Erstausstattung bei den drei kleinen Lamas – die Zweite

Vor ein paar Tagen habe ich unsere Erstausstattung vorgestellt. Der Artikel ist ziemlich lang geworden – und mir sind noch weitere Dinge eingefallen, die wir gut brauchen konnten.
Wie eine kuschlige Babydecke *, oder eine gute Nagelschere
Um die ganzen vielen Anregungen übersichtlicher zu gestalten, folgt heute die kurze Zusammenfassung der wichtigsten Erstausstattungsanschaffungen.

Kleidung

  • 5 Halbarmbodies
  • 3 Strampler/Schlafanzüge – am besten mit Druckknöpfen im Windelbereich
  • 3-5 Hosen mit breitem Bund
  • 3-5 Oberteile mit breiter Halsöffnung
  • 1 Strampelsack
  • 3-5 Paar Socken (Baumwolle und gestrickt)
  • 2 Strumpfhosen
  • 1-2 Mützen oder Häubchen
  • 1 warmer Overall (außer im Sommer)
  • 2 Schlafsäcke

Mit ein bisschen Suchen lässt sich das preiswert gebraucht bekommen

Unterwegs

  • Kinderwagen und oder Tragehilfe – gut gebraucht
  • Babyschale
  • Wickelunterlage
  • Windelbeutel*

Sauber halten

Auch hier: Die Windeln haben wir alle gebraucht erstanden.
Mehr Infos hier.

Wohnen und schlafen

  • Wickeltisch mit Auflage* (hier auf Bioqualität achten. Gründe: hier). Anstelle einer giftigen Plastikauflage, lieber selbst was nähen, denn ein Neugeborenes liegt echt viel auf dem Wickeltisch. Daher habe ich gern den Mehraufwand zum Waschen auf mich genommen – das Kind pieselt ja nicht jeden Tag mehrmals auf die Wickelunterlage – manchmal hat man ja noch schnell ein Tuch zum Unterlegen bereit oder eine Windel. Babypipi stinkt auch nicht – und kann ruhig getrocknet werden
    Wir haben für unsere Auflagen folgendes genommen: alte Baumwolle oben, eine alte Fleecedecke unten, Volumenfleece zum Füllen.
  • Pendelwiege
  • Babymatratze mit Bezug (oder altem Frottierhandtuch- geht auch gut)

Guten Appetit

  • 6 Fläschchen
  • 6 Sauger
  • Vaporisator

 

Spielzeugideen, die sich bei uns bewährt haben, folgen in einem späteren Post

* Das sind Amazon Affiliate Links

Neuer Inhalt auf dem Blog – und Neuigkeiten aus dem Wohnturm

In den letzten Wochen bin ich immer häufiger über Pinterest gestolpert. Ich bin dort schon etwas länger angemeldet, habe es bisher aber kaum benutzt.
Im Moment bin ich jedoch viel mit dem Wohnturm beschäftigt; wir haben wieder ein paar neue Fenster zusammengespart und daher sind das Gästebad im Erdgeschoss und das Lama-Hauptquartier auf dem Speicher jetzt auch mit den tollen Holz-Alu Fenstern ausgestattet, die wir in den beiden Wohnetagen ja schon seit einem halben Jahr mit großer Freude anschauen. Eine dritte Fenstersession halten wir wahrscheinlich in einem Jahr – das zweite Speicherfenster auf dem Wäschespeicher und die Fensterfront in der Einliegerwohnung stehen dann an. Das ist im Moment nicht so dringlich wie die beiden, die wir gestern getauscht haben (wieder ohne nennenswerten Dreck und ohne Stress, top Firma sag ich nur). Gerade das Hauptquartier auf dem Speicher mit dem genialen Stadt- und Fernblick wird viel benutzt. Und da haben die alten Vollalufenster des Öfteren für kalte Hände und kalte Ohren gesorgt.
Die Fenster waren der erste Schritt für eine größere Umbauaktion. Die Vorbesitzer haben den Speicher mit gutem Willen ausbauen wollen – ich glaube als Gästezimmer.
Aber Lust, in Qualität zu investieren hatten sie nicht – war ja dann doch nur der Speicher. Das heißt, die Raumabtrennungen sind da, auch ein Bad (sogar V&B Badmöbel in retro-grün), das Zimmer ist vertäfelt (schön vertäfelt), aber die Idee einen offenen, nicht beheizten Raum, ähnlich wie einen Wintergarten im Treppenhaus anzulegen und daneben dann ein Gästezimmer zu machen, erweist sich für unseren Bedarf als nicht geeignet. Daneben ist da noch der große Trockenspeicher und der Aufgang zum Kniespeicher.
Wir gehen in naher Zukunft erstmal die beiden eben vorgestellten Räume an – und lassen im Sommer daneben das Bad rückbauen. (Ein nicht genutztes Bad auf der Höhe stinkt an manchen Tagen gewaltig und nimmt ordentlich Stauraum ein). Wenn das Bad rückgebaut ist, wird dort hinter einem Vorhang ein schöner Raum für nicht Genutztes entstehen.
Der „Wintergarten“ und das Büro werden wieder miteinander verbunden – die Trennwand (Vertäfelung mit Steinwollinnenleben) wird weichen; die offene Wand im Hausflur wird zugemauert. Dann ist auch der jetzt offene Raum heizbar und bekommt durch die (neuen) Fenster Tageslicht.
Im Moment liegt im Büro ein Teppich (zum Glück der einzige im ganzen – sonst mit Parkett ausgestatteten – Haus) und der Wintergarten ist mit PVC (wird bald zum Sondermüll gebracht) ausgelegt. Die Bodenbeläge werden durch einen einheitlichen Belag ersetzt; Kork oder Eiche – wir sind noch hin- und hergerissen.
Die Wand bekommt Raufaser und einen weißen Anstrich – eine Wand wird vielleicht bunt, mal sehen.
Und dann wird das Hauptquartier richtig eingerichtet: Im hinteren Bereich: Hausbibliothek, vorne: Näh-Bastel-Sport-Arbeits- und PC-Raum.
Für dieses (und noch ein paar andere) größere und kleinere Projekte im Wohnturm brauche ich Inspiration und gute Ideen. So bin ich dann wieder auf Pinterest gestoßen und habe mich ein bisschen vertraut gemacht mit dem Ablauf dort.
Wer mag, kann rechts auf unserer Startseite auf den neuen Button klicken – dann kommt ihr direkt zu meinen Pinnwänden, die ich sicher jetzt häufiger aktualisieren werde.

Tipps für die Erstausstattung – was haben die drei Lamas wirklich gebraucht?

Immer wieder stolpere ich beim Lesen über Listen anderer Bloggerinnen, was sie als Erstausstattung haben brauchen können und was sie besser im Geschäft liegen gelassen hätten.
Ich finde diese Auflistungen immer total spannend und inspirierend und habe mir daher überlegt, selbst eine zu erstellen.
Wir haben ja mittlerweile auch einiges an Erfahrung mit dem ganzen Babywahnsinn – und im Nachhinein muss ich sagen, gibt es einige gute Tipps, um nicht im Babyfachmarkt weinend zusammenbrechen zu müssen oder gar sein ganzes, nach der Traumhochzeit wieder angehäuftes, Erspartes auf den Tisch legen zu müssen.
Man kann zwar viele Probleme mit Geld lösen, aber die Erstausstattung ist definitiv keines dieser Probleme – zumindest unserer Erfahrung nach!

Kleidung

  • Bodies
    Ich bevorzuge Bodies mit halbem Arm und amerikanischem Ausschnitt. Tatsächlich auch bei Neugeborenen. Wickelbodies fand ich immer sehr kompliziert anzulegen und das Drücken hat Minilama immer genervt. Die Halbarmbodies lassen sich gut anziehen und sind auch schön warm. Gerade bei empfindlichen Kindern empfehle ich Wolle-Seide-Bodies* , für alle anderen Bio-Baumwolle*. Gerade bei den kleinen (und besonders bei ganz kleinen Babies) sollten die Kleider keine Pestizide oder so etwas enthalten; das gibt gerne Ausschläge. Von daher war meine Faustregel: Entweder bio kaufen oder gebraucht erwerben (wer mag, guckt mal hier, was wir so alles gebraucht im Angebot haben). Neue Kindersachen wasche ich immer zwei Mal mit meinem selbstgemachten Waschmittel). Die erste Größe hängt natürlich davon ab, wie groß der kleine Erdenbürger ist. Ich hatte bei Minilama 56 als kleinste Größe. Mit 5 Bodies bin ich gut hingekommen.
  • Strampler/Schlafanzüge
    Strampler sind regelrecht klassische Babysachen. Diese Einteiler mit langem Arm (meist Schlafanzüge*) oder  ärmellose Strampler* mit einem Longsleeve lassen Platz für das Windelpaket, sind schön warm an den Nieren. Gerade nachts muss man sich überlegen, ob man welche mit Druckknöpfen an den Beinen nimmt, sonst muss man das ganzen Kind ausziehen. Strampler braucht man nicht so viele, wir kamen mit 3 Stück in der kleinsten Größe gut hin. Strampler bekommt man aber auch gerne geschenkt.
  • Hosen
    Wir sind rasch von den Stramplern auf Hosen* oder Leggings* umgestiegen. Klasse sind auch die Strampelhosen* mit Beinen – wenn man ein agiles Kind hat, das die Socken gern abstreift. Ich fand Hosen praktischer, man kann damit das Kind gut wickeln ohne es ganz ausziehen zu müssen. Bequem sind die Jerseysachen ja ohnehin. Bei einem Neugeborenen finde ich einen Strampelsack* auch schön. Im Sommer zudem ein guter Ersatz für den Schlafsack
    Im Winter empfehle ich diese beiden Schätze: Beim Liegebaby*, beim mobil werdenen Baby*.
    Die Sachen, die ich euch hier zeige, sind preisintensiv, das weiß ich. Allerdings: Minilama trägt die Walkhose schon den zweiten Winter. Es ist seine einzige warme Winterhose; ich habe sonst keine gebraucht, denn die Sachen sind spitze und müssen wenig gewaschen werden (lest mal hier, was ich über Walkstoffe zu sagen habe). Wer fit mit der Nähmaschine ist, kann sich Babyhosen auch selbst schneidern; ich bin großer Fan der Fridas.
  • Oberteile
    Egal ob Stramplerbaby oder Hosenbaby: Obenrum braucht man was Schönes. Wir tragen am liebsten Longsleeves* oder wenn es warm wird, Shirts* – gern mit bunten Mustern. Drüber gibt es bei uns immer ein Walktop*. Shirts braucht man 3-5 (wenn man nicht mehr schöne findet). Das Walktop wächst über mehrere Monate mit; Minilama wurde sein erstes nach mehr als einem Jahr zu klein.
  • Socken, Mützen usw.
    Wir hatten 4 Paar selbstgestrickte Wollsocken – die wärmen am besten (auch die großen Füße der Eltern), super in Kombination mit einer dünnen Strumpfhose,  und ein schönes Häubchen* für den Anfang. Wer eine strickende Oma daheim hat, sollte schon einmal Strickmützchen bestellen.
  • Was Warmes für obendrüber
    Wenn es draußen kalt ist, ist ein Overall* klasse, der wärmt schön im Kinderwagen oder im Tragetuch.

Unterwegs

  • Kinderwagen/Tagetuch
    Die Entscheidung Tragetuch oder Kinderwagen ist oft eine dogmatische Entscheidung – zumindest habe ich in der Bloggerwelt oft den Eindruck. Ich war dieser Entscheidung schnell enthoben, denn nach der Entbindung hatte ich Schwierigkeiten, mein eigenes Gewicht zu bewegen; ein Baby hätte ich nicht gepackt. Unterwegs sein, wollte ich aber trotzdem; das stramme Gehen mit dem Kinderwagen hat mich wieder fit gemacht. Und frische Luft tut dem Baby gut, ob nun im Tragetuch oder im Kinderwagen. Wir haben uns nicht für ein Modell entscheiden können (Gründe findet ihr hier). Ich dachte mir, egal wie teuer, giftig ist das Ding ohnehin. Warum also viel Geld ausgeben. Zumal: Ein teurer Wagen ist – abgestellt vor der Kinderarztpraxis beispielsweise – ein echtes Ziel für Diebe (bei uns im Ort tatsächlich schon passiert; manche Ärzte in der Nachbarstadt bieten sogar Schlösser zum Verleih an, damit die Mamas ihre Wagen an der Wand/Treppe festmachen können). Langer Rede kurzer Sinn: Wir hatten einen sehr preiswerten Wagen*, allerdings einen neuen. Er ist in den ersten 9 Monaten bis Minilama sicher (!) gesessen hat, sehr viel benutzt worden und zu Spitzenzeiten 10 km am Tag gelaufen. Ich habe ein Ersatzrad gebraucht, sonst nichts. Manche Besitzer der teuren Wägen haben mehr Ärger gehabt; wir hatten also Glück.
    Daneben hatten wir zwei Tragehilfen (bitte immer auf die korrekte Anhock-Spreizhaltung achten) – gerade für kurze Strecken, für den Arztbesuch (ist bei uns nur schräg gegenüber), den schnellen Schoko-Einkauf oder den Gang zum Briefkasten im Nieselregen oder zum Knuddeln des weinenden, nähebedürftigen oder zahnenden Babies fanden wir es klasse.
    Alphalamas Wahl ist nach Testen in der Klinik (ja, in der Klinik gab es eine Trageberaterin unter den Schwestern, die Alphalama nachts, als das kleine Lama untröstlich war, geholfen hat) auf dieses* gefallen.
    Ich wiederum habe schon in der Schwangerschaft ein Auge auf dieses* geworfen. War eine super Wahl. Das kleine Lama ist noch heute manchmal darin unterwegs. Es passt super in den Rucksack und wenn die Müdigkeit groß wird, ist es schnell angelegt.
    Beide haben wir preiswert gebraucht erstanden (gerade, wenn man keinen großen Wert auf das Muster oder eine limitierte Edition legt.)
  • Im Auto
    Autositze kaufe ich nicht gebraucht; aus Prinzip nicht. Ich kann ja beim Gebrauchtkauf nicht nachvollziehen, ob der Sitz schon mal ordentlich runtergefallen ist und jetzt einen Haarriss hat oder so. Da muss es noch nicht mal ein Unfallsitz sein. Mag sein, dass ich hier zu penibel bin, aber was die Sitze angeht, haben wir nicht gespart.
    Die Babyschale* sollte leicht sein (das Kind wird ja immer schwerer), so leicht wie möglich – und sicher natürlich. Schonbezüge habe ich keine angeschafft, manche machen das, aber da wir mit Minilama nur wenig im Auto unterwegs waren, wurde auch nur wenig gespuckt. Ich habe die Schale später auch zum Füttern benutzt (gut mit alten Handtüchern ausgelegt und dann „Guten Appetit“). Allerdings hat Minilama als Baby darin nicht im Haus gelegen. Das sieht man manchmal: Babyschale als Babybett oder Babyschale als Kinderwageneinsatz. Von beidem halte ich wenig aus Sorge um den Rücken des Babies. Minilama hat oft auf einer Decke auf dem Boden gelegen; immer in dem Raum, in dem ich grade war. Oder in der Wiege (dazu gleich mehr).
  • Eine Wickeltasche
    … habe ich keine – die tauchen ja oft in den Listen auf. Ich bin schon seit Schultagen eher Rücksackträgerin als Handtaschenfrau, allein wegen des Rückens – und weil bei mir meist mehr als ein Buch dabei ist. In den Rucksack packe ich dann auch die Wechselkleider, eine Wickelunterlage aus Stoff, das Fläschchen (jap, Minilama ist Flaschenkind gewesen, trotz Ökohaushalt – Gründe findet ihr hier), die Windel, der Windelbeutel usw. Wir packen für das Kleine immer sehr leicht, ich glaube das leichte Reisegepäck ist Übungssache – noch aus Studitagen. Es gibt im DM ja Wickelstationen (das heißt, in der Stadt ist man safe) und Öl und Papier haben wir auch bei den Omas gelagert.
    Ich muss euch mal ein Bild von meinem Wickelzubehör posten. (Folgt)

Sauber halten

  • Windeln
    Wir wickeln ausschließlich mit Stoff. Guckt mal hier und hier. Die werden mit selbstgemachtem Waschmittel gereinigt und auf dem Speicher (wir lieben unseren Wohnturm) aufgehängt bzw. im Sommer auf dem Minibalkon aufgereiht.
  • Pflege
    Wir kaufen nicht viele Pflegeprodukte. Guckt mal hier (Wundsalbe). Zum Reinigen nehme ich Rapsöl, zum Abwaschen Baumwollwaschlappen oder ungebleichte Kosmetiktücher. Das war’s im Großen und Ganzen. Daneben lasse ich mir in der Apothek Zinksalbe anrühren und habe Bouretteseite daheim (für den wunden Po)

Wohnen und schlafen

  • Wohnen
    Wer jetzt einen Link zu einem herrlichen Babyzimmer erwartet, wird enttäuscht. Ich finde diese Zimmerchen aus dem Möbelhaus auch total hübsch und süß – klar. Aber: nach dem ersten Besuch dort bin ich fast ohnmächtig in die Cafeteria gewankt und brauchte erstmal was Süßes.
    Die Preise sind mir einfach viel zu hoch gewesen. Freunde von mir haben sich ein Auslaufmodell (das ist echt ein Tipp zum Geldsparen) gekauft. Als wir letztens drüber gesprochen haben, waren sie gemäßigter Stimmung ob ihrer Erwerbung. Denn: So richtig bedarfsgerecht sind die Babyzimmer oft nicht.
    Ein Beispiel ist die Höhe des Wickeltischs an: 85-95 cm sind die im Schnitt hoch – (zum Vergleich: unser Kinderwagen geht beim Schieber bis auf 110 cm.) für hochgewachsene Lamas eine Zumutung. Daher hier unser Ikea-Hack.
Der Wickeltisch
Der Wickeltisch

Wir haben am Wickeltisch Regale für die Kleidung und die Pflegeartikel angebracht. Daneben hatte ich zur Aufbewahrung ein Expedit-Regal und einen alten Schrank in Verwendung. Das hat alles eine Birkenfurnieroberfläche und sah daher einigermaßen einheitlich aus.  Ich habe noch die Möbel aus meinem alten Jugendzimmer (Bett, Nachttisch, Regal, Kiste, Schreibtisch)- Kiefer massiv aus den 80ern. Die kommen nach und nach ins Kinderzimmer, je nachdem, wie die Bedürfnisse von Minilama sich verändern. Das Zimmer wächst mit dem Kind – das ist meine Idee dahinter.

  • Schlafen
    Minilama hatte als Baby eine Pendelwiege* mit Rollen – ohne Himmel oder Nestchen oder so was; dafür mit einer guten Matratze* (die ich auch für das Babybett später nochmal gekauft habe; bin überzeugt). Damals haben wir noch in der Wohnung gelebt – die war auf einer Etage. Daher konnte Minilama immer bewegt werden, auch schlafend. Das war praktisch.
    Wir haben vom Kauf eines BabyBay abgesehen; das ist ziemlich klein und ich befürchtete, dass wir davon nicht lange haben würden. Die Pendelwiege hat knapp 8 Monate lang gute Dienste geleistet.
    Danach hat Minilama mein altes Kinderbett bekommen (ein 4-Generationenbett – schon meine Oma hat drinnen geschlafen, echtes Holz, wird wie viele alte Möbel zusammengesteckt und ist in 2 Minuten auf- und abgebaut).
    Minilama hatte einige Schlafsäcke, die ich alle in Ebaypaketen ersteigert habe. Ich hatte aber auch ein Sommerbaby; da musste es nicht so warm sein.
    Für den Winter finde ich diesen* super oder auch diesen*.
    Am Anfang hatte ich immer 2 in einer Größe zuhause, denn wenn die Windel überläuft, ist man froh um Ersatz.

Guten Appetit

  • Die Wahl von Fläschchen, Sterilisator, Schnuller (ja oder nein und wenn ja, welcher), Milchnahrung – puh, das sind schwere Entscheidungen für alle Mamas, die nicht stillen können oder wollen.
    Wir waren leider sehr unvorbereitet, da ich auf die These vertraut habe, dass jede Frau stillen kann. Ich habe nach der natürlichen Geburt ohne Schmerzmittel nicht die gewünschte „Zielgerade“, erreicht und daher folgte aufs Zufüttern und das verzweifelte Abpumpen, parallel dazu das Lasern und die Wundversorgung (auch zahnlose Münder können feste beißen, wenn sie richtig Hunger haben) die Vernunftentscheidung.
    Dann musste es schnell gehen und wir waren total planlos; das Thema würde ich heute nicht mehr so nonchalant angehen.
    Da aber jedes Kind andere Bedürfnisse und Vorlieben hat, was das Trinken angeht, kann ich schlecht individuelle Tipps geben. Probiert einfach mehrere Marken und Sauger aus – und achtet darauf, dass ihr das Zubehör in der Nähe bekommen könnt. Wenn ihr mal schnell einen neuen Sauger braucht, seid ihr dankbar.
    Wenn ihr Plastikflaschen wählt, stellt sicher, dass sie BPA-frei sind. Oder guckt mal hier* (Glas) oder hier (Edelstahl) – es gibt ja gute Alternativen zum Plastik.
    In meinen Vaporisator* (aus Sorge vor Verbrennungen am Arm durch Wasserdampf habe ich diese Ausgabe gemacht; außerdem vergisst man nichts auf dem Herd, das an- und einbrennen kann) passen sechs Flaschen; soviele hatte ich auch daheim als die passende Saugerform dann gefunden war. Die alten Flaschen lassen sich gut wieder verkaufen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

Spielsachen

  • Lässt man sich am besten schenken :) Guckt mal hier. Da sind schöne Ideen für die Wunschliste dabei.

Viel Freude beim Stöbern!

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Ist ihr Kleines gegen Masern geimpft?

Mit die besten Gespräche habe ich im Schwimmbad. Bei diesem meditativen Bahnenziehen kommt man oft ans Reden – zumal man oft die gleichen Menschen dort trifft, die die gleiche Liebe fürs Wasser haben.
Heute war es wieder soweit. Die drei Lamas sind ja im Schwimmbad gut bekannt, da wir alle mindestens ein Mal in der Woche dort planschen.
Eine ältere Dame,  mit der ich dort manchmal plaudere, fragte mich heute: „Ist Ihr Kleines eigentlich gegen Masern geimpft?“
Sie hat im Radio von den Masernfällen in den USA und auch in Berlin gehört und war interessiert, wie junge Eltern von heute mit dem Thema umgehen. Sie selbst hat übrigens in den 1970ern einen privaten Kindergarten mitgegründet, der auf antiautoritären Ideen basierte, was sie heute lächelnd mit „Das Konzept hat nicht geklappt, war aber interessant zu beobachten, wie die Kinder reagieren“ kommentierte.
Und ich, mitten in der entspannten Schwimmbewegung, überlegte wie ich antworten soll.
Manchmal ist eben Zeit für ein klares Statement, dachte ich. Und daher war die Antwort:  „Sicher. Wir sind ja keine Impfgegner.“
Ja, das ist tatsächlich unser klares Statement. Mein Impfbuch ist im Moment in meinem Kalenderbuch abgelegt; die anderen Lama-Bücher sind direkt greifbar im Büro. Alle paar Jahre kommen die mit zum Arzt, um zu schauen, dass auch alles noch frisch ist.
Wenn man die Möglichkeit hat, dem eigenen Kind – und solidarisch auch alten, geschwächten Menschen, Non-Respondern oder Kindern im Mutterleib – eine gefährliche Krankheit zu ersparen, sollte man das auch tun. Für mich ist diese Form der Solidarität keine Frage einer individuellen Wohlfühlmentalität oder so etwas. Ich bin wirklich dankbar für den medizinischen Fortschritt in diesem Zusammenhang – und das betrifft nicht nur Masern.
Früher gab es mal den Slogan „Schluckimpfung schmeckt süß; Kinderlähmung ist grausam“ gegen Polio – darüber habe ich als Kind oft nachgedacht. Auch eine injizierte Impfung tut nicht weh, ernsthafte Nebenwirkungen haben sie heute auch nicht mehr.
Wenngleich ich beim Baby-Minilama gerade nach den Mehrfachimpfungen gut auf seine Temperatur und sein Trinkverhalten geachtet habe und Fieberzäpfchen bereit hatte.
Ich habe an verschiedenen Stellen ja schon erwähnt, dass wir in vielerlei Hinsicht auf ökologisch erzeugte Speisen und Kleidungsstücke Wert legen; beim Hausumbau nach Alternativen zu den üblichen Materialien suchen und auch allgemein versuchen, ein nachhaltiges Leben zu führen und unsere Konsumentscheidungen gut zu überdenken. Dennoch kaufen wir aus Überzeugung nichts von Demeter oder Weleda (was manchmal richtig herausfordernd ist), geben im Krankheitsfall keine Globuli und denken auch nicht über Waldorfschule für Minilama nach – und wir verweigern ebenso auch nicht die uns angebotenen Impfungen für unser Kind.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie – egalitär oder traditionell?

Ich denke, das Thema Vereinbarkeit kommt in jeder Familie mit Kindern früher oder später mal auf den Tisch. Gerade gestern habe ich bei Freunden dazu eine Geschichte gehört, die Alphalama und mich zum Nachdenken angeregt hat. Wir leben in einer Grenzregion und viele Arbeitnehmer wünschen sich natürlich die wirtschaftlichen Vorzüge unseres Nachbarlandes. Daher wird bei uns in vielen Fällen weit zu Arbeit gefahren, gerne mal mehr als 1 Stunde  pro Weg.  Die Verkehrssitaution  am Morgen bringt es mit sich, dass viele Pendler richtig früh aufbrechen, also kurz nach sechs Uhr, um auch noch im Hellen wieder nach Hause zu kommen. Wenn also ein Elternpaar pendelt, wird das schon herausfordernd und ist kaum mit den Hol- und Bringzeiten der Kitas vereinbar. Die Leute finden ihre Wege, das hört man im Gespräch immer; sei es Omas, Au-Pairs, versetztes Hinfahren, sodass einer bringt und der andere abholt, stundenweise Homeoffice oder Reduktionen im Stellenumfang.

Gestern hörten wir dann ein irres Beispiel: 2 Stunden fährt der Papa täglich hin und zwei zurück, wenn es gut läuft. In dem großen Konzern, der ihn beschäftigt, sind unbezahlte Überstunden  selbstverständlich; vor 21 Uhr ist der Mann nie daheim. Die Kinder sind noch richtig klein; die Mama kümmert sich alleine zuhause um alles, denn es gibt keine Hilfe aus der Familie oder ähnliches. Glücklich ist keiner der beiden. Klassische Rollenverteilung – ist irgendwie so gekommen, weil der Job des Mannes so schmackhaft und gut bezahlt ist. Die Mama kann unter den gegebenen Umständen den Wiedereinstieg in den Beruf, auch stundenweise, nicht leisten. Es würde sich ja auch finanziell kaum lohnen. Wenn man dann noch in einem Bundesland lebt, das Kindergartengebühren verlangt, kommt man ans Rechnen, ob sich der Wiedereinstieg unter den finanziellen und organisatorischen Bedingungen (ich sage nur „Schließtage“, und „Kinderkrankheiten“) überhaupt lohnt.
Das ist natürlich ein richtig extremes Beispiel; eins, dass mir noch richtig im Magen liegt. Es hat mich in einem bestärkt: Es scheint die Tendenz zu geben, mit der Familiengründung  egalitäre Beziehungsmodelle durch arbeitsteilige Modelle zu ersetzen – Tendenz mit zunehmender Kinderzahl stark steigend. Wenn man dieses Rollenmodell wünscht, gibt es also keine Probleme. Wenn man sich jedoch wünscht, dass auch mit Kindern das partnerschaftliche Miteinander in Bezug auf Geld-, Haushalts-, Kinderthemen weiterhin bestehen bleibt, muss man sich wirklich anstrengen und auch manchmal richtig gegen den Strom schwimmen.

Weitergehende Gedanken dazu habe ich hier zusammengetragen.