Burnoutgefahr Elternschaft

Ich habe ja bereits hier berichtet, dass ich in meinen Alltag bewusst Zeiten einplane, an denen ich sowohl etwas für meine körperliche als auch meine geistige Fitness tun möchte. Zeiten, in denen ich was für mein Wohlbefinden tue.
Denn: Nur ein zufriedenes Lamasus ist leistungsfähig und leistungswillig. Nur eine zufriedene Minilamamama hat Spaß am Toben und Quatsch machen und hat  die Nerven stressige Situationen durchzustehen. Alles andere bringt auf Dauer der ganzen Lamaherde nichts.
Das mag Typsache sein, aber ich brauche einen Plan – einen genauen Tagesplan, einen groben Wochenplan – und ich habe einen überblickartigen Jahresplan im Kopf. Auf der Arbeit muss ich das ohnehin haben. Mit Kind sowieso – da brauche ich einen Tagesplan: Wann wird aufgestanden, wann geht es in den Kindergarten? Wann wird gegessen? Wann geht es ins Bett? Das muss ich  bedenken, sonst gerät alles aus den Fugen. Und das ist kein Gerede: Wenn Minilama Hunger hat, dann muss auch das Essen gleich fertig sein, sonst gibt es Gemecker. Wenn es abends müde ist, sollte das Bett in der Nähe sein, sonst ist die Nacht später eine wahre Qual für und alle. In Ausnahmesituationen haben wir das alles schon erlebt  – und im Ernst: Den Stress wollen wir nicht haben.
Ich habe  Freunde, die einen ganz spontanen Tagesablauf mit Kind leben – und das geht auch, meistens auch ganz gut. Aber wenn man dann unterwegs ist, kann das schon zum Problem werden und Rennerei und gehetztes Suchen nach sich ziehen. Von den Kosten dieses spontanen Seins einmal abgesehen.
Das ist nichts für mich. Ich agiere lieber als dass ich reagieren muss.
Natürlich ist der Plan nicht unveränderlich starr; es ist eine grobe Orientierungshilfe.
Ich führe ganz klassisch einen Kalender. (In diesem Jahr ausnahmsweise nochmal diesen hier, aber eigentlich hat mir Alphalama ja zur bestandenen Ausbildung diesen hier geschenkt – und den gibt es 2015 auch wieder.) Und das ganz konsequent. Hier steht alles drin; ausgehend davon sprechen Alphalama und ich uns ab und so versuchen wir den Alltag zu meistern.
Wie gesagt: Das Leben heute ist  natürlich durchgeplanter als das vogelfreie Leben aus der Studentenzeit. Mit Familie, Wohnturm und Job und akademischem Projekt  bleibt einfach weniger Zeit zum freien Tun, zum Ausspannen, zum freien Lesen und ungebundenen Flanieren. Leider. Die Gefahren sind ja bekannt.
Daher gibt es bei mir drei Regeln, die immer gelten, ob als Jugendliche, im Studium, während der Ausbildung, in der Schwangerschaft, in der Elternzeit oder jetzt:

  • Jeder Weg, der zu Fuß gemacht werden kann, wird auch zu Fuß gemacht! Einkaufen, was abholen, einen Brief aufgeben, Schwimmen im Hallenbad im Ort, Minilama abholen, ein dienstlicher Termin im gleichen Ort: Der Wagen bleibt aus. Wo noch umbautes Gebiet ist, lasse  ich in der Regel mein Auto stehen. Zuhause immer, dienstlich zu 95 %.
  • Spätestens um 20.00 Uhr werden alle weiteren Arbeiten auf morgen vertagt: Hausarbeiten schreiben, Vokabeln lernen, einen Entwurf fertigstellen, für eine Prüfung lernen, Dienstmails lesen und schreiben- was auch immer. Um 20.00 Uhr ist Schluss mit der Kopfarbeit, (meistens auch mit der Hausarbeit) jetzt beginnt der gemütliche Teil des Abends. Auch in schlimmsten Vordiplomzeiten fiel im 8 der Hammer – wenn auch um 5.00 der Wecker klingelte.
  • Der Freitag nachmittag bleibt frei von Verpflichtungen. Freitag nachmittags wird gebacken, genascht, geschwommen, in aller Ruhe gekocht. Ein Waschfest wird eingeläutet. (Ich wasche nämlich gern) Es wird in alten Sachen gekramt und ein bisschen aufgeräumt, es wird gebastelt und gehäkelt und Pudding gekocht. Seit Minilama bei uns wohnt, wird dann auch dem Spielplatz abgehangen, gespielt, es wird gesungen und getanzt und das Wochenende wird schön eingeläutet. Wenn Alphalama dann heimkommt, ist schon vorgekocht, ist schon gewaschen und aufgeräumt und wir sind alle froh und zufrieden.

 

 

 

Plastikfrei und ökologisch waschen mit Lavendelöl und selbstgemachtem Waschmittel

Ich habe im letzten Beitrag versprochen, über die Verwendung meines getrockneten Lavendel zu berichten.
Aus getrocknetem Lavendel mache ich Lavendelsäckchen für den Kleiderschrank. Einfach einen mehr oder weniger quadratischen Stoffrest zu einem Sack nähen, vor dem Zunähen der letzten Naht mit getrocknetem Lavendel füllen und vorsichtig zunähen. Ein solches Säckchen liegt bei mir in jedem Schrankregal, in jeder Socken-, Laken- und Tischdeckenschublade. Ich habe auch in den alten Kinderkleiderkisten auf dem Speicher diese Säckchen. Wer schon einmal Mottenlöcher an den Kleidern hatte, weiß, dass damit nicht zu spaßen ist – mit ein bisschen Pech helfen da auch keine Stopfkünste mehr.
Mit Kind ohnehin und auch heute zwei Mal – hier wird viel geflickt und per Hand genäht.

Ich habe mir online nach langem Recherchieren eine gebrauchte Walkweste bestellt; selbstgemacht glaube ich. Sie ist asymetrisch geschnitten, blau und grün und hatte einen riesigen Holzknopf als Verschluss. Ich denke, sie sah den meisten zu alternativ aus – mein Glück, denn ich habe sie für einen Euro bekommen können. Und da ich in der Grundschule ein Jahr lang „TG“ hatte (Textiles Gestalten hieß das) und da handwerklich so gut wie alles gelernt habe, mit dem ich auch heute noch unterwegs bin – vom Knüpfen übers Sticken, Stricken, Häkeln und Weben (mit Mustern und so) und eben auch Sachen richtig annähen und stopfen, habe ich mich heute mittag einmal dran gesetzt und die alte Lederband-Konstruktion hinter dem Holzknopf entfernt, das Knopfloch verschmälert und einen unauffälligen Knopf angenäht. Bei dem dicken Walk war es nicht ganz so leicht, aber das Ergebnis ist super. Der Herbst kann kommen!

Diese Woche habe ich für Minilama eine gebrauchte Walkjacke zum Spitzenpreis erstanden. Der Kauf war nötig geworden, weil es mittlerweile seine Softshelljacke nicht mehr verträgt (sie ist also abzugeben!). Der Spitzenpreis hatte unerwähnte Nachteile: 5 kleinere und größere Löcher am Arm. Da hilft kein Ärgern, es musste wieder die Nadel geschwungen werden – man sieht die Nähte zum Glück nur beim ganz, ganz genauen Hingucken.
Aber wieder zurück zum Lavendel. Was übrig bleibt nach dem Säckchen nähen (zum Verschenken auch toll geeignet) wird zu Lavendelöl verarbeitet. Das geht im Endeffekt so wie das Calendulaöl.

Lavendelöl: Wie wirds gemacht?
Lavendel in Öl erhitzen, abkühlen lassen, einen oder zwei Tage durchziehen lassen, abseihen, nochmal aufkochen und abfüllen.

Lavendelöl: Wozu nimmt man es?
Das Öl kann man in das Verdunstungsschälchen am Heizkörper geben. Ich mache das immer in der Heizperiode. Ab und zu eine kleine Schale mit Wasser auf den Heizkörper stellen, gerade, wenn jemand von uns erkältet ist. Mit dem Lavendelöl ist die Winterluft in den Räumen feucht und riecht gut.

Ich nehme das Öl jedoch meistens  als Duftgrundlage für mein selbstgemachtes Waschmittel.
Das Rezept für dieses flüssige Waschmittel habe ich vor Urzeiten in den Tiefen des Internet gefunden, es immer wieder  abgewandelt und verbessert und benutze es seither für alle Wäsche, die bei mir anfällt.
Ich liebe das Rezept, weil es einfach ist, weil ich die Zutaten immer im Haus habe – und natürlich weil es gut wäscht und ich mir eine Menge Geld und Schlepperei dadurch spare.

Selbstgemachtes Flüssigwaschmittel
Man braucht

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30 g Waschsoda *
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30 g geriebene Kernseife
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1 Liter kochendes Wasser
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1-2 Löffel Lavendelöl

Und dann:

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Waschsoda und Kernseife in eine Schüssel geben
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Mit dem Schneebesen* verrühren
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Kochendes Wasser unter Rühren hinzugeben
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Und kräftig aufrühren. Dabei vorsichtig sein – das Wasser ist ja heiß!
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Abkühlen lassen, dabei immer wieder umrühren. Eventuell Wasser nachgießen, wenn es zu fest wird. Lavendelöl hinzugeben. Wenn alles abgekühlt ist, in eine Flasche füllen.

Ich dosiere das Waschmittel wie ich früher gekauftes Flüssigwaschmittel dosiert habe. Den letzten Messdeckel habe ich mir aufgehoben. Die Windelwäsche mache ich ohne Duft und dosiere hier auch deutlich sparsamer. Die Windeln brauchen nicht so viel Waschmittel, sonst verkleben die Fasern, habe ich mir mal sagen lassen.

Die beste Pflege der Welt: Plastikfreie selbstgemachte Wundschutzcreme und Heilsalbe

Nachdem ich am Montag gefragt wurde, was ich aus meinen Gartenschätzen herstelle, möchte ich euch heute in einige Geheimnisse meiner Küche einweihen. In meinem Vorratsregal stehen im Moment einige Flaschen und Gläser mit getrocknenten Calendulablüten und mit getrocknenten Lavendelblüten.
Beides ist für meinen plastikarmen Haushalt von großer Bedeutung, daher sammele ich jeden Spätsommer akribisch die kleinen Ringelblumensamen ein und bewahre sie für den kommenden Frühling auf – und daher schneide ich gewissenhaft jedes Hälmchen von meinem Lavendel ab und trockne es in der Küche.

Heute berichte ich euch über meine selbstgemachte Wundschutzcreme, in einem folgenden Post dann darüber, warum bei mir die Wäsche zart nach Lavendel duftet.

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Winterschätze

Minilama bekommt keine gekaufte Wundschutzcreme. Hier und hier habe ich schon ein bisschen aus dem Windel- und Wickelnähkästchen geplaudert, heute wird es praktisch.
Ich bin sehr kritisch gegenüber Babypflegeprodukten eingestellt. denn ich habe schon die eine oder andere Meldung von Parabenen und anderen giftigem Dreck in den kleinen Tiegelchen gehört. Diese Meldungen finde ich einfach nur schrecklich – die Eltern geben viel Geld aus und denken, dass sie ihren Kindern das Beste geben. In Wirklichkeit ist aber das Gegenteil der Fall: Sie selbst und auch ihre Kinder nehmen über ihr größtes Organ, die Haut, giftige Stoffe auf, deren Langzeiteffekte noch nicht in Gänze erforscht sind.
Hinzu kommt, dass ich die geruchsintensiven Parfüms in den Pflegeprodukten nicht gut ertrage. Wenn man sich überlegt, mit wie vielen Gerüchen man sich im Badezimmer einnebelt, wird mir anders: Gesichtscreme, Duschgel, Haarshampoo, Deo, Conditioner, Haarspray, Parfüm, duftendes Waschmittel – und diesen Cocktail tragen wir dann vor uns her. Da wundert es doch nicht, dass man manche Leute „nicht riechen“ kann.
Bei den Babysachen ist es aufs Ganze gesehen etwas weniger mit dem Duft, ich glaube, das fängt bei den Prinzessinnen- und Ritterbadezusätzen dann erst an. Aber trotzdem mag ich kein uniformiert riechendes Baby haben.
Mein Motto ist hier ohnehin: Weniger ist mehr.
Erst vor einigen Tagen hat mich eine Bekannte auf einen Werbeirrsinn bei Feuchttüchern hingewiesen: Vorne steht „ohne Alkohol“, hinten steht, dass Ethanol enthaten ist. Ich bin keine Chemikerin, aber irgendwas stimmt da doch nicht…
Abgesehen davon machen die Babyprodukte, so klein und süß sie auch sein mögen eine ordentliche Menge an Plastikmüll – und richtig teuer ist das meiste auch noch dazu.
Das waren für mich gute Argumente, von Anfang an nach einer Alternative zum Gängigen zu suchen. Meine Hebamme empfahl mir Calendulawundschutzcreme *, zumal Minilama ja sehr empfindlich ist. Befreundete Mütter empfahlen sie auch.
Meine Mutter wurde bei dem Wort „Ringelblumensalbe“ dann hellhörig und hat ihre Rezeptordner durchforstet – und wurde auch fündig.
Seither machen wir die Wundschutzcreme fürs kleine Lama selbst – und nutzen sie in separaten kleinen Tiegeln zur Lippenpflege und zur Pflege rissiger und trockener Haut sowie als Wund- und Heilsalbe bei allen Arten von oberflächlichen Verletzungen. Toll auch als Handcreme!

So wirds gemacht:
Selbstgemachte Ringelblumensalbe

30 g frische Ringelblumenblüten (bzw. im Winter 20 g getrocknete Ringelblumenblüten)
100 ml Sonnenblumenöl
20 g Bienenwachs* (vom Imker)

Das Öl in einen Topf geben, die Blüten hinzugeben. Die Mischung knapp 15 Minuten auf dem Herd erhitzen. Nicht zu heiß machen, sonst frittiert ihr die Blüten! Wer Zeit hat, kann die Blüten über Nacht im Öl schwimmen lassen. Die Blüten absieben und das Öl zurück in den Topf geben und wieder leicht erhitzen. Das Bienenwachs hinzugeben und im Öl schmelzen lassen. Dann vom Herd nehmen und in Döschen füllen. Erkalten lassen und verschließen.
Man kann alte, kleine Gläser mit Deckel nehmen, sich von Freunden alte Breigläschen geben lassen oder auch alte Cremetiegel wiederverwenden.
Die Salbe soll sich bis zu einem Jahr halten. Das konnte ich allerdings noch nicht austesten, die Salbe ist immer schnell aufgebraucht.
Man kann auf Vorrat einkochen oder immer kleinere Mengen frisch. Das kommt natürlich auf den Verbrauch an. Ich mache immer knapp 5 Tiegel bzw.  koche Salbe von 500 ml Öl.
Eine Alternative für alle, die jetzt keine Ringelblumenblüten mehr bekommen, aber selbst Salbe machen wollen ist das Ansetzen mit gekauftem Calendulaöl*. Damit kann man auch arbeiten.
Calendulaöl kann man auch selbst machen: Dazu Öl und Blüten erhitzen und das ganze 1-2 Tage stehen lassen. Abgefüllt in eine schöne Flasche hat man ein Pflegeöl für den Körper und auch eine Alternative zu reinem Rapsöl bei der Kinderpflege. Je nachdem, ob man lieber eine Creme oder ein Öl mag.
Das Öl ist auch für Veganer eine echte Alternative.
Viel Freude beim Nachkochen!

Wildblumenwiese im Sommer
Wildblumenwiese im Sommer

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Aus alt mach neu

Unsere Baustelle sieht sehr, sehr gut aus. Wir haben viel Glück mit den Handwerkern und daher auch kaum Dreck, wenig Schutt und so gut wie nichts selbst beizuputzen. Ich sage nur: „Eventuelle Putzarbeiten sind bauseits durchzuführen.“ Wir haben zudem super abgedeckt und alle alten Laken, Handtücher und Lappen in Betrieb genommen, die im Haushalt zu finden waren. Und weil wir ja nur noch wenig Klimbim im Haus haben, sprich kaum Dekosachen, keine Pflanzen im Innenbereich, kaum Bilder oder Fensterschmuck, konnten wir die Räume binnen kürzester Zeit handwerkerbereit machen. Also alles entspannt im Wohnturm. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

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Alte Fenster
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Tolle neue Fenster

Wie ihr seht, haben wir auch die Einteilung der Fenster verändert, weil das mittlere Fenster immer hinderlich war. Innen unbehandelte Kiefer und außen anthrazitfarbenes Alu. Ich denke, dass morgen die Haustüren angefangen werden; darauf freue ich mich am meisten. Der Wohnturm sieht von außen schon jetzt viel freundlicher aus. Gestern ist mir ein toller Erfolg für Minilama gelungen: Diesmal kam das Geld nicht zurück, sondern das Walktop hat sich auf den Weg zu mir gemacht.

Das neue Walktop ist da
Das neue Walktop ist da

Jetzt steht die Herbst- und Wintergarderobe komplett. Eine Sorge weniger.
Heute war ich unterwegs und habe beim Erkunden der Umgebung eine ganze Straße entdeckt, in der haufenweise Haselnusssträucher wachsen. Meine Taschen waren übervoll mit neuen Nüssen. Minilamas aktuellstes Lieblingsspielzeug will ich euch noch zeigen. Auch hier wieder „aus alt mach neu“ – alte Lamasus-Kleider wurden getauscht gegen diesen hölzernen Traum aller Kinder.  Zuerst dachte ich, dass das tolle Spielzeug zu teuer und auch nicht „interessant“ genug sei für den Preis. Aber ich habe schon als Kind eine solche Freude an diesem Spielzeug gehabt, dass ich nach längerer Suche eine gebrauchte Kugelbahn gekauft habe. Ich kann nur sagen: langweilig wird sie nicht und Kinder allen Alters spielen gern damit.

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unser liebstes Spielzeug

 

Alles für den Wohnturm- und ein kurzer Blick auf die schönen Momente der letzten Woche

Diese Woche bin ich wieder bei den Just für me Moments dabei, allerdings nur kurz, weil im Moment der Wohnturm im Vordergrund steht.
Wir bekommen pünktlich vor dem Winter neue Fenster und neue Haustüren (der Wohnturm leistet sich den Luxus von zwei Haustüren) und sind fleißig am Freiräumen für die Handwerker, decken ab  – und haben dabei kurzerhand das Wohn-Esszimmer neu gestellt. Ich bin gespannt, ob das sich als bessere Variante erweist.
Diese Woche ging sehr schnell vorüber – es gab einfach sehr viel zu tun. Zum Glück gab es viel Schönes zu tun, vieles bei dem ich meine Gedanken schweifen lassen konnte und mir überlegen konnte, wie ich es uns im kommenden Jahr schön machen kann.
Erstmal habe ich den Balkongarten winterfest gemacht, abgeschnitten, hochgebunden, umgetopft, Kräuter eingefroren und zum Trocknen auf die Fensterbank gestellt. Das hat viel Freude gemacht und dabei konnte ich herrlich die Gedanken schweifen lassen, was im kommenden Jahr angebaut wird und wie wir unsere Terrasse gestalten.
So weit steht der Plan: Es wird mehrere Säulenbäume* geben, einen Weinstock und einen Mini-Hopfen*, der „nur“ 4 Meter hoch wächst. Alphalama will für sein Bier den selbstgezogenen Hopfen verwenden. Dann noch Petersilie, Schnittlauch, Minze, Tomaten und Lavendel. Calendula gibt es bei uns nicht nicht mehr, das Ergebnis war zu mager für unseren hohen Bedarf. Da braucht es schon mehr Platz als einen oder zwei Blumenkisten. Wir haben im Garten zuhause ein größeres Beet eingeplant. Fast hätte ich das Beste vergessen: Wir ziehen auch wieder Kartoffeln. Das klappt so gut und schmeckt so irre lecker.
Und was die Frucht meiner Hände Arbeit in dieser Woche war, seht ihr hier:

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Tomatenernte
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Die Kräuter sind gestutzt und verarbeitet
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Leckerer Mundraubfund – beim Samstagsausflug am Straßenrand entdeckt
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Die letzte Pfefferminze des Jahres
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Nussiger Nachschub
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Wintervorrat: Calendula, Lavendel und Minze
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Pfefferminztee aus eigenem Anbau

In dieser Woche habe ich mir vorgenommen, bewusst einige Abende ohne Laptop zu verbringen. Keine Folge irgendwas anschauen, keine Recherche nach Minilamas neuem Wams betreiben, keine anderweitigen Recherchen beginnen, sondern wirklich zur Ruhe kommen, ein Buch lesen, in meiner neuen Geo blättern, ein neues Häkelprojekt anstoßen, in Ruhe ein paar Kilometer auf dem Rad drehen.
Ein schönes kleines Ergebnis meiner entspannten Abende ist dieses Müllverwertungsprojekt. Beim Geschirreinkauf für Minilama (damit nicht mein schönes Retro Geschirr dran glauben muss) habe ich diese Verpackung dazu bekommen. Sie war auch für den Heimtransport sehr praktisch, aber hat danach ein Schicksal im Müll erwartet.

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Plastiktürenähnliches Mitbringsel aus dem Laden

Mit Papierresten habe ich den Karton verziert und jetzt haben wir eine 1a Werkzeugkiste für unsere Baufixsammlung*.

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Große Werkzeugkiste

Das werde ich in Zukunft öfter machen: Einen Abend zum Entspannen einplanen. Und dabei bewusst auf die Technik verzichten. Schön!
Lamasus‘ schöne Momente der letzten Wochen findet ihr hier, hier, hier , hier und hier.

* das sind Amazon Affiliate Links