlicher und hübscher zu gestalten.

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Ich entschied mich auch angesichts der kinderreichen Gäste für einen Sonntagsbrunch, von 11 bis 16 Uhr. Klar, für den Mittagsschlaf der Kleineren ist das auch nicht ideal. aber das zwanglose Büffet ist eine grundsätzlich gute Sache. Und zum Auflockern kann man ja einen Spaziergang zum Spielplatz einschieben.

Normalerweise backe ich für Feste alles selbst, Brot, Brötchen, Kuchen, Muffins, Brownies, Baguettes – was man so braucht und mache auch Dips, Salate und Soßen usw. alle frisch. Bei der Taufe habe ich das auch tapfer durchgezogen, aber dieses Mal wollte ich es mir etwas leichter machen.
Es gab also Folgendes:

Sektempfang mit Knabbereien

(Aufback)brötchen
(Aufback)croissants
(Aufback)bagels

Frischen Obstsalat
Je eine riesige Käse- und Wurstplatte
Süße und herzhafte Aufstriche, Marmelade, Konfitüren (aus meiner Vorratskammer)
Eine große Rohkostplatte zum Naschen

Mehrere Sorten selbst gemischtes Müsli

Naturjoghurt

Ein Schichtdessert mit Kirschen und zweierlei Sorten Schokocreme
2 Sorten Muffins, die saftigen mit dicken Schokostückchen

Meine weltbeste Kürbissuppe mit Kokosflocken (die kann man super vorkochen und einfrieren) – schmeckt himmlich, ein Foto von 4 Liter oranger Suppe mit Kokos drinnen enthalte ich euch aber lieber vor, das sieht nicht so toll aus

Eine Tee- und Kaffeeauswahl
Säfte, Sekt und Mineralwasser

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Auf Eierspeisen aller Art haben wir aus Hygienegründen bewusst verzichtet, so ist auch die Waffelbar letztlich ausgefallen – auch weil ich Angst hatte, dass sich ein Kind am warmen Eisen verbrennt.

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Wir hatten noch die Biertische von der Taufe und haben eine große Spielecke mit unseren Lieblingsspielsachen eingerichtet, Lego *, Kugelbahn *, Stapelturm *, Formenwagen *,  Malecke und einige andere klassische Spielsachen aus Holz.
Das Adventsfenster (separater Post folgt)  und die Lichterkette haben der ganzen Sache den letzten Schliff verliehen.

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In der Vorbereitung war das alles super entspannend und für eine Person mit nur wenig und nicht zusammenhängender Vorbereitungszeit sehr gut zu machen. Ich habe in den letzten Wochen im Laden immer wieder das eine oder andere eingekauft, von der großen Liste abgehakt und eingefroren.
Es gab bewusst keine Kuchen oder komplexe Speisen, sondern nur kleine feine Snacks. Dadurch, dass vieles nur noch veredelt werden musste, hatte ich eine Geschmacks- und Gelinggarantie – auch wenn ich es parallel zu der Kinderbetreuung machen wollte.
Der Backofen wurde auch nur ein Mal angemacht, dann wurde alles nach und nach durchgebacken – energetisch also auch super.
Die Tafel war fertig gedeckt und bestückt als der Besuch kam und wurde am Ende des Fests abgedeckt – keine Rennerei zwischendrin, wir konnten die ganze Zeit mit den Gästen plaudern. (Nur die Suppe musste erwärmt werden – das ging aber dank Alphalamas Brau-Induktionsplatte auch unten aber sehr gut. (Solange die Küche noch nicht da ist, ideal.)

Geburtstagsbrunch – eine nette Art, entspannt zu feiern – auch mit größeren Gesellschaften. Wirklich weiterzuempfehlen!

Butterweich

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Leider habe ich nie richtig nähen gelernt, ebenso wenig wie kochen oder putzen oder einen Haushalt führen. Auf dem allgemeinbildenden Gymnasium, das ich besucht habe, waren diese Dinge nebensächlich. Fand ich damals auch, heute sehe ich es etwas anders. Daher muss ich all diese Fertigkeiten nun nachlernen, wenn ich nicht einen Haufen Geld für kleinere Näharbeiten oder Haushaltshilfen ausgeben möchte. Was ich nicht will, da ich mein Geld am liebsten in die Kinder und den Wohnturm investiere, eben in bleibende Werte.
Nachlernen ist mühsam und dauert lange, oft weil ich einfach nicht das nötige Problembewusstsein habe und nicht alles übersehe oder weil ich keine Ahnung habe, wie man sich richtig organisiert.
Dank meines neuen Hauswirtschaftsbuchs (ein Schulbuch für die Mittelstufe) bin ich schon einige Schritte weiter was den Haushalt mit 5 Personen angeht. Eine Großfamilie sind wir ja bei Weitem nicht, aber ich habe trotzdem kein Modell an dem ich mich orientieren könnte – drei Kinder sind unüblich, ein Leben ohne die regelmäßige Hilfe von Großeltern oder Externen ebenso und arbeitende Mütter mit drei Kindern sowieso.
Wir müssen also einen neuen Weg finden, das Leben neu zu organisieren.
Das Nähen ist dabei eher ein Hobby, wenngleich ich auch das Ziel habe, Geld zu sparen, wenn ich etwas nähe. Ich kaufe gebrauchte Stoffe, zerschneide Kleidung Erwachsener, die in den Altkleidercontainer sollten und habe das Glück, dass meine Mutter in Österreich eine Walkquelle aufgetan hat. Dort kann sie Reste aus der Textilproduktion für lächerliche Summen erwerben. Und der Walk, den sie mir mitbringt ist nicht nur butterweich, er näht sich auch butterweich. Ich habe mir die Kataloge der Firma angesehen – tolle Trachtensachen zu entsprechenden Preisen,
Eine Kinderwalkhose meiner Lieblingsfirma kostet mich zwischen 35 und 60 Euro, je nach Kleidergröße. Die wundervolle Walkhose, die ich so butterweich in 15 Minuten selbst genäht habe, hat an Material 4 Euro gekostet (Bündchenstoff mal sehr sehr großzügig mit 1 Euro berechnet und den Walkrest, der noch  ein Hosenbein einer anderen Hose ergeben wird mal mit 3 Euro, auch sehr großzügig, da meine Mutter 6 Euro bezahlt hat für diesen Rest und ein Stück, das 2 Kinderjacken ergibt). Meinen Stundenlohn lassen wir mal raus, denn ich bin nicht ganz billig, aber da ich es ja für meine Kinder genäht habe ist das auch ok von der Kalkulation her.
Je öfter man es macht, je besser klappt es. Dank guter Leihnähmaschine von Alphalamas Oma hüpft öfters mal was Kleines aus der Maschine; Mützen, Tücher, Hosen, letztens sogar eine Babytrage für Minilama.
Es wird.